Mo 01.06. 2020 06:00Uhr 240:00 min

Maler Künstler Grafiker Moritz Götze
Maler Künstler Grafiker Moritz Götze Bildrechte: imago/Köhn
MDR KULTUR - Das Radio Mo, 01.06.2020 06:00 10:00

MDR KULTUR am Morgen

MDR KULTUR am Morgen

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Die Kantate um 6.30 Uhr, das Wort zum Tage, das Kalenderblatt, sowie Beiträge aus Religion und Gesellschaft.

* 06.10 Uhr - Wort zum Tage
Im Wort zum Tag hören Sie Julia Lehnert Jugend- /Bildungsreferentin im Bistum Magdeburg.

* 06.30 Uhr - Kantate:
Christian Andreas Schulze: "Als der Tag der Pfingsten erfüllet war"
Constanze Backes, Sopran
Britta Schwarz, Alt
Ingolf Seidel, Bass
Ensemble Alte Musik Dresden
Bläser-Collegium Leipzig
Leitung: Norbert Schuster

Die Kantate heute kommt von Christian Andreas Schulze und ist ein Paradebeispiel dafür, welch reiche städtische Musikkultur im 16./17. Jahrhundert in der musikalischen "Provinz" - jenseits der höfischen Zentren - gepflegt wurde. Diese Schätze zu heben und wiederzubeleben, darum hat sich der Dresdner Dirigent und Musikforscher Norbert Schuster besonders verdient gemacht.
Mitte der 1990er Jahre hat er eine Konzert- und CD Reihe zum Thema "Sächsische Musiklandschaften im 16.und 17. Jahrhundert" initiiert, in der u.a. die Pfingstmusik von Christian Andreas Schulze vorgestellt wurde. Kantor war er damals in Meißen, erstmals aufgeführt wurde seine Pfingstmusik 1689 in Grimma.
Das Werk besteht im Grunde aus 6 kleinen geistlichen Konzerten im Stil der Werke von Heinrich Schütz, dessen Nachfolger im Amt des Dresdner Hofkapellmeisters der Lehrer von Christian Andreas Schulze war – Marco Giuseppe Peranda.
Entsprechend farbig ist die Instrumentation gehalten - ganz im Stil des Frühbarock mit Zink und Posaune über dem Basso continuo besetzt. Erzählt wird die Pfingstgeschichte von 4 Solisten, jeder Satz dabei eingeleitet von einer Sonata. Höhepunkt ist der 6. Satz - ein prachtvolles Alleluja.
"Als der Tag der Pfingsten erfüllet war" - die Pfingstmusik von Christian Andreas Schulze.
In unserer Aufnahme singen Constanze Backes, Sopran; Britta Schwarz, Alt; und Ingolf Seidel, Bass. Norbert Schuster leitet das Ensemble Alte Musik Dresden und das Bläser-Collegium Leipzig.


* 07.15 Uhr - MDR KULTUR Fragebogen an Rene Marik
Der Puppenspieler, Comedien, Autor, Musiker. Seit 20 Jahren ist er mit dem blinden, stotternden Maulwurf unterwegs. Damit ist er einer der ersten deutschen Youtube-Stars geworden. Erfunden hat er ihn, als er mit Rainald Grebe am Theaterhaus Jena gewesen ist. Tausende sind in den letzten 20 Jahren in die großen Hallen gekommen, um sein berühmtes "Rapante, Rapante!" zu hören.
Inzwischen hat er Buch geschrieben: "Wie einmal ein Bagger auf mich fiel- Eine Provinzjugend". Das schwankt stark, ähnlich wie der Maulwurf, zwischen saukomisch und todtraurig.

* 07.45 Uhr - Album der Woche: Chopin Etudes (Sonya Bach) (Rubicon Classics)
Es gibt solche Etüden und solche. Die von Carl Czerny z.B. sollen den junge n Pianisten schulen, seine Fingerfertigkeit und seinen Anschlag verbessern. Künstlerisch dagegen ist es eher grobes Material (wiewohl Czerny auch anders konnte). Und es gibt Etüden, die echte Kunstwerke sind, mehr noch, die zur Klavierweltliteratur gehören. Darunter zählen sämtliche Etüden des Großmeisters Frederic Chopin, viele davon Ohrwürmer, wie die Revolutionsetüde bspw.
Sie zu interpretieren, fordert weit mehr als Fingerfertigkeit. Nun hat die aus Südkorea stammende Pianistin Sonya Bach ihre spezielle Lesart der Chopin-Etüden vorgelegt. Und wir meinen - das ist ein würdiges Album der Woche. André Sittner hat sich das ganze angehört.

* 08.15 Uhr - Religion und Gesellschaft: Der Pascha von Magdeburg
Das Zusammenleben zwischen Deutschen und Muslimen ist geprägt von vielen Vorurteilen auf beiden Seiten. Doch das war nicht immer so. Darauf verweist ein Buch unter dem Titel: der Pascha von Magdeburg. Es versammelt zahlreiche Belege, dass der Orient in Mitteldeutschland sehr viel länger eine Rolle spielt als so mancher selbsternannter Verteidiger des Abendlands denkt. Uli Wittstock stellt den Sammelband vor.

* 08.30 Uhr - Wetter & Verkehr

* 08.45 Uhr - Kalenderblatt: 1990: Karl-Marx-Stadt wird in Chemnitz rückbenannt
1953 fragte die Chemnitzer niemand, ob sie künftig in Karl-Marx-Stadt wohnen wollen. Nach der Wende stimmten 76% für die Rückkehr zum alten Namen.
Nach einer Stadt mit drei "o" soll angeblich in DDR-Kreuzworträtseln gefragt worden sein: die richtige Lösung: Karl-Marx-Stadt. Im erzgebirgischen Dialekt eben mit drei "O" gesprochen. Eine Legende - die Sache mit dem Rätsel. Wahr hingegen ist, von 1953 bis 1990 hieß Chemnitz Karl-Marx-Stadt. Heute vor 30 Jahren bekam die Stadt ihren alten Namen wieder zurück. Das Kalenderblatt des gebürtigen Karl-Marx-Städters Hartmut Schade spricht die Leipzigerin Conny Wolter.

* 09.15 Uhr - Religion und Gesellschaft: Kirche will Wildnis wuchern lassen
"Zehn Prozent Wildnis" Ein ökumenischer Fachtag zum kirchlichen Umweltmanagement
Kurz bevor die Corona - Einschränkungen in Kraft traten, am 7. März, fand in Weimar in der Begegnungsstätte der Herz Jesu Gemeinde der ökumenische Fachtag zum kirchlichen Umweltmanagement statt unter Federführung der evangelischen Akademie Wittenberg. Die Tagung stand unter dem Schlagwort "Zehn Prozent Wildnis". Eingeladen waren Vertreter der Bistümer Magdeburg und Erfurt und der evangelischen Kirche Mitteldeutschland.
Umweltmanagement - so könnte man meinen - gehört nicht gerade zu den Kernaufgaben der Kirchen. Und die wenigsten Kirchen besitzen heute noch in großem Umfang Land und Wald, in dem sie schalte und walten können. Grund genug für unsere Autorin Sabine Frank nachzufragen, was es mit dem kirchlichen Umweltmanagement auf sich hat und mit den zehn Prozent Wildnis.

* 09.30 Uhr - Wetter & Verkehr

* 09.40 Uhr - Moritz Götze - Was war, was ist
Moritz Götze ist seit mehr als drei Jahrzehnten national, international und vor allem erfolgreich als Künstler unterwegs. Sein Markenzeichen Pop-Art. Seine Spezialität, Kunst am Bau. Zuhause in Halle an der Saale. Wo er auch seinen eigenen, den Hasen-Verlag betreibt. In dem jetzt ein schönes Buch erschienen ist. "Was ist - Was war. Moritz Götze in Leipzig" sein Titel. Wolfgang Schilling stellt es uns vor.

* 09.50 Uhr - Hinweis auf Gottesdienst
Heute, am Pfingstmontag sind wir Gast in Leipzig´s evangelischen "Phillipuskirche und übertragen von dort den Gottesdienst. Zur Stadt an der Pleiße gehören die Buchmesse, Handelshäuser, der Thomanerchor, Museen ,,, und Menschen die Leipzig berühmt machten: Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy aber - Simone Kittel, Redakteurin unserer Gottesdienstübertragungen - auch Lene Vogt, DIE sächsische Mundartdichterin.

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