MDR KULTUR | Kulturpartner Kurt Weill Fest Dessau

Mit Dessau verbindet man nicht nur das Bauhaus, sondern auch Kurt Weill. Der in Deutschland vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht bekannte Komponist kam am 2. März 1900 in der Stadt an der Mulde zur Welt. Sein Vater war Kantor der jüdischen Gemeinde in Dessau. Mit fünf Jahren begann Kurt Weill mit dem Klavierspiel, erste Kompositionen entstanden bereits während seiner Schulzeit. 1918 ging er nach Berlin, um Musik zu studieren. Ab 1927 wurde er durch seine gemeinsam mit Bertolt Brecht geschaffenen Werke bekannt. 1933 floh Weill aus Deutschland und lebte bis zu seinem Tod 1950 in den USA, wo er am Broadway große Erfolge feierte - und sich bald als amerikanischer Komponist verstand.

Kurt-Weill-Zentrum im ehemaligen Meisterhaus Lyonel Feiningers

Kurt Weill
Kurt Weill (1900-1950) Bildrechte: Archiv Kurt Weill Gesellschaft e.V.

Heute erinnert in Dessau vor allem das Kurt-Weill-Zentrum, untergebracht im ehemaligen Meisterhaus des Bauhaus-Künstlers Lyonel Feininger, an den berühmten Sohn der Stadt. Hier befinden sich ein Museum mit Bibliothek, Archiv sowie einem Informations- und Dokumentationszentrum über Kurt Weill. Hier wird enaml im Jahr auch das internationale "Kurt Weill Fest Dessau" organisiert. In Dessau und Umgebung wird jeden März ein Programm dargeboten, das sich, Weills Ästhetik folgend, um Genregrenzen wenig schert, nichtsdestotrotz aber sorgsam zusammengestellt ist. Neben klassischer Musik stehen Chanson, Jazz und Neue Musik auf dem Programm. Darüber hinaus erwarten das Publikum Filme, Führungen an Kurt Weills Dessauer Wirkungsstätten, Ausstellungen und Vorträge.