MDR KULTUR | Kulturpartner Heinrich Schütz Musikfest

Die drei wichtigsten Lebensstationen des Komponisten Heinrich Schütz (1585-1672) liegen in Mitteldeutschland: Geboren wurde er im damals reußischen, heute thüringischen Bad Köstritz, im sächsischen Dresden war er ein halbes Jahrhundert Hofkapellmeister, im damals kursächischen, heute anhaltischen Weißenfels hatte er seinen Alterssitz. Trotz seiner Anstellung am sächsischen Hof widmete sich Heinrich Schütz nicht der höfischen und repräsentativen Musik seiner Zeit. In Schütz’ Werken steht das Wort im Vordergrund, das durch die Musik interpretiert und gedeutet wird. Schütz war der erste deutsche Komponist, der die sogenannte italienische Mehrchörigkeit in sein Werk einfließen ließ - in Vertonungen von Texten der Lutherbibel. Bald galt er als "Vater der modernen (deutschen) Musik". Dennoch gerieten Schütz und sein Werk nach seinem Tod für gut 200 Jahre in Vergessenheit.

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Bildrechte: Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V.

Seit Ende der 1990er-Jahre wird der mitteldeutsche Kirchenmusiker und Komponist jeden Oktober in seiner Heimat gefeiert - anfangs bei den "Mitteldeutschen Heinrich-Schütz-Tagen", später mit dem "Heinrich Schütz Musikfest". An den verschiedenen Orten seines künstlerischen Wirkens sind Theateraufführungen, Konzerte, Gottesdienste und Ausstellungen zu erleben. Jedes Musikfest widmet sich dem Werk Heinrich Schütz' aus einem anderen Blickwinkel: Mal sind es seine musikalischen Wegbegleiter, mal ein Thema seiner Zeit. Das alljährlich immer wieder aufs Neue vielfältige Programm wird sowohl von international renommierten Künstlern als auch Nachwuchsinterpreten gestaltet.