Auf dem Bandoneon, einem nahen Verwandten der Konzertina, brillierte der argentinische Tango-Musiker Juanjo Mosalini.
Juan José Mosalini beim Festival in Rudolstadt Bildrechte: MDR/Wolfgang Leyn

Webchannel Folk im Konzert | 06.-13.07.2018

Der Webchannel "Folk im Konzert" bringt rund um die Uhr Mitschnitte von Deutschlands größtem Folk-Festival in Rudolstadt. Jeden Freitag etwa ab 10 Uhr können Sie eine Woche lang neue Konzerte erleben und dazu die aktuelle Sendung "Folk und Welt" hören. Hier finden Sie das aktuelle Programm.

von Grit Friedrich

Auf dem Bandoneon, einem nahen Verwandten der Konzertina, brillierte der argentinische Tango-Musiker Juanjo Mosalini.
Juan José Mosalini beim Festival in Rudolstadt Bildrechte: MDR/Wolfgang Leyn

Juan José Mosalini und Thüringer Symphoniker – TFF 2011

Einmal Tango, immer Tango – dieses Vorurteil verfolgt so manchen Bandoneonspieler ein Leben lang. Dabei gibt es ausreichend Beispiele dafür, dass berühmte Bandoneonistas auch Musik jenseits dieses Tanzes spielten und komponierten. Man denke an Piazolla oder an Juan Jóse Mosalini. Auch wenn es bestimmt nicht seine Absicht war, so zeichnet sein Lebensweg ein wenig den von Piazolla nach. Denn auch er komponiert Film- und Kammermusik, und während Piazolla in Paris nur eine Zeit lang bei Nadja Boulanger studierte, blieb Mosalini an der Seine und kehrte nicht nach Argentinien zurück.

2011 gastierte er beim TFF Rudolstadt und spielte gemeinsam mit den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt einen Abend lang Piazolla – anspruchsvolle Kompositionen im historischen Ambiente der Heidecksburg. Sein Spiel hat genau das, was in der klassischen Musik so rar geworden ist: Improvisation, Fantasie, Pathos, Charisma, Freiheit. Das Orchester aus Rudolstadt folgte engagiert seinem Solisten Juan José Mosalini für diesen Abend. Ein Konzert, das bewies: Tango Nuevo und klassische Musik haben sinnliche Berührungspunkte.

Pippo Pollina (Italien)und die Thüringer Symphoniker – Rudolstadt-Festival 2015

Pippo Pollina und Oliver Weder
Pippo Pollina und Oliver Weder, Chefdirigent der Thüringer Symphoniker Bildrechte: MDR/Wolfgang Leyn

Der sizilianische Cantautore Pippo Pollina lebt schon lange in der Schweiz. In den 80er-Jahren von seinem Schweizer Kollegen Linard Bardill entdeckt, zählt er heute bei uns zu den bekanntesten italienischen Liedermachern. Mit mehr als einem Dutzend Alben, einer Liedermacher-Oper und zahlreichen Kollaborationen – u.a. mit Georges Moustaki, Konstantin Wecker oder auch mit einem Jugendorchester aus Zürich ist Pippo Pollina immer wieder in verschiedenen Besetzungen unterwegs.

Auf seinem Album "L'appartenenza" ("Zugehörigkeit"), setzte er sich mit Heimatlosigkeit, Exil und sozialen Brüchen in dieser Welt auseinander. Zuerst hat er dieses Programm in der Arena di Verona vorgestellt im Herbst 2013 und sich beim Konzert daran erinnert, wie er in Italien, auf der Straße, mehr als 20 Jahre vorher seine Lieder gesungen hat.  Mit dem Orchester Saalfeld-Rudolstadt an der Seite haben Pollinas tiefgründige und poetische Lieder wie "Leo“", "Marrakesch" oder "Il Pianista de Montevideo" noch mehr Strahlkraft bekommen.

Pippo Pollina mit Tamburin
Pippo Pollina Bildrechte: MDR/Wolfgang Leyn

Ich habe immer eine ganz besondere Beziehung zur Vergangenheit gehabt. Ich war immer total fasziniert von dieser Dimension der Zeit, die für mich ein gewisses mysteriöses Element besitzt. Ich fand die Diskussionen über die Zukunft, wie wird es eines Tages sein, langweilig, überbewertet. Man muss ein wenig warten und man wird sehen, wie das ist. Vergangenheit ist eine unfassbare Geschichte, wohin geht die ganze Zeit? …Wir haben alle offene Rechnungen mit der Vergangenheit, Dinge, die wir gern gesagt hätten.

Zitat Pippo Pollina im Konzert

Folk und Welt extra - die Sendung vom 04.07.2018

Mit Grit Friedrich und Johannes Paetzold

Am 5. Juli beginnt das Rudolstadt-Festival, Deutschlands größtes Folk-und Roots-Festival. Vorgestellt wird das Programm. Es gibt Musik und Porträts von Maarja Nuut und Mari Kalkun, den beiden aufregendsten Frauenstimmen aus Estland, der Länderschwerpunkt schaut auf das kleine Land im Baltikum. Mehr dazu auch gibt es auch vom Festivalprogrammdirektor Bernhard Hanneken.

Riccardo Tesi
Riccardo Tesi Bildrechte: Lucia Baldini

Volks- und Antikriegslieder aus Italien bringt das Projekt Bella Ciao um den Akkordeon-Maestro Riccardo Tesi. Auf historischen Pfaden bewegt sich eine junge Instrumentenbauerin Johanna Isselstein - sie baut Schlüsselfiedeln oder Nyckelharpas, was dasselbe ist. Dazu viel Musik, und zu Gast im Studio ist Miriam Rossius vom Festivalteam.

Zuletzt aktualisiert: 08. Juli 2018, 11:26 Uhr

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Ausblick aufs Rudolstadt-Festival 2018

Konzert-Tipps Wer stand 2018 auf den Bühnen beim Rudolstadt-Festival?

Eintauchen in die Weltmusik: In Rudolstadt gingen Konzerte von 130 Bands aus 48 Ländern über die Bühnen - und das über die ganze Stadt verteilt. Wir haben einige der wichtigsten Künstler und Termine aufgelistet.

Munadjat Yulchieva
Munadjat Yulchieva (Usbekistan) Sie gilt als größte Sängerin Zentralasiens. Ihre Stimme mit der bemerkenswerten Bandbreite erlaubt es ihr auch, Lieder zu singen, die traditionellerweise eigentlich Männern vorbehalten waren. Ihre langsamen, oft klagenden Lieder sind nicht vordergründig religiös, doch eng mit dem Gedankengut des Sufismus verbunden. Ihr Name bedeutet "Aufstieg zu Gott" oder "Gebet".
Fr, 6. Juli, 17:30 Uhr Burgterrasse | Sa, 7. Juli, 19:30 Uhr Theater Im Stadthaus
Bildrechte: Agentur Munadjat Yulchieva
Munadjat Yulchieva
Munadjat Yulchieva (Usbekistan) Sie gilt als größte Sängerin Zentralasiens. Ihre Stimme mit der bemerkenswerten Bandbreite erlaubt es ihr auch, Lieder zu singen, die traditionellerweise eigentlich Männern vorbehalten waren. Ihre langsamen, oft klagenden Lieder sind nicht vordergründig religiös, doch eng mit dem Gedankengut des Sufismus verbunden. Ihr Name bedeutet "Aufstieg zu Gott" oder "Gebet".
Fr, 6. Juli, 17:30 Uhr Burgterrasse | Sa, 7. Juli, 19:30 Uhr Theater Im Stadthaus
Bildrechte: Agentur Munadjat Yulchieva
Die Band Bombillaz
Bombillaz (Estland) Mit ihrer tanzbaren Weltmusik hat die 2007 gegründete Band großen Erfolg im estnischen Radio, ebenso wie in Kneipen und auf nationalen und internationalen Festivals. Der Sound von Bombillaz ist ein Mix aus Reggae, afrikanischen Rhythmen, Bhangra, Oriental-Pop mit anderen exotischen Zutaten, welche Musiker der Band auf ihren Reisen kennengelernt haben. 
Sa, 7. Juli, 15:30 Uhr Konzertbühne | Sa, 7./So, 8. Juli, 00:00 Uhr Saalgärten
Bildrechte: Agentur
Der E Stuudio Youth Choir
E STuudio Noortekoor 2012 gegründet, gewann der Jugendchor aus der Universitätsstadt Tartu 2104 den 1. Preis beim Chorfestival im irischen Cork und wurde in die New Yorker Carnegie Hall eingeladen. 2015 gastierte er in den USA und in Kanada, im Frühjahr 2018 in Australien. Zum Repertoire gehört estnische Chormusik von Arvo Pärt oder Veljo Tormis ebenso wie Werke junger Komponisten aus dem In- und Ausland.
Fr, 6. Juli, 21:30 Uhr Theater im Stadthaus | Sa, 7. Juli, 21 Uhr Marktbühne
| So, 8. Juli, 10 Uhr Stadtkirche (Gottesdienst) | So, 8. Juli, 11 Uhr Stadtkirche (Länderschwerpunkt)
Bildrechte: Agentur
Julian Pollina alias Faber auf der Bühne
Faber (Schweiz) Jacques Brel gibt der 24-jährige Singer-Songwriter als Vorbild an, doch Faber singt nicht nur Chansons, sondern bewegt sich auch zwischen Folk, Pop, Polka, Punk und Balkan. Seine Texte sind lyrisch und auch mal derb. Sie werfen Fragen auf, regen zum Nachdenken an. Auf den ersten Blick ist das alles gar nicht charttauglich - und doch schaffte es Faber sofort auf ein Majorlabel und mit seinem ersten Longplayer in den Top 20. Und seine Musik ist auch noch absolut tanzbar.
So, 8. Juli, 19:30 Uhr Konzertbühne
Bildrechte: IMAGO
Elida Almeida
Elida Almeida (Kapverden) "Kebrada" heißt das Album von Elida Almeida, es ist benannt nach einem Bergdorf an der Ostküste der Insel Santiago: Kebrada. Dort wuchs sie bei ihren Großeltern auf. Auf den Kapverden ist Almeida längst ein Star, sie steht für eine neue Generation kapverdischer Musikerinnen. Mit den Rhythmen Batuku, Funaná und Morna und ihrer weichen Stimme vermittelt sie genau das Lebensgefühl, das dem Schweren das Leichte abgewinnt - doch sie thematisiert auch soziale Missstände.
Fr, 6. Juli, 18:00 Uhr Große Bühne Heinepark
Bildrechte: NKrumah Lawson Daku 2014
Gitarrist Abdoulaye Traoré (Burkina Faso) und Sänger Mohamed Diaby (Mali)
Debademba (Burkina Faso | Mali | Frankreich) Debademba - das sind der Gitarrist Abdoulaye Traoré aus Burkina Faso und der malische Sänger Mohamed Diaby. Begegnet sind sie sich in Paris, und hier fanden sie auch alle die Musiker, die mit ihnen einen modernen afrikanischen Sound auf die Bühne bringen. Der Name ist Programm: "Debademba" bedeutet so viel wie "eine große Familie". Und diese "Familie" vermischt Folk, Blues, Jazz, Funk und Afro-Beat zu einer überaus lebendigen Stilmix.
Fr, 6. Juli, 15:00 Uhr Große Bühne Heinepark | Sa, 7. Juli, 21:00 Uhr Burgterrasse
Bildrechte: Brounch
Graham Nash spielt Gitarre und hat eine Mundharmonika umgeschnallt
Graham Nash (Großbritannien) Die Ehrungen für den US-amerikanischen Musiker und Folkrock-Veteran sprechen für sich: Gleich zwei Mal wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, einmal mit den Hollies und einmal mit Crosby, Stills & Nash. Er erhielt acht Grammy-Nominierungen und einen Award und dazu kommt der Ritterschlag der Queen durch den Order of the British Empire. Nash ist außerdem erfolgreich als Fotograf und Künstler - und setzt sich für Frieden und Umweltschutz ein.
Sa, 7. Juli, 22:00 Uhr Große Bühne Heinepark
Bildrechte: IMAGO
Omar Sosa (Kuba) und Seckou Keita (Senegal)
Omar Sosa & Seckou Keita (Kuba | Senegal) Es war ein Glück für die Weltmusik, als der siebenfache Grammy-nominierte kubanische Pianist und Komponist Omar Sosa und der senegalesische Sänger und Kora-Spieler (westafrikanische Stegharfe) Seckou Keita aufeinander trafen. 2017 veröffentlichten sie ihr erstes gemeinsames Album "Transparent Water". Die Kritik zeigte sich begeistert  über das nahtlose Verschmelzen von lateinamerikanischer und westafrikanischer Musik. Der magische Klang kommt einer Forschungsreise zu den afrikanischen Kulturen gleich.
Fr, 6. Juli, 16:00 Uhr Große Bühne Heidecksburg
Bildrechte: Alicia Carrera
Fatoumata Diawara (Mali)
Fatoumata Diawara (Mali) Die 36-jährige Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin ist eine der wichtigsten Vertreterinnen der jungen Generation afrikanischer Musik. Auf ihr 2011 veröffentlichtes Debüt "Fatou" folgten viele Projekte: So sang sie etwa auf Alben von Dee Dee Bridgewater, Oumou Sangaré und Herbie Hancock. Auf ihrer zweiten Platte "Fenfo" macht Fatoumata wie immer als Zeitzeugin klare Ansagen. Ihrem kritischen Auge entgeht keine soziale Ungerechtigkeit. 
So, 8. Juli, 18 Uhr Große Bühne Heinepark
Bildrechte: IMAGO
Yael Deckelbaum
Yael Deckelbaum & The Prayer Of The Mothers' Ensemble (Israel) Seit einigen Jahren engagieren sich israelische und arabische Frauen gemeinsam für Deeskalation und Frieden in ihrer Region. Diese Aktivitäten wurden unter dem Namen "Woman Wage Peace" bekannt - die Hymne dieser Bewegung - "Prayer of the Mothers" - stammt von Yael Deckelbaum. Ihr Bandprojekt Yael Deckelbaum & The Mothers geht auf einen gemeinsamen Friedensmarsch israelischer und palästinensischer Frauen zurück. Mit ihren Konzerten will Deckelbaum versuchen, den Geist dieser Friedensbewegung in die Welt zu tragen.
Do, 5. Juli, 21:00 Uhr Große Bühne Heinepark
Bildrechte: Asaf Eini
Die Band Arsis
Arsis (Estland) Das achtköpfige Ensemble musiziert meisterhaft mit Handglocken – und singt. Zum Repertoire gehören traditionelle und zeitgenössische Musik aus Estland ebenso wie Werke von Bach, Chopin oder Tschaikowski. Gegründet wurde ARSIS 1991 als Kammerchor. Ab 1993 erlernten die Sänger das Handglockenspiel. Heute geben sie ihre Kunst an Jugendensembles in Tallinn und Tartu weiter.
Sa, 7. Juli, 17:30 Uhr Stadtkirche | So, 8. Juli 17 Uhr, Neumarkt
Bildrechte: Agentur
Die Band Curly Strings
Curly Strings (Estland) Seit 2013 stehen die vier auf der Bühne. Texte von estnischen Dichtern, vertont im Stile amerikanischer Bluegrass und String Band Music, frisch und sympathisch gespielt - das machte sie in Estland schnell populär – beim jugendlichen Publikum, im Radio ebenso wie bei der Musikkritik. 2017 wurden sie als Best New Folk Artist ausgezeichnet, bereits 2016 gab's den European Bluegrass Award.
Fr, 6. Juli, 22 Uhr Große Bühne Heidecksburg | Sa, 7. Juli, 14 Uhr Marktbühne
Bildrechte: Agentur
Cymin Samawatie
Cymin Samawatie (Deutschland) - RUTH-Preisträgerin 2018 Cymin Samawatie (Deutschland)
Mit einem Studium der klassischen Musik und Jazz im Rücken, kreierte die Tochter iranischer Einwanderer einen Sound aus orientalischer Musik mit Facetten westlicher Klassik und Jazz und verband die bilderreiche Dichtung alter persischer Meister mit eigenen Texten. Genauso klingt das von ihr 2002 gegründete Quartett Cyminology. Sie gründete außerdem den polynationalen Divan der Kontinente, kuratierte das Festival Female Voice of Iran und arbeitet mit den Musikern der Berliner Philharmoniker zusammen.
In diesem Jahr erhält erhält Cymin Samawatie den Hauptpreis der RUTH 2018.
Sa, 7. Juli, 14:30 Uhr Große Bühne Heidecksburg (Ruth-Preisverleihung) | So, 8. Juli, 13:00 Uhr Schminkkasten
Bildrechte: cyminology.de
Kostas Theodorou alias Dine Doneff (Griechenland), Kontrabass
Dine Doneff & Maria Dafka (Griechenland) - RUTH-Preisträger 2018 Eigentlich ist Dine Doneff ein in Deutschland geborener Mazedonier, aber aufgewachsen ist er in Griechenland und in dortigen Jazzkreisen als Kostas Theodorou bekannt. Wenn er sich musikalisch auf seine Wurzeln besinnt, dann tritt er als Dine Doneff auf. Er entdeckte die junge Maria Dafka und förderte sie. Dafka ist mittlerweile eine Meisterin auf dem Akkordeon Bajan, und Doneff spielt die Trommel Tapan sowie Gitarre und Tambura. Zusammen ergibt das Musik zwischen Tradition und Jazz, basierend auf Lied- und Tanztraditionen des Balkans.
Sa, 7. Juli, 15:15 Uhr Große Bühne Heidecksburg (Ruth) | So, 8. Juli, 15:00 Uhr Neumarkt
Bildrechte: TFF/Rudolstadt/Agentur
Die Band Steve Earle & The Dukes
Steve Earle & The Dukes (USA) 1995 startete Earle sein Comeback mit dem Album "Train a comin'" in Nashville - seit über 30 Jahren macht er inzwischen Musik zwischen Rock, Folk, Blues und Bluegrass. Er arbeitete mit allen Größen der Branche zusammen und allein über 50 Filme schmücken sich mit seinen Songs. Dabei ist er eines nicht: bequem. Politisch und sozial engagiert bewegt er sich immer stramm links der Mitte, "unpatriotisch" legt er sich mit den Konservativen an, engagiert sich gegen die Todesstrafe. Auch Drogenabstürze und Gefängnis gehören zu seinem Leben. Neben der Musik arbeitet er als Schauspieler, Schriftsteller und Radiomoderator. Sein jüngstes Album trägt den vielsagenden Titel "So you wanna be an Outlaw".
Do, 5. Juli, 22:30 Uhr Konzertbühne
Bildrechte: Eric Brown
Die Band Ganes
Ganes (Italien) Sie singen über die Sagen und Mythen ihrer Heimat. Ihren Bandnamen wählten sie nach den mythischen Figuren jener Wassernixen, die angeblich im Flüsschen hinter dem Haus ihrer Eltern in La Val badeten: Die Schwestern Elisabeth und Marlene Schuen kommen aus der Bergwelt der Dolomiten. In La Val (= Wengen) wird Ladinisch gesprochen, eine Sprache, mit der sich sonst nur rund 30.000 andere Südtiroler verständigen. Seit 2017 die Bassistin Natalie Plöger zur Band stieß, haben Ganes eine neue musikalische Sprache für die Märchen gefunden.
Sa, 7. Juli, 19:30 Uhr Konzertbühne | So, 8. Juli, 11:00 Uhr Schminkkasten
Bildrechte: Nora Blum
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Haig Papazian und Hamed Sinno von Mashrou' Leila aus Libanon
Mashrou Leila (Libanon) Wütend und sanft, so könnte man ihre Musik beschreiben, aber es würde dieser Band nicht gerecht werden. Mashrou Leila spielen eine sinnliche Mischung aus alternativem Rock und orientalischer Musik. Ihre arabischen Texte über korrupte Politiker, blinden Nationalismus und das Recht auf Liebe für jeden Menschen provozieren auch selbsternannte Sittenwächter. Die Anhängerschaft dieser ikonischen Band wächst, nicht nur im Nahen Osten.
Fr, 6. Juli, Große Bühne Heinepark
Bildrechte: IMAGO