Die Sächsische Staatskapelle Dresden in der Semperoper
Die Sächsische Staatskapelle Dresden in der Semperoper Bildrechte: dpa

Webchannel Klassik im Konzert | 21.-28.01.2019

Sie möchten klassische Musik aus dem Programm des MDR-Kulturradios hören? Rund um die Uhr? – Auch 2019 kein Problem! Der Webchannel bietet Ihnen besondere Konzerte und Produktionen mit hochkarätigen Klangkörpern aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie renommierten Gastensembles. Außerdem können Sie die Kantate vom Wochenende hören. Hier finden Sie das aktuelle Programm.

Die Sächsische Staatskapelle Dresden in der Semperoper
Die Sächsische Staatskapelle Dresden in der Semperoper Bildrechte: dpa

Péter Eötvös zum 75. Geburtstag

Aufführung am 13.01.2019, Dresden, Semperoper

Werke: Péter Eötvös: "zeroPoints" für Orchester
Robert Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54
Béla Bartók: Konzert für Orchester Sz. 116

Interpreten Yuja Wang, Klavier
Staatskapelle Dresden
Leitung: Lionel Bringuier

Péter Eötvös, Komponist. Ein Mann mit kurzem grauen Haar und Bart, sitzt im Wiener Opernhaus und schaut freundlich in die Kamera.
Péter Eötvös Bildrechte: imago/SKATA

Sein Debüt in Symphoniekonzerten der Staatskapelle eröffnet Lionel Bringuier mit "zeroPoints" des Capell-Compositeurs Peter Eötvös, der dieses Werk als Hommage an Pierre Boulez komponierte und gleichzeitig eine Reminiszenz an seine musikalische Sozialisation in den 1950er- und 60er-Jahren schuf. Uraufgeführt wurde die Komposition 1999 durch das London Symphony Orchestra.

Eötvös wurde 1958 als 14-Jähriger von Zoltán Kodály an der Musikakademie Budapest aufgenommen, wo er bis 1965 studierte. 1966 folgte ein Dirigierstudium an der Kölner Musikhochschule. 1968-76 arbeitete Eötvös mit dem Ensemble von Karlheinz Stockhausen zusammen und war 1971-79 am Studio für Elektronische Musik des WDR in Köln tätig.

Dann berief ihn Pierre Boulez zum musikalischen Leiter des Ensemble intercontemporain. 1991 gründete er das Internationale Eötvös Institut für junge Dirigenten und Komponisten in Budapest. Außerdem leitet er in aller Welt Meisterkurse und Seminare.

Großen Einfluss auf Eötvös hatte sein ungarischer Landsmann Béla Bartók, dessen virtuoses Konzert für Orchester auf das 1845 in Dresden uraufgeführte Klavierkonzert von Robert Schumann mit Yuja Wang als Solistin folgt.

Die chinesische Pianistin Yuja Wang
Yuja Wang Bildrechte: Matthias Creutziger

Die Pianistin, die in Peking, im kanadischen Calgary und im amerikanischen Philadelphia studierte, lebt heute in New York. 2012 spielte sie gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 3 unter der Leitung von Xian Zhang. Seit 2015 konzertiert sie u. a. mit dem San Francisco Symphony Orchestra, dem Russischen Nationalorchester und den Wiener Philharmonikern.

Lionel Bringuier ist seit 2014 Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters Zürich. Davor leitete er in Spanien das Orquesta Sinfónica de Castilla y León in Valladolid. Als Gastdirigent arbeitet er mit zahlreichen renommierten Orchestern innerhalb und außerhalb Europas zusammen.  

Laufzeit im Webchannel: Peter Eötvös zum 75. – 94‘19

MDR Sinfonieorchester spielt usbekische Musik

Aufführung am 20.01.2019, Leipzig, Gewandhaus

Werke: Suleiman Yudakov: "Choresmische Festprozession"
Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83
Peter Tschaikowski: Sinfonie h-Moll op. 74 "Pathétique"

Interpreten: Francesco Piemontesi, Klavier
MDR Sinfonieorchester
Leitung: Aziz Shokhakimov

Zeitversetzte Sendung bei MDR KULTUR am 20.01.2019

Kritiker und Freunde von Brahms bezeichneten dessen viersätziges Konzert als "Sinfonie mit obligatem Klavier", da er darin konzertante und sinfonische Elemente verschmolz. Beim Konzert im Gewandhaus interpretiert der Schweizer Francesco Piemontesi den Klavierpart, den Brahms stets dialogisieren und entscheidende Impulse geben lässt.

Das MDR-Sinfonieorchester und der Dirigent Aziz Shokhakimov beginnen das Programm zunächst mit einem außerordentlich festlichen Werk: der "Choresmischen Festprozession" von Shokhakimovs usbekischem Landsmann Suleiman Yudakov (1916-1990). Choresm, eine historische Landschaft im heutigen Usbekistan, gehörte seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. zu den Zentren menschlicher Hochkultur. Yudakov schlägt in seiner Komposition Brücken zwischen westlicher Sinfonik und der Klangwelt Zentralasiens.

Tschaikowskis 6. Sinfonie, die "Pathétique" ist die am stärkstem autobiografisch gefärbte seiner Sinfonien. Hier verarbeitet der übersensible Künstler seine Qualen und Leiden – trotz großer Erfolge zu Lebzeiten.

Laufzeit im Webchannel: Usbekische Musik – 109‘01

Kantate: Johann Sebastian Bach: "Ach Gott, wie manches Herzeleid", BWV 3

Interpreten: Conrad Zuber, Sopran (Chorsolist)
Martin Deckelmann, Alt (Chorsolist)
Martin Petzold, Tenor
Gotthold Schwarz, Bass

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Georg Christoph Biller

Sendung bei MDR KULTUR am 20.01.2019

Sänger des Leipziger Thomaner-Chors anläßlich eines Festaktes zum 20jährigen Dienstjubiläum von Thomaskantor Georg Christoph Biller am 01.12.2012 im Neuen Rathaus Leipzig.
Sänger der Thomanerchors Leipzig Bildrechte: IMAGO

Die Choralkantate "Ach Gott, wie manches Herzeleid" komponierte Bach für den zweiten Sonntag nach Epiphanias und führte sie am 14. Januar 1725 in Leipzig erstmals auf. Der vor über 800 Jahren gegründete Thomanerchor ist Leipzigs älteste kulturelle Einrichtung.

Im Chor singen heute rund hundert Jungen im Alter von neun bis 18 Jahren. Einen Schwerpunkt der Arbeit bildet das reiche musikalische Erbe Johann Sebastian Bachs. Von 1992 bis 2015 wurde der Knabenchor von Georg Christoph Biller geleitet, dem 16. Thomaskantor in Bachs Nachfolge.

Laufzeit im Webchannel: Kantate – 22‘01

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2019, 10:16 Uhr