Ende März | Berlin | Lieder mit Botschaft "Musik und Politik"

Außenansicht der Berliner Volksbühne
Die Berliner Volksbühne - 2019 erstmals Festival-Spielstätte Bildrechte: dpa

Podium für politisch engagierte Künstler

Das dreitägige internationale Festival "Musik und Politik" gibt es seit 2000. Zeitpunkt war bisher Mitte Februar, 2019 wurde es erstmals auf Ende März verschoben. Von 1970 bis 1990 fand in Berlin/DDR das Festival des politischen Liedes statt, als Treffpunkt politisch engagierter Musiker aus der ganzen Welt mit interessiertem Publikum. 1991-94 knüpfte das ZwischenWelt-Festival an diese Tradition an. Im Jahr 2000 gelang dann der Neustart. Seit 2001 trägt das Festival seinen heutigen Namen.

Ein Prinzip dieses Festivals ist, dass es sich nicht an bestimmten musikalischen Genres oder Einzelthemen festhält. Es werden Künstlerinnen und Künstler, die politisch aktiv sind mit ihrer Musik, auf die Bühne geholt. Es gibt auch Künstler, die sich an weitergehenden Aktivitäten beteiligen, zum Beispiel Flüchtlingen helfen. Es ist also Musik und sie ist politisch motiviert.

Holger Schade, Mitveranstalter Neues Deutschland, 26.02.2016

Umzug von der WABE in die Berliner Volksbühne

Wichtigste Spielstätte war bisher stets das Kulturzentrum WABE im Stadtbezirk Prenzlauer Berg. 2019 finden die großen Konzerte, wie seinerzeit beim Festival des politischen Liedes, in der Volksbühne statt. Das musikalische Spektrum reicht vom klassischen Liedermacher mit Gitarre oder Klavier über Rockpoesie, Hip-Hop bis hin zum Musikkabarett.

Liederbestenliste und Ausstellung zur Liedgeschichte

In der Veranstaltungsreihe "Liederbestenliste präsentiert" stellen bekannte Liedermacher wie Konstantin Wecker oder Barbara Thalheim zwei oder drei weniger bekannte Kollegen vor. Auf dem Programm des Festivals stehen außerdem Diskussionsrunden und jedes Jahr eine Ausstellung zur nationalen und internationalen Liedgeschichte, ergänzt um Filmvorführungen und Hörstationen.

Ausgerichtet wird das Festival vom gemeinnützigen Verein Lied und soziale Bewegungen e.V., der sich außerdem um die Dokumentation des Erbes der Liedkultur seit den 60er-Jahren kümmert, besonders der Liedermacher- und Singebewegung der DDR.

Über dieses Thema berichtet MDR KULTUR im Radio: Folk und Welt | mittwochs | 21:00 Uhr

Lisa Bassenge im Live Sommerkonzert von MDR FIGARO in Leipzig.
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