TFF Rudolstadt Heidecksburg Burgterrasse Draufblick
Bildrechte: MDR/Marco Prosch

Folk, Roots und Weltmusik | 05.-08.07.2018 Rudolstadt-Festival: Dauerkarten ausverkauft

In Rudolstadt läuft immer am ersten Juli-Wochenende Deutschlands größtes Festival für Folk und Weltmusik. 100.000 Gäste strömen dazu in die thüringische Kleinstadt. In diesem Jahr setzte der Run auf die Tickets besonders früh ein.

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Das Rudolstadt Festival ist schon drei Wochen vor dem Start am 5. Juli ausverkauft. Wie die Veranstalter mitteilten, sind alle 25.000 Dauer- und Kombikarten bereits weg. An der Tageskasse gebe es eine Woche vor dem Festival-Start nur noch Tickets für die Innenstadt, die den Eintritt für Heine-Park und Heidecksburg allerdings nicht mit einschlössen. Die Kapazitäten für die beiden Veranstaltungsorte seien "einfach erschöpft". Petra Rottschalk vom Organisationsteam kündigte zugleich an, dass das Festival auf eine neue und zugleich alte Bühne zurückkehre. So werde der Festsaal der Ludwigsburg mit kleineren Konzerten bespielt.

130 Bands und Solokünstler aus aller Welt - Arbeiterlied-Projekt

Den Auftakt des Festivals bestreitet diesmal die israelische Sängerin und Aktivistin Yael Deckelbaum. Das Programm bis 8. Juli gestalten dann 130 Bands und Solokünstler aus aller Welt, dazu gehören die Preisträger des Deutschen Weltmusikpreises RUTH Cymin Samawatie und Gisbert zu Knyphausen. Außerdem geben die britische Singer-Songwriter-Ikone Graham Nash und US-Countryrock-Legende Steve Earle & The Dukes eines ihrer wenigen Deutschland-Konzerte. Länderschwerpunkt ist Estland.

Steve Earle & The Dukes
Steve Earle & The Dukes Bildrechte: Eric Brown

Außerdem laufen Workshops, Ausstellungen und ein Kinderfest. Präsentiert werden soll beim Festival 2018 auch das Arbeiterlied-Projekt "Nie kämpft es sich schlecht für Freiheit und Recht". Rottschalk zufolge wird dazu eine CD erscheinen, eine Ausstellung auf der Heidecksburg gezeigt sowie ein Symposium veranstaltet. Unterstützt wurde das Projekt auch von der Bundeskulturstiftung mit 80.000 Euro. Deutlich werden soll, wie sich die politischen Texte im Laufe der Zeit gewandelt haben.

Wechsel an der Spitze

Seit fast 30 Jahren kommen in der thüringischen Kleinstadt Künstler aus der ganzen Welt zusammen, bis zu 100.000 Besucher zählen die Veranstalter. Ulrich Doberenz, der das Festival seit seiner Gründung 1991 stetig weiter entwickelt hat, gibt seine Position als Leiter nach dem Festival 2018 ab. Die Nachfolge übernimmt ab September Simone Dake, derzeit Chefin des Festival- und des Künstlerbüros. Doberenz bleibt Sprecher des Weltmusikpreises RUTH.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur kompakt | 12. Juni 2018 | 13:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2018, 17:32 Uhr

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