Eine Harfe wird gespielt
Die Harfe ist Paraguays Nationalinstrument. Bildrechte: Sixto Corbalán

Webchannel Folk im Konzert | 30.11.-07.12.2018

Der Webchannel "Folk im Konzert" bringt rund um die Uhr Aufzeichnungen vom Rudolstadt-Festival, Deutschlands größtem Festival für Folk, Roots und World Music. Jeden Freitag gegen 10 Uhr startet eine neue Folge. Eine Woche lang können Sie dann in der Regel zwei Konzerte hören. Hier finden Sie das aktuelle Programm. Außerdem hören Sie im Webchannel die Sendung "Folk und Welt".

von Peter Eichler

Eine Harfe wird gespielt
Die Harfe ist Paraguays Nationalinstrument. Bildrechte: Sixto Corbalán

Sixto Corbalán (Paraguay) – TFF Rudolstadt 2011

Was liegt in der Vorweihnachtszeit näher, als auch in diesem Webchannel der Harfe, dem Instrument der Engel, Raum zu geben. Schließlich sind es deren zarte Klänge, die uns in der Weihnachtszeit in Stimmung versetzen. Nun erklingen in dieser 1. Adventswoche nicht nur engelsgleiche Kompositionen, aber sehr lyrische Stücke sind dabei.

Der paraguayische Harfenist Sixto Corbalán
Sixto Corbalán Bildrechte: Sixto Corbalán

Poetisch und kraftvoll, so lässt sich die Musik und das Harfenspiel von Sixto Corbalán am besten beschreiben. Geboren wurde er in Paraguay, und da dort die Harfe einen hohen Stellenwert in der Musik hat, ist es nicht verwunderlich, dass auch Sixto Corbalán Harfenist wurde. Die Folklore seines Landes ist ihm wichtig, aber nicht in der süßlichen Touristenfassung, sondern modern und gern geht er den Kreuzweg zwischen Volksmusik sowie Bossa Nova, Jazz, Country und Rock – Klassik nicht zu vergessen.

2011 gehörte Sixto Corbalán zum Ensemble derer, die das "magische Instrument" Harfe in in einem großen Konzert präsentierten. Hier bei MDR KULTUR ist er in dieser Woche als Solist zu hören und zeigt uns, wie vielsaitig und vielseitig das wunderbare Instrument Harfe sein kann.

Laufzeit im Webchannel: Sixto Corbalán – 59‘05

Paul Millns (Großbritannien) – Theaterkahn Dresden 2012

Vor sechs Jahren zum 40. MDR Kultur-Theaterkahn gab es das erste Mal ein rein englischsprachiges Konzert. Der Londoner Singer-Songwriter Paul Millns war damals Gast. Er gehörte schon in den wilden 70ern zu den Protagonisten des Rock, Blues und Soul im Vereinigten Königreich. Angefangen hatte es mit Bands wie Sweet Thunder oder Spare Rib, es folgten Tourneen mit Stars wie Eric Burdon, Alexis Korner oder Louisiana Red.

Paul Millns
Paul Millns Bildrechte: imago/STAR-MEDIA

Irgendwann wollte er nicht mehr nur der Pianist oder Keyboarder in der Band sein, sondern sich selbst als Solist verwirklichen. Diesen Traum lebt er seit 40 Jahren und hat den Schritt nie bereut. Heute ist Paul Millns eine Musikerpersönlichkeit fern des Mainstreams mit einem unverwechselbaren Charisma. Er ist ein Geschichtenerzähler, der seine Stories in den Soul- oder Bluestrain setzt und mit seiner markanten, jedoch weichen Stimme, wunderbare Balladen erzählt – an seiner Seite der kanadische Bluesharmonikaspieler Butch Coulter.

Eine britische Zeitung schrieb einmal: "Wenn es so etwas wie eine musikalische Gerechtigkeit gibt, dann muss Paul Millns die größten Konzerthallen des Landes füllen". Der Saal des Theaterkahns in Dresden fasst nur 200 Konzertbesucher, dafür gab es mit Paul Millns ein Konzert wie im Wohnzimmer.

Laufzeit im Webchannel: Paul Millns – 62‘21

Folk und Welt - die Sendung vom 28.11.2018

Die WORLD MUSIC CHARTS EUROPE mit Grit Friedrich

Mehr als 50 Radio-DJs zwischen Helsinki, Sofia, Lissabon, Athen, Moskau und Berlin senden ihre Titellisten monatlich an die WORLD MUSIC CHARTS EUROPE. Aus den 20 vorn plazierten Alben vom November läuft hier eine Auswahl - mit Andrew Cranshaw, einem Harfenspieler aus London, der sich mit seiner Band Sans intensiv mit Musikkulturen beschäftigt, finnische Stimmen und eine armenische Duduk begegnen sich auf KULKU.

Stella Chiweshe aus Simbabwe spielt das Daumenklavier Mbira
Stella Chiweshe aus Simbabwe spielt Mbira Bildrechte: imago/Votos-Roland Owsnitzki

Aus Tunesien kommt das Album Ammar 808. BIG BROTHERS nannten Winston McAnuff & Fixi ihr neues Werk, der Jamaikaner und der Franzose mit einer Liebesererklärung an die Karibik, inklusive Akkordeon. Die Mbira-Königin Stella Chiweshe aus Zimbabwe und Fatoumata Diawara (Mali) liegen Generationen auseinaner, das Afrojazz Kollektiv Bokante aus New York trifft auf ein Tanzorchester aus den Niederlanden auf dem Album WHAT HEAT. Die Türkin Gaye Su Akyol singt auf İstikrarlı Hayal Hakikattir Liebeslieder und apokalyptische Texte über eine aus den Fugen geratene Welt, betäubt vom Nargilequalm.

Laufzeit im Webchannel: Folk und Welt – 59‘55

Zuletzt aktualisiert: 03. Dezember 2018, 15:10 Uhr