Impressionen vom Rudolstadt Festival 2016 - die Bühne bei Nacht
Nächtliches Konzert auf der Heidecksburg beim Rudolstadt-Festival Bildrechte: MDR/Holger John

Webchannel Folk im Konzert | 14.-21.09.2018

Der Webchannel "Folk im Konzert" bringt rund um die Uhr Aufzeichnungen vom Rudolstadt-Festival, Deutschlands größtem Festival für Folk, Roots und World Music. Jeden Freitag gegen 10 Uhr startet eine neue Folge. Eine Woche lang können Sie dann in der Regel zwei Konzerte hören. Hier finden Sie das aktuelle Programm. Außerdem hören Sie im Webchannel die Sendung "Folk und Welt".

von Peter Eichler

Impressionen vom Rudolstadt Festival 2016 - die Bühne bei Nacht
Nächtliches Konzert auf der Heidecksburg beim Rudolstadt-Festival Bildrechte: MDR/Holger John

Suzanne Vega (USA) – TFF Rudolstadt 2006

Suzanne Vega, Musikerin, auf einer Bühne mit Gitarre ins Mikrofon singend.
Suzanne Vega Bildrechte: IMAGO

Die bekennende New Yorkerin erschien 1985 auf der Bildfläche und schaffte schon nach zwei Jahren mit ihrem zweiten Album "Solitude Standing" den Durchbruch. Vorausgegangen waren Jahre der gemeinsamen Arbeit mit der Folk-Legende Jack Hardy, der jeden Monat eine LP mit zwölf Songs von unterschiedlichen Musikern veröffentlichte. Suzanne Vega profitierte davon wie auch die Musikerkollegen Paul Kaplan oder Rod MacDonald. Suzanne Vega allerdings erwischte den besten Start, denn die Single – Auskopplungen "Luka" und "Tom’s Dinner“ – das waren die Zugpferde für viele andere schöne Songs, die wir der Künstlerin verdanken.

Nach den Wünschen der Platten-Labels hat sich Suzanne Vega nie gerichtet. Ihr war Zeit wichtig, die sie zum Schreiben der Lieder haben wollte und Selbstbestimmung, was ihren Stil anging. Der wirkt meist etwas distanziert, vielleicht auch kühl und trotzdem seelenvoll. Das besondere ihres Konzerts 2006 beim TFF Rudolstadt: Es begann um Mitternacht auf Großen Bühne der Heidecksburg, und schon allein daraus ergab sich die besondere Atmosphäre.

Hans-Eckardt Wenzel (Deutschland) – Rudolstadt-Festival 2018

Wenzel
Wenzel Bildrechte: MDR/Olaf Parusel

Er ist der wohl produktivste Liedermacher in Deutschland. Schaut man sich sein Werk an, so vergeht fast kein Jahr, in dem nicht zwei CDs von ihm erscheinen. Überbordende Produktivität ist bei Wenzel gepaart mit Poesie, interessanten, häufig eingängigen Melodien, philosophischem Denken und klarer politischer Haltung.

Normalerweise gilt in Rudolstadt: Wer dort einmal auf der Bühne stand, wird kein zweites Mal eingeladen. Wenzel hat 2018 diese Regel gesprengt. 2003 hatte er beim Festival den Deutschen Weltmusikpreis RUTH erhalten. Jury-Begründung:

Die Eigenständigkeit seines Klanges entsteht aus dem Gewöhnlichen, aus dem gelebten Leben. So lässt jeder Ton, jedes Wort bei Wenzel einen das Leben und das Leben ‚vor diesem Leben’ erfühlen. Ohne viel Umschweife, fast karg und spröde, sagen Wenzels Lieder alles über die Befindlichkeiten einer Generation und ihres gesellschaftlichen Umfelds aus.

Nun stand Hans-Eckardt Wenzel im Juli 2018 erneut auf der Bühne der Heidecksburg und präsentierte dort eine Melange aus erprobten Songs seines langjährigen Schaffens als Liedermacher. Immer wieder erstaunlich ist, wie selbst etwas angejahrte Lieder sich in das aktuelle gesellschaftliche Geschehen einfügen und dass sie über die Zeiten kaum an Brisanz verlieren. Und viele seiner Songs sind inzwischen so bekannt, dass sie vom Publikum mitgesungen werden.

Wenzel beim Konzert auf der Heidecksburg
Wenzel im Juli 2018 beim Konzert auf der Heidecksburg Bildrechte: MDR/Holger John

Außer in seinem eigenen Konzert stand er 2018 beim Arbeiterlied-Projekt gemeinsam mit Künstlern aus mehreren Ländern auf der Bühne der Heidecksburg. Wenzels Woody-Guthrie-Adaption "Die Erde ist da für dich und mich" gab dem Konzert den Titel.

Folk und Welt - die Sendung vom 12.09.2018

Neuvorstellungen mit Johannes Paetzold

Die Singer-Songwriterin Madeleine Peyroux.
Madeleine Peyroux Bildrechte: IMAGO

Zu hören: die nordirische Band The Breath, die Singer-Songwiterin Madeleine Peyroux aus den USA, Out of Nations, Dhafer Youssef, der Jazzmusiker aus Tunesien, Robert Svärd aus Schweden mit Flamenco, angolanischer Fado mit Aline Frazão, der Mix aus Country und Gospel mit den Dixie Nightingales aus dem USA-Staat Tennessee.

Konzerttips: Di Grine Kuzine in Leipzig in der Moritzbastei am 13. September

Außerdem: Ellen Schweda war beim Mediaval Festival in Selb in Franken und hat dort Alan Stivell und Carlos Nunez getroffen.

Zuletzt aktualisiert: 12. September 2018, 14:17 Uhr