Frank-Walter Steinmeier spricht anlässlich der Vorstellung der Neuausstattung der Galerie mit Gemälden aus der DDR im Schloss Bellevue. Hinter ihm hängt das Gemälde "Januskopf" (1977) von Harald Metzkes.
Frank-Walter Steinmeier bei der Ausstellungseröffnung. Hinter ihm hängt das Gemälde "Januskopf" von Harald Metzkes. Bildrechte: dpa

30. Jubiläum des Mauerfalls Schloss Bellevue erinnert mit DDR-Bildern an friedliche Revolution

Frank-Walter Steinmeier spricht anlässlich der Vorstellung der Neuausstattung der Galerie mit Gemälden aus der DDR im Schloss Bellevue. Hinter ihm hängt das Gemälde "Januskopf" (1977) von Harald Metzkes.
Frank-Walter Steinmeier bei der Ausstellungseröffnung. Hinter ihm hängt das Gemälde "Januskopf" von Harald Metzkes. Bildrechte: dpa

Im Berliner Schloss Bellevue werden anlässlich des 30. Jubiläums des Mauerfalls fünf Gemälde von DDR-Künstlern gezeigt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnete die Ausstellung in der Eingangsgalerie von Schloss Bellevue am Donnerstag. Damit werde an die friedliche Revolution erinnert, so Steinmeier, es handele sich um Kunst, die in den Jahren etwa seit der Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 bis zum Mauerfall entstanden seien. Die Bilder verwiesen auch darauf, dass "es immer möglich, aber immer auch riskant ist, seinen eigenen Weg zu gehen".

Diese Bilder hängen hier als eine Verbeugung vor diesen – und vor allen anderen – Künstlern, auch den Schriftstellern, Musikern, Theaterleuten in der DDR, die etwas riskiert haben, weil sie ihren eigenen Augen, ihrem eigenen Herzen, ihrem eigenen künstlerischen Gewissen folgen wollten, ja folgen mussten – und nicht einer verordneten, parteilichen Sicht auf die Welt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Die ausgestellten Werke stammen von Hartwig Ebersbach "Kaspar - kopfüber im Damenstiefel" (1987), Angela Hampel "Medea II" (1986), Harald Metzkes "Januskopf" (1977 ), Trak Wendisch "Seiltänzer" (1984) sowie Günter Firit "Das Fenster" (1982). Es sind Leihgaben vom Museum Moritzburg aus Halle an der Saale, von der Neuen Nationalgalerie in Berlin, von der Städtischen Galerie Dresden sowie von der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank. Zu sehen gibt es die Gemälde bis zum 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung im Oktober 2020.

"Kleine, aber feine Auswahl"

Der Kurator Christoph Tannert, Experte für Kunst aus der DDR, bezeichnete die Schau bei MDR KULTUR als eine "kleine, aber feine Auswahl". Der Bundespräsident habe sich dabei gut beraten lassen: "Interessant ist, dass in der Auswahl drei Städte mit ihren Entwicklungen in der DDR zum Zuge kommen, zwei Generationen, diverse Stile und Haltungen." Es sei eine späte, aber nicht zu späte Würdigung für Künstler, die in der DDR gearbeitet hätten.

Auf jeden Fall ist das eine wichtige Anerkennung der Lebensleistung dieser ostdeutschen Maler und Malerinnen. Aber natürlich kann man das auch auf die ganze Künstler/Künstlerinnenschaft der DDR beziehen.

Christoph Tannert, Kurator und Experte für Kunst der DDR
Frank-Walter Steinmeier spricht in Anwesenheit seiner Frau Elke Büdenbender anlässlich der Vorstellung der Neuausstattung der Galerie mit Gemälden aus der DDR im Schloss Bellevue. 6 min
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Das Schloss Bellevue zeigt zum 30. Jahrestag des Mauerfalls Gemälde von DDR-Künstlern. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verwies bei der Eröffnung darauf, dass es immer möglich sei, "seinen eigenen Weg zu gehen."

MDR KULTUR - Das Radio Fr 30.08.2019 07:10Uhr 06:04 min

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 29. August 2019 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. September 2019, 13:22 Uhr