Ausblick Diese Serien sollte man 2020 sehen

Neue Serien von "Star Wars", "Star Trek" und aus dem Hause Marvel bringt das Jahr ebenso wie neue ganz Geschichten von "Freud" bis "Unorthodox". Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten: "Babylon Berlin" und "Bad Banks" zum Beispiel, die 2020 mit neuen Staffeln an den Start gehen.

Patrick Stewart und Jonathan Frakes in "Picard"
Patrick Stewart und Jonathan Frakes in "Star Trek Picard" Bildrechte: CBS Interactive, Inc.

Während im Kino viele Filmstarts bis ins Jahr 2027 durchorganisiert sind, ist der Streaming-Markt hart umkämpft – deswegen lassen sich viele Anbieter nicht gerne in die Karten gucken. Es kommen auch jedes Jahr neue dazu – bei uns ab März ganz offiziell Disney Plus, dann wird unter anderen die "Star Wars"-Serie "The Mandalorian" zu sehen sein, von der wir bisher nur Baby Yoda von vielen Bildern aus dem Netz kennen. Außerdem die Serie "The Falcon and the Winter Soldier", der Versuch von Marvel, sein Filmuniversum noch weiter aufs Serienuniversum zu erweitern.

Trekkies können sich freuen

Wer eher zur "Star Trek"-Fraktion als zur "Star Wars"-Fraktion gehört, für den hat Amazon Prime schon im Januar das erste Highlight, denn dann startet "Star Trek Picard" – tatsächlich mit Patrick Stewart in seiner Rolle als Jean Luc Picard auf der Kommandobrücke der Enterprise, allerdings im nächsten Kapitel seines Lebens. Wem das noch nicht reicht: Die dritte Staffel "Star Trek Discovery" kommt im Februar auf Netflix.

Neue deutschsprachige Eigenproduktionen

Überhaupt fährt Netflix im Frühjahr 2020 groß auf, vor allem was deutsche und österreichische Eigenproduktionen angeht. "Freud", eine Zusammenarbeit von Netflix mit dem ORF zum Beispiel, mit einem Sigmund Freud, den wir so noch nie gesehen haben, gespielt von Robert Finster. Es geht um einen Mann auf der Suche nach Anerkennung, zwischen zwei Frauen, Vernunft und Trieben.

Robert Finster als Freud
"Freud": Eine ORF-Netflix-Koproduktion mit Robert Finster als Sigmund Freud. Bildrechte: Netflix

Genau wie die Mini-Serie "Unorthodox", inspiriert vom gleichnamigen Roman von Deborah Feldman. Das Drehbuch haben die Serienexpertinnen Anna Winger und Alexa Karolinski geschrieben, die Regie hat Marie Schrader geführt. Es geht um eine junge New Yorker Jüdin, die mit ihrem Sohn nach Berlin flieht und sich auf die Suche nach ihrer eigenen Identität macht.

Guillermo del Toro als Produzent gibt dem Regienachwuchs die Chance in der Horror-Anthologie-Serie "10 after midnight", und Jordan Peele schickt in "Hunters" ein Team von Aussenseitern im New York der 70er-Jahre auf blutige Nazi-Jagd.

Spannende Fortsetzungen stehen an

Zwei junge Männer stehen staunend im Wald.
"Sex Education 2": ein Wiedersehen mit Otis und Gilian Bildrechte: Netflix

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten wird es in der Neuauflage der lesbischen Serie "The L Word" geben. Außerdem dürfen sich Fans auf "Sex Education 2" freuen, mit Gillian Anderson, da war Staffel eins schon sehr unterhaltsam. Die Serie erzählt von einem Jungen, der erste sexuelle Erfahrungen sammeln will und verdauen muss, dass seine Mutter Sexualtherapeutin ist. Die Serie "The Umbrella Academy" um eine dysfunktionale Patchworkfamilie voller Superhelden geht ebenfalls in eine zweite Runde.

Außerdem stehen für mehrere Serienformate Abschiede an, zum Beispiel von "Pastewka", dem Comedy-Format mit Bastian Pastewka, dass nach zehn Staffeln endet, genauso wie die "Dark"-Trilogie zu Ende geht. Nach "Deutschland 83" und "Deutschland 86" wird es diesmal "Deutschland 89" geben: Der Grenzsoldat und Spion Martin ist in dieser deutschen Serie in den Wirren des Mauerfalls zu sehen.

Öffentlich-rechtliche Produktionen halten mit

Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) im Moka Efti
Mit "Babylon Berlin 3" geht der Serienerfolg in eine neue Runde Bildrechte: MDR/ARD Degeto/X-Filme/Beta Film/Sky Deutschland/Frédéric Batier

Die ZDF-Serie "Bad Banks", Staffel zwei, taucht ein in die Bankenwelt, wieder mit Paula Beer, diesmal in Berlin. "Babylon Berlin", Staffel drei, erzählt von einem Mordfall in der Filmbranche: Eine Schauspielerin wird erschlagen von einer Lampe, mitten während der Dreharbeiten. Zu sehen im Januar bei Sky, später dann in der ARD.

Im Serienjahr 2020 startet außerdem die zweite Staffel vom "Institut", eine Produktion des BR, eine großartige Satire mit dem wunderbaren Untertitel "Oase des Scheiterns" – über ein Kulturinstitut im Nahen Osten. Der Mehrteiler "Oktoberfest 1900" um den Kampf zweier Münchner Bierbrauer-Familien gehört ebenso zu den deutschen Serienerfolgen wie "Der Überläufer" nach Siegfried Lenz. Und es geht eine Ära zu Ende: Im März läuft nach 34 Jahren die allerletzte Folge der "Lindenstraße". Da wird dann ein letztes Mal Fernsehgeschichte geschrieben.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 02. Januar 2020 | 12:10 Uhr

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