Rückblick und Ausblick Staatliche Kunstsammlungen Dresden planen Vermeer-Ausstellung für 2021

Trotz der Corona-Pandemie ziehen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine positive Bilanz und setzen für 2021 auf Highlights: Eine Ausstellung zum niederländischen Maler Vermeer soll eine der spektakulärsten Schauen der SKD werden.

Johannes Vermeer, Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster / Girl Reading a Letter at an Open Window, um / c. 1659 Aktueller Zwischenzustand der Restaurierung zum 16. January 2020, Öl auf Leinwand / current intermediate state of the restoration on 16 January 2020, oil on canvas
Vermeers Bild "Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster" soll in der kommenden Ausstellung im Fokus stehen. Bildrechte: SKD/Wolfgang Kreische

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) ziehen trotz der Corona-Pandemie eine positive Bilanz. Das gabder Museumsverbund am Dienstag auf einer Pressekonferenz bekannt. Man habe über den Sommer vom innerdeutschen Ferientourismus profitiert und mehr Besucher verzeichnet als unter Corona-Bedingungen erwartet. Wichtige Ausstellungen konnten mit Verzögerung doch noch eröffnet werden: zuletzt die große Ernst-Barlach-Retrospektive im Albertinum und "Inspiration Handwerk" im Japanischen Palais.

Große Vermeer-Ausstellung im März 2021

Auch für 2021 setzt der Museumsverbund auf Highlights: Die Ausstellung zum niederländischen Maler Jan Vermeer werde eine der spektakulärsten Schauen in ihrer Geschichte, kündigten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden an. Hochkarätige Leihgaben aus vielen Teilen der Welt sollen im März 2021 in der Gemäldegalerie Alte Meister zusammen kommen. Im Zentrum der Ausstellung steht das frisch restaurierte Werk "Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster" sowie weitere neun Gemälde Vermeers, die zu dem Bild in enger Beziehung stehen. Auch in angespannten unsicheren Zeiten brauche es mutige Entscheidungen, sonst könne man gar nichts machen, sagte Generaldirektorin Marion Ackermann.

Eine weiteres Ausstellungsprojekt im kommenden Jahr widmet sich einer übergreifende Darstellung der Gestaltung in Ost- und Westdeutschland für den Zeitraum der Teilung. "Deutsches Design 1949 – 1989. Zwei Länder, eine Geschichte" soll im Oktober 2021 zu sehen sein.

Für 2020 und das erste Halbjahr 2021 plant der Museumsverbund allerdings mit nur 40 Prozent der üblichen Erlöse und hofft dann ab dem Sommer auf 70 Prozent.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 22. September 2020 | 12:30 Uhr