Stefan Moses, 2003
Stefan Moses, Aufnahme aus dem Jahr 2003 Bildrechte: dpa

Porträtierer der Deutschen Fotograf Stefan Moses ist tot

Stefan Moses, 2003
Stefan Moses, Aufnahme aus dem Jahr 2003 Bildrechte: dpa

Der Fotograf Stefan Moses ist tot. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb Moses bereits am Samstag im Alter von 89 Jahren. "Den großen Porträtisten der Deutschen" hat ihn der Publizist Christoph Stölzl genannt, er selber sah sich eher als Handwerker, der auch in Zeiten der Farbfotografie dem Schwarz-Weiss den Vorzug gab.

Ein Chronist der Bundesrepublik

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war Moses als Theaterfotograf am Nationaltheater Weimar tätig. Seit 1950 lebte er in München, wo er durch seine Reportagen für den Stern erste Bekanntheit erlangte. Die Porträts zahlreicher Persönlichkeiten wie Thomas Mann, Ilse Aichinger, Erich Kästner, Otto Dix, Heinrich Böll, Günter Grass, Willy Brandt, Peggy Guggenheim oder Theodor W. Adorno machten Moses zum Chronisten der Bundesrepublik. Für seine Fotos holte er die Menschen aus ihrem Arbeitsumfeld heraus und ließ vor einem einfach grauen Leinentuch posieren. 2004 erhielt er dafür das Bundesverdienstkreuz.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | MDR KULTUR Kompakt | 06. Februar 2018 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Februar 2018, 08:50 Uhr

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