Künstlerin Monster Chetwynd vor dem Londoner Museum Tate Britain
Die Künstlerin Monster Chetwynd vor dem Londoner Museum Tate Britain. Bildrechte: imago/ZUMA Press

London Tate Britain verbannt 2019 Männer-Kunst aus Dauerausstellung

Künstlerin Monster Chetwynd vor dem Londoner Museum Tate Britain
Die Künstlerin Monster Chetwynd vor dem Londoner Museum Tate Britain. Bildrechte: imago/ZUMA Press

Das Londoner Kunstmuseum Tate Britain verbannt 2019 männliche Künstler. Wie der "Guardian" berichtet, sollen in der Abteilung für britische Kunst ab 1960 ausschließlich Künstlerinnen wie Bridget Riley, Rachel Whiteread oder Monster Chetwynd gezeigt werden.

Museumsdirektorin Maria Balshaw sagte dem "Guardian" weiter, sie hoffe, dass den Besuchern kein Unterschied auffällt, weil die weiblichen Künstler ein fester Bestandteil der Kunstgeschichte sein sollten. Über 60 Werke von 30 Künstlerinnen sollen 2019 ausgestellt werden.

Das sei eine sehr radikale Geste, sagte die Chefredakteurin der Kunstzeitschrift "Monopol", Elke Buhr, im Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur. Das Museum helfe damit, "den überholten eurozentristischen, weißen, männlichen Kanon der Kunst aufzubrechen". Sie hofft auf Nachahmer in Deutschland.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 20. Dezember 2018 | 10:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Dezember 2018, 11:05 Uhr

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