Theater Plauen-Zwickau Tänzer und Choreograf Bronislav Roznos gestorben

Der Tänzer, Choreograf und ehemalige Ballettdirektor am Theater Plauen-Zwickau Bronislav Roznos ist tot. Wie das Theater am Mittwoch mitteilte, starb der gebürtige Tscheche bereits am 1. April im Alter von 54 Jahren in Dresden.

Roznos brach mit den Vorstellungen des klassischen Balletts

Ein schwarz-weiß Bild des Choreografen und Tänzers Bronislav Roznos.
Bronislav Roznos verstarb am 1. April 2021 im Alter von 54 Jahren. Bildrechte: picture alliance/dpa/Volkstheater Rostock | Dorit Gätjen

Bronislav Roznos stammte aus der tschechischen Stadt Hodonin und begann nach eigenen Angaben bereits im Alter von zehn Jahren mit dem Tanzen. Nach seiner Ausbildung am Konservatorium in Brünn und an der Akademie der Künste in Prag führten ihn seine Engagements von Ulm über Mannheim bis nach Zwickau, wo er 1995 mit nur 28 Jahren den Posten des Ballettdirektors und Chefchoreografen übernahm. Während seines Schaffens in Zwickau choreografierte er Stücke wie "Die Erschaffung der Welt", "Tanzmarathon" oder "Schumann's Art".

2009 wechselte er dann nach Rostock ans dortige Volkstheater. Dort brach er mit den Vorstellungen über das klassische Ballett: "Dabei ging es ihm nie nur um die äußere Form des Tanzes – erst der tiefe Blick in die menschliche Seele verlieh seinen Stücken den besonderen Atem", heißt es in einer Mitteilung des Volkstheaters.

Inklusives Tanztheater in Dresden

Während seines Aufenthalts in Rostock arbeitete er zusätzlich auch als Gastchoreograf am Nationaltheater Prag, an der Staatsoper Prag und am Nationaltheater Brünn. Im Jahr 2013 zog es Roznos dann nach Dresden, wo er als freischaffender Choreograf arbeitete. In der sächsischen Hauptstadt widmete er sich vorrangig dem von ihm gegründeten Projekt "multifil identity", einem inklusiven Tanztheater, für das er 2016 auch den Mitteldeutschen MOSAIK-Inklusionssonderpreis in Halle verliehen bekommen hat.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 08. April 2021 | 06:30 Uhr

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