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Mit dem Shakespeare-Stück "Hamlet" ist das Anhaltische Theater Dessau zum Berliner Theatertreffen 2023 eingeladen. Bildrechte: Claudia Heysel

"Bemerkenswerte Inszenierung"Theater Dessau mit "Hamlet" zum Berliner Theatertreffen eingeladen

Stand: 26. Januar 2023, 14:52 Uhr

Die Inszenierung "Hamlet" des Anhaltischen Theaters Dessau nimmt am Berliner Theatertreffen 2023 teil. Das teilten die Verantwortlichen auf einer Pressekonferenz am Donnerstag mit. Die Jury wählte das Shakespeare-Stück in der Fassung des österreichischen Regisseurs Philipp Preuss unter die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen der Saison im deutschsprachigen Raum.

Theater Dessau überzeugt mit atemberaubendem Bühnenbild

Die Jury hob das "atemberaubende Bühnenbild" von Ramallah Sara Aubrecht hevor, die mit Spiegeln, videobespielten Vorhängen und einer bis in die Bühne ragenden Tafel die Hölle als Spiegelkabinett entwerfe. Vor dieser Kulisse würden die Figuren ein "zombiehaftes Wesen" treiben und der Klassiker in eine gespenstische Albtraumlandschaft verwandelt.

Vom Theater Dessau nach Berlin: "Hamlet" wurde zum Theatertreffen eingeladen. Bildrechte: Claudia Heysel

"Ein Entkommen aus diesem Bunker der Gekränkten, der sich im Frühjahr 2022 ganz von selbst bis nach Moskau zu verlängern schien, ist zu jedem Zeitpunkt ausgeschlossen", heißt es weiter in der Begründung der Jury, die einen aktuellen Bezug zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine in der "Hamlet"-Inszenierung von Philipp Preuss erkennt.

Berliner Theatertreffen erprobt 2023 neue Formate

Die Jury sichtete in diesem Jahr insgesamt rund 460 Inszenierungen. In die Auswahl schafften es beispielsweise auch "Ein Sommernachtstraum" von Regisseur Antú Romero Nunes am Theater Basel und "Ophelia's Got Talent" von Florentina Holzinger an der Berliner Volksbühne. Das Schauspielhaus Bochum und das Wiener Burgtheater sind in diesem Jahr gleich doppelt eingeladen.

Das Berliner Theatertreffen findet vom 12. bis 28. Mai erstmals unter neuer Leitung statt. Seit September wird das Festival von vier Theatermacherinnen aus Polen, der Ukraine und Deutschland geleitet. Künftig sollen beim Theatertreffen die zehn Inszenierungen auch von zehn Treffen begleitet werden. Die Formate sollen sich etwa mit dem Ukraine-Krieg, der belarussischen Protestbewegung oder Feminismus auseinandersetzen.

Quelle: Website des Berliner Theatertreffens, dpa / redaktionelle Bearbeitung: Valentina Prljic

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Dieses Thema im Programm:MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 26. Januar 2023 | 13:30 Uhr