Bühne Bautzener Schauspieler Götz Schweighöfer gestorben

Götz Schweighöfer
Götz Schweighöfer Bildrechte: Miroslaw Nowotny

Der Bautzener Schauspieler Götz Schweighöfer ist tot. Nach Angaben des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters starb er am Sonntag im Alter von 61 Jahren nach schwerer Krankheit. Demnach hatte Schweighöfer von 2000 bis 2008 zum Ensemble des Theaters gehört und war seitdem freischaffender Schauspieler. In der Mitteilung heißt es weiter, Schweighöfer werde dem Publikum als charaktervoller Darsteller und humorvoller Mensch in Erinnerung bleiben, "der mit künstlerischer Hingabe und schauspielerischem Können" gespielt habe.

Aufgewachsen in einer Altenburger Theaterfamilie

Schweighöfer stammt aus einer Theaterfamilie: Sein Vater war Intendant, seine älteren Brüder sind ebenfalls Schauspieler und er ist der Onkel des Filmstars Matthias Schweighöfer. Geboren in Rudolstadt, wuchs Götz Schweighöfer in Altenburg auf und absolvierte seine Schauspielausbildung an der Theaterhochschule "Hans Otto" in Leipzig.

Später hatte er Engagements unter anderem am Landestheater Eisenach und bei der Altenburg-Gera Theater GmbH. Schweighöfer spielte in Bautzen diverse Rollen von Klassikern bis zur Boulevard-Komödie, darunter den Karl Moor in Friedrich Schillers "Die Räuber", den schwarzen Müller in "Krabat" nach Otfried Preußler und die Titelrolle in "Frederick oder Der Boulevard des Verbrechens". Aus dem festen Engagement sei er 2008 aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden. Auch danach sei er aber noch beim Bautzener Theatersommer aufgetreten, etwa als Bang Johansen in der "Olsenbande".

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 22. März 2021 | 12:30 Uhr

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