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Schauspieler Hanns-Jörn Weber aus Dresden Bildrechte: Historisches Archiv der Sächsischen Staatstheater/Kerstin Theurich

Staatsschauspiel Dresden

Dresdner Schauspieler Hanns-Jörn Weber gestorben

Stand: 19. Februar 2021, 09:34 Uhr

Hanns-Jörn Weber war eine Dresdner Schauspielerlegende, in mehr als 100 Rollen bewies er am Staatsschauspiel Dresden seine große Wandlungsfähigkeit und war in "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" zu sehen. Nun ist der Schauspieler mit 79 Jahren gestorben.

Der Dresdner Schauspieler Hanns-Jörn Weber ist tot. Wie das Staatsschauspiel Dresden mitteilte, starb Weber am Mittwoch im Alter von 79 Jahren. Weber war zwischen 1970 bis 2007 Ensemblemitglied des Staatsschauspiels Dresden. Hier war er in mehr als 100 Rollen zu sehen, zum Beispiel als Parzival in Christoph Heins "Die Ritter der Tafelrunde", als Peachum in Brechts "Dreigroschenoper" oder als Philipp II in Schillers "Don Karlos".

Hanns-Jörn Weber war einer der prägenden Persönlichkeiten des Schauspielensembles. Er war unverkennbar in seiner Art Theater zu spielen und zu leben: er war eine Dresdner Schauspielerlegende.

Aus der Mitteilung des Staatsschauspiels Dresden

Auch abseits der Bühne engagierte sich Hanns-Jörn Weber für das Staatsschauspiel Dresden – etwa durch seine langjährige Tätigkeit als Mitglied des Personalrats. Daneben wirkte er in Fernsehproduktionen wie "Sachsens Glanz und Preußens Gloria", in einigen Episoden der Serie "Polizeiruf 110" und im "Tatort" mit.

Auf mitteldeutschen Bühnen unterwegs

Hanns-Jörn Weber wurde am 16. Dezember 1941 in Bromberg geboren. 1963 legte er nach einem abgebrochenen Studium an der Babelsberger Filmhochschule sowie anschließendem privatem Schauspielunterricht die Bühnenreifeprüfung ab. Seine Bühnenengagements führten ihn zunächst an das Harzer Bergtheater und an die Städtischen Bühnen Quedlinburg. Es folgten Engagements beim Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und bei den Bühnen der Stadt Magdeburg, bis er 1970 ans Staatsschauspiel Dresden kam.

Hanns-Jörn Weber in einer Inszenierung von Brechts "Dreigroschenoper" Bildrechte: Historisches Archiv der Sächsischen Staatstheater/H. L. Böhme

Dieses Thema im Programm:MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 19. Februar 2021 | 07:30 Uhr