Vom Sänger zum Chef Freiberg: Sergio Raonic Lukovic wird Intendant des Mittelsächsischen Theaters

Mittelsächsisches Theater in Freiberg, Sachsen
Blick auf das Mittelsächsische Theater in Freiberg Bildrechte: imago images / Sylvio Dittrich

Der Bassbariton Sergio Raonic Lukovic wird neuer Intendant des Mittelsächsischen Theaters. Das melden mehrere Medien unter Berufung auf Aufsichtsratsmitglieder des Theaters. Lukovic ist damit Nachfolger von Ralf-Peter Schulze, der das Haus aber noch bis Juli 2022 leiten soll. Insgesamt hatten sich sieben Frauen und 25 Männer auf den Posten beworben.

Ensemble-Mitglied seit 2007

Sergio Raonic Lukovic
Sergio Raonic Lukovic Bildrechte: Stefan Leitner/Mittelsächsisches Theater

Lukovic wurde 1978 im kroatischen Split geboren. Er studierte unter anderem in Wien und Dresden Gesang. Bereits während seines Studiums erhielt er mehrere Stipendien und Preise. Seit 2007 ist er am Mittelsächischen Theater engagiert, wo er als Publikumsliebling gilt. Er übernahm Titelrollen in Mozarts "Figaro" und Massenets "Don Quichotte", Kaspar im "Freischütz", Baron Ochs im "Rosenkavalier" und überzeugte als Tevje in "Anatevka". Seit 2012 wechselt er gelegentlich die Seiten und inszenierte beispielsweise die Operette "Nacht in Venedig" von Johann Strauss auf der Seebühne Kriebstein.

Die Entscheidung des Gremiums, das aus Vertretern der Städte Döbeln und Freiberg sowie des Landkreises Mittelsachsen besteht, fiel den Berichten zufolge einstimmig aus. "Er hat eine hohe Akzeptanz beim Publikum und kann sehr gut einschätzen, was notwendig ist, um das Theater zukunftsfähiger und für neue und jüngere Zuschauer attraktiver zu machen", wird Gremiumsmitglied Jörg Woidniok, Chef der CDU/RBV-Kreistagsfraktion und Leiter des Amtes für Betriebswirtschaft und Recht in Freiberg in der "Freien Presse" zitiert.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 17. November 2020 | 16:10 Uhr

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