Aufgeschoben, nicht aufgehoben Theater Erfurt: Mit Puccini und Poetry-Slam-Konzert in die neue Spielzeit

Mit Puccinis "Manon Lescaut" zeigt das Theater Erfurt in der Spielzeit 2021/22 die lange geplante Premiere von Generalintendant Guy Montavon. Gleich zwei Uraufführungen gibt es im Frühjahr 2022 mit der Oper "Julie und Mao" von Jeffrey Ching und der Adapton des Astrid-Lindgren-Romans "Mio mein Mio". Das Philharmonische Orchester hofft, ab Herbst wieder in großer Besetzung spielen zu dürfen: Schostakowitsch, Bruckner und Mahler, aber auch ein Poetry-Slam-Konzert zu Griegs "Peer-Gynt"-Suiten.

Blick auf Theaterbühne in Erfurt aus Zuschauerperspektive vom Rang: Weiter, runder Winkel, tief liegende Bühne, rote Farben und Holz.
In der neuen Spielzeit soll sich das Theater Erfurt wieder füllen. Bildrechte: Theater Erfurt

Das Theater Erfurt hat am Montag seine Pläne für die kommende Spielzeit 2021/22 vorgestellt. Ab Oktober wird demnach eine Mischung aus Neuem und Aufgeschobenem zu sehen sein – einige Inszenierungen, die in den vergangenen Monaten coronabedingt gar nicht oder nur kurz zu sehen waren, stehen erneut auf dem Spielplan.

Puccini und Strauss-Adaption

So soll sich im Oktober 2021 der Vorhang für Puccinis "Manon Lescaut" öffnen, eine Inszenierung von Generalintendant Guy Montavon, die bislang nicht öffentlich gezeigt wurde. Auch die Operettenadaption "Die Rache der Fledermaus" von Johann Strauss, eigentlich als Silvester-Produktion im vergangenen Winter geplant, soll im November 2021 endlich gezeigt werden.

Uraufführungen: Lindgrens "Mio mein Mio" musikalisch

Ab dem Frühling 2022 dominieren dann gleich zwei Uraufführungen das Programm: In der Oper "Julie und Mao" spürt Komponist Jeffrey Ching der wahren Lebensgeschichte Chow Ching Lies nach, einer Chinesin, die mit viel Ehrgeiz ihren Traum verfolgte, Pianospielerin zu werden. Die Premiere ist für März geplant. Im April folgt mit "Mio mein Mio" eine musikalische Adaption des Astrid-Lindgren-Romans von Peter Leipold, dem 2. Kapellmeister am Meininger Staatstheater. Die Produktion richtet sich explizit nicht nur an jüngeres Publikum, wie es heißt.

Hoffen auf Sinfoniekonzerte in großer Besetzung

Das Philharmonische Orchester hofft, ab dem Herbst wieder mit kompletter Besetzung spielen zu dürfen und hat dementsprechend eine ganze Reihe an Sinfoniekonzerten geplant: So werden Werke von Schostakowitsch, Bruckner und Mahler zu erleben sein. Zudem plant man ein Poetry-Slam-Konzert zu Griegs Peer-Gynt-Suiten: Neben der Musik werden sich Poetry Slammer mit dem literarischen Phänomen Peer Gynt auseinandersetzen.

Neue Leitung für StudioBox

Personelle Veränderungen gibt es in der kommenden Spielzeit 2021/22 in der StudioBox, der Bühne für unkonventionellere Formate am Theater Erfurt: Mila van Daag und Markus Weckesser werden die Leitung der Box übernehmen. Ihr Auftrag ist es, sie zunehmend etwa für Kooperationen mit der lokalen Kulturszene und der Freien Szene zu öffnen. Neben "Kunst der Flucht", einem Theaterprojekt von Pedro Kadivar, sollen hier das Jugendschauspiel "Mongos" und die Kammeroper "In der Strafkolonie" gezeigt werden.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 21. Juni 2021 | 16:30 Uhr

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