Corona-Pandemie Theater Plauen-Zwickau bleibt bis Ende März geschlossen

Vogtlandtheater Plauen: Ein Theater mit klassizistischer Fassade im Sonnenschein.
Das Vogtlandtheater Plauen Bildrechte: Theater Plauen-Zwickau/Peter Awtukowitsch

Die Leitung des Theaters Plauen-Zwickau hat beschlossen, den Spielbetrieb bis vorläufig Ende März 2021 einzustellen. Grund dafür sind die aktuelle Lage bezüglich der Corona-Pandemie und die zu erwartenden weiteren Einschränkungen bis weit ins neue Jahr hinein, wie das Theater am Mittwoch mitteilte. Diesen Termin setze das Theater ohne Anweisung durch eine Allgemeinverfügung, die immer nur für maximal einen Monat gültig sein kann.

Es sei nicht zu erwarten, dass vor Ende März ein Spielbetrieb möglich sein wird, begründete das Theater seine Entscheidung. Außerdem sei es für den Theaterbetrieb notwendig, längerfristig zu planen. Das Theater Plauen-Zwickau geht damit noch über die Empfehlung der sächsischen Kultusministerin Barbara Klepsch hinaus, die staatlichen Häuser in Sachsen bis Ende Februar zu schließen.

Man hangelt sich von Allgemeinverfügung zur Allgemeinverfügung, die immer nur für vier Wochen ausgegeben werden. Das heißt, dass man immer einen Plan machen, um dann wieder am Start zu sein. Das ist mit vielen logistischen, organisatorischen Fragen verbunden. Auch der gesunde Menschenverstand sagt, dass Virusinfektionen bis ins Frühjahr hinein dauern. Das sind die Gründe, weshalb wir jetzt gesagt haben wir werden hier doch eine längere Erschließung ins Auge fassen.

Roland May, Generalintendant Plauen-Zwickau
Roland May, Generalintendant & Schauspieldirektor Theater Plauen-Zwickau 9 min
Bildrechte: MDR/Judith Burger

Spielbetrieb soll zu Ostern beginnen

Als Wiedereinstieg in den Spielbetrieb ist nun die Eröffnung des Zwickauer Gewandhauses um Ostern 2021 geplant - mit der gleichzeitigen Wiederaufnahme des Spielplanes. Allerdings ist das nur ein vorläufiger Termin. "Wenn wir Mitte Februar nicht wirklich Aussicht haben, dass für Ostern öffnen können, dann wird wieder verschoben", stellt Intendant Roland May klar. Doch das gilt auch in die andere Richtung: Sollte sich das Infektionsgeschehen im Januar wirklich verbessern, könnten schon früher kleine Formate gezeigt werden. Aktuell finden in Plauen jedoch keine Proben statt.

Bis dahin sollen weiterhin digitale Angebote produziert und veröffentlicht werden, wie das Theater ankündigte. Mit dem längeren Schließungszeitraum möchte das Theater auch einen eigenständigen Beitrag im Rahmen der Forderungen nach Kontaktbeschränkungen und der generellen Reduzierung von Begegnungen zur Milderung des Infektionsgeschehens leisten.

Kultur während der Pandemie

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 16. Dezember 2020 | 13:30 Uhr