Corona-Krise Lockdown verlängert: Thüringer Theater schließen bis Ende März

Theatersaal Gera Innenansicht
Weder Spiel- noch bis Probenbetrieb im Theater Altenburg-Gera Bildrechte: Theater Altenburg-Gera/Frank Hülsbömer

Die Thüringer Theater bleiben bis Ende März geschlossen. Wie Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff nach einer Telefonkonferenz mit den Intendantinnen und Intendanten der Theater und Orchester sowie den Verbänden der freien Theaterszene, wird der Spielbetrieb mit Blick auf das Infektionsgeschehen im Freistaat weiter ausgesetzt. Sie wollten somit Verantwortung übernehmen, Kontakte zu vermeiden und die Pandemie in den Griff zu bekommen, hieß es weiter in der Mitteilung. Die nächste Zusammenkunft des Gremiums sei für Februar geplant. Bisher war die Theaterschließung bis Ende Februar festgelegt worden.

Altenburg-Gera stellt auch Probenbetrieb ein

Opernchor Theater Altenburg Gera
Eigentlich sollte der Probenbetrieb weiterlaufen, nun nicht mehr. Bildrechte: Ronny Ristok

Während die Vorstellungen bereits seit November ausgesetzt sind, wurde fast überall der Probenbetrieb aufrecht erhalten. In der neuen Bestimmung heißt es jedoch, dass die Betriebsabläufe zur Kontaktvermeidung angepasst werden sollen. Insofern erklärte zum Beispiel das Theater Altenburg-Gera, auch der Proben- und Produktionsbetrieb werde eingestellt. Der Großteil der Mitarbeitenden sei in Kurzarbeit und nur wenige Personen aus Verwaltung und Haustechnik arbeiteten unter strengen Auflagen weiter.

Das Altenburger Land gehört seit Wochen zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Regionen in Thüringen. Der Freistaat hat aktuell den höchsten Corona-Inzidenz-Wert aller Bundesländer, inzwischen mehr als Sachsen.

Pädagogische Angebote ausgesetzt, Kassen geschlossen

Wann wieder Veranstaltungen stattfinden, werde erst kommuniziert, wenn die Wiederaufnahme des Spielbetriebs absehbar sei, hieß es weiter. Somit seien auch die Theaterkassen in Altenburg und Gera geschlossen. Sämtliche Mitmachangebote wie Kinder- und Jugendchor, Philharmonischer Chor, Kinder- und Jugendballett sowie pädagogische Angebote blieben ebenfalls bis auf Weiteres ausgesetzt.

Von alldem war im November 2020 noch nicht die Rede, Intendant Kay Kuntze erklärte damals, der Probenbetrieb sei für die Arbeitsmoral wichtig. Für den Beginn nach dem Lockdown liege der pandemiegerechte Spielplan schon bereit, der "Plan C".

Mehr zur Corona-Lage der Theater in Thüringen

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 18. Januar 2021 | 08:40 Uhr

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