Wirbel um Generalmusikdirektorin der TOOH Aufgelöst: Ariane Matiakh nicht mehr GMD der Staatskapelle Halle

Ariane Matiakh
Als Dirigentin bleibt Ariane Matiakh der TOOH noch erhalten. Bildrechte: Marco Borggreve

Jetzt ist es amtlich: Ariane Matiakh steht nicht mehr der Staatskapelle Halle vor. Wie die Theater, Oper und Orchester GmbH Halle am Dienstag mitteilte, wurde der Vertrag "auf ihren Wunsch" und "einvernehmlich" bereits zum 31. Januar 2020 aufgehoben.

Weiter hieß es, Matiakh werde dem Hallenser Publikum erhalten bleiben, "da sie alle mit ihr angekündigten und geplanten Sinfoniekonzerte in der laufenden und kommenden Spielzeit dirigieren wird". So gestalte sie in der laufenden Spielzeit wie geplant das 5. Sinfoniekonzert mit den Geschwistern Sharon und Ori Kam am 8. und 9. März 2020 sowie das 8. Sinfoniekonzert am 28. und 29. Juni 2020 mit Werken von Sibelius und Ravel und der Violinistin Alexandra Soumm.

"Stillschweigen vereinbart"

Zum Spielzeitbeginn im Herbst 2019 war Matiakh noch als neue Hoffnungsträgerin in Halle begrüßt worden. Halles Oberbürgermeister Wiegand erklärte, Matiakh würde das Team der künstlerischen Leitung des Theaters perfekt ergänzen. Von Seiten der Bühnen Halle hieß es, mit der international renommierten Französin habe man erstmals eine Dirigentin engagiert, die die lange Barocktradition in der Händel-Stadt fortführen und bereichern werde.

Am 29. Januar wurde bekannt, dass Matiakh das Haus vorzeitig verlasse. Als Grund für Matiakhs schnellen Abgang verlautete aus Aufsichtsratskreisen zunächst, sie wolle sich offenbar neuen Aufgaben widmen, es mangele an Präsenz vor Ort. Am Dienstag erklärte Pressereferent Piesk nun auf Anfrage von MDR KULTUR, über die Gründe der Vertragsaufhebung sei zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart worden.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 04. Februar 2020 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Februar 2020, 16:10 Uhr

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