Mann mit Kinderwagen vor Volkspolizisten auf der Karl-Marx-Allee in Ost-Berlin 1978
Ein Mann mit Kinderwagen läuft an Volkspolizisten auf der Karl-Marx-Allee in Ost-Berlin vorbei, 1978 Bildrechte: Harald Schmitt

Zum Tag der Friedlichen Revolution Ausstellung "Aufbruch im Osten": Fotos von Momenten des Widerstands

Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig zeigt zum 29. Jahrestag der entscheidenden Leipziger Montagsdemonstration im Herbst 1989 – der Friedlichen Revolution – die Ausstellung "Aufbruch im Osten". Bis zum April 2019 sind insgesamt 50 Aufnahmen des ehemaligen "Stern"-Fotografen Harald Schmitt zu sehen: Es sind Symbole tiefgreifender Veränderungen in der DDR und Osteuropa.

Mann mit Kinderwagen vor Volkspolizisten auf der Karl-Marx-Allee in Ost-Berlin 1978
Ein Mann mit Kinderwagen läuft an Volkspolizisten auf der Karl-Marx-Allee in Ost-Berlin vorbei, 1978 Bildrechte: Harald Schmitt

Am 9. Oktober 1989 versammelten sich mehr als 70.000 Menschen auf dem Innenstadtring in Leipzig, um für Freiheit und Demokratie zu demonstrieren und leiteten so die Friedliche Revolution auf dem Gebiet der ehemaligen DDR ein. Den 29. Jahrestag dieser entscheidenden Montagsdemonstration nimmt das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig nun zum Anlass für die Fotoausstellung "Aufbruch im Osten".

Zu sehen sind 50 Aufnahmen des langjährigen "Stern"-Fotografen Harald Schmitt aus den Jahren 1978 bis 1991. Sie dokumentieren, wie sich in dieser Zeit in der DDR – aber auch in Osteuropa – der Widerstand gegen das kommunistische System formierte und dieses schließlich zu Fall brachte. Durch die Gegenüberstellung verschiedener Schauplätze wird sichtbar, wie sich die Ereignisse gegenseitig beeinflussten.

Symbole tiefgreifender Veränderungen

Die Arbeiter feiern den Erfolg ihres Streiks auf der Danziger Lenin-Werft und tragen Arbeiterführer Lech Walesa über das Werftgelände.
Die Arbeiter feiern den Erfolg ihres Streiks auf der Danziger Lenin-Werft und tragen Arbeiterführer Lech Walesa über das Werftgelände. Bildrechte: Harald Schmitt

Der "Stern"-Fotograf Schmitt bildete Menschen und Orte des Umbruchs ab: Er beobachtete streikende Werftarbeiter in Danzig, verfolgte den stillen Protest der Friedensinitiativen in Ost-Berlin und Dresden sowie die Versammlungen auf dem Wenzelsplatz in Prag.

Dabei fing er immer wieder symbolträchtige Momente ein. So war er zum Beispiel auch dabei, als Moskauer Demonstranten nach dem Putsch 1991 die sowjetische durch die russische Fahne ersetzten. Er hat mit seinen Fotografien Augenblicke dokumentiert, die die tiefgreifenden Veränderungen des Jahrzehnts festhalten und so zu Bildikonen geworden sind.

Ein umgestürzter Stalin in Vilnius symbolisiert 1991 Litauens Unabhängigkeit von der Sowjetunion.
Ein umgestürzter Stalin in Vilnius symbolisiert 1991 Litauens Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Bildrechte: Harald Schmitt

Angaben zur Ausstellung "Aufbruch im Osten" - Fotografien von Harald Schmitt
09.10.2018 - 07.04.2019 | Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9:00 bis 18: 00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag: 10:00 bis 18:00 Uhr

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur kompakt | 09. Oktober 2018 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Oktober 2018, 04:00 Uhr

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