Coronakrise Sachsen beschließt zusätzliche Millionen-Hilfen für die Kulturszene

Luru Kino in Leipzig
Sachsen will auch Kinos in der Corona-Krise unterstützen – hier das Luru-Kino Leipzig. Bildrechte: Uwe Walter

Sachsen hat wegen der Coronakrise zusätzliche Hilfen für die Kulturszene beschlossen. In einer Mitteilung des Kulturministeriums vom Dienstag heißt es, darauf habe sich das Kabinett bei einer Klausurtagung geeinigt. Den größten Baustein bilde ein Paket für freie Kultureinrichtungen, die bislang zu wenig oder gar nicht auf Hilfsprogramme hätten zugreifen können.

So seien für freie Theater, Festivals und kulturelle Vereine 30 Millionen Euro vorgesehen. Demnach können die Einrichtungen jeweils einen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro bekommen, in begründeten Einzelfällen bis zu 50.000 Euro.

Entwicklung Corona-verträglicher Formate wird gefördert

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen erhält den Angaben zufolge sieben Millionen Euro. Das Geld solle unter anderem über das Stipendienprogramm "Denkzeit" an freie Künstler gehen, die von den bisherigen Hilfsprogrammen nicht profitiert hätten. Pro Antrag stünden 2.000 Euro zur Verfügung. Kulturministerin Barbara Klepsch sagte laut der Mitteilung, Ziel sei, künstlerischen Leistungen einen Wert beizumessen.

Hilfen auch für Kinos

Auch für die Entwicklung neuer Veranstaltungs-Formate in Corona-Zeiten gibt es ein Förderprogramm: Für "Denkzeit Event" stehen laut dem Ministerium insgesamt zwei Millionen Euro bereit. Zudem will die Landesregierung den rund 90 Kinos in Sachsen helfen. Für sie sei ein Paket im Umfang von 1,5 Millionen Euro geschnürt worden. Kinos mit bis zu fünf Beschäftigten sollen auf Antrag maximal 9.000 Euro Hilfe bekommen, größere Kinos bis zu 15.000 Euro. Weiter heißt es, sächsische Filmprojekte und lokale Medien würden mit je 1,5 Millionen Euro bezuschusst.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 10. Juni 2020 | 06:30 Uhr