Dorothee Bär und Andreas Scheuer bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2019 im Admiralspalast Berlin.
Dorothee Bär und Andreas Scheuer bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2019 im Admiralspalast Berlin. Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Ausgezeichnet Deutscher Computerspielpreis für "Trüberbrook"

Bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises in Berlin ging die höchst dotierte Auszeichnung an "Trüberbrook". Ein Game, in dem auch echte Handarbeit steckt. Die Macher von der bildundtonfabrik gewannen außerdem den Preis für die "Beste Inszenierung". Insgesamt waren 590.000 Euro in 14 Kategorien ausgelobt.

Dorothee Bär und Andreas Scheuer bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2019 im Admiralspalast Berlin.
Dorothee Bär und Andreas Scheuer bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2019 im Admiralspalast Berlin. Bildrechte: imago images / Jan Huebner

"Trüberbrook" heißt das beste deutsche Computerspiel. Dafür bekamen die Macher des Games, das zurzeit des Kalten Krieges inmitten einer fiktiven Schwarzwald-Idylle spielt, die mit 110.000 Euro höchstdotierte Auszeichnung. Zur festlichen Gala bei der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises in insgesamt 14 Kategorien waren rund 700 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur geladen, darunter Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Dorothee Bär als Bundesbeauftragte für Digitalisierung, TV-Darsteller Julian F.M. Stoeckel oder Sängerin Namika.

Preisgeld von 590.000 Euro - und noch ein Geschenk an die Branche

Scheuer und Bär hatten ein besonderes Geschenk für die Branche dabei, denn künftig wird die Bundesregierung die Entwicklung von Computerspielen "Made in Germany", fördern. Insgesamt stelle sein Ministerium in zwei Stufen 50 Millionen Euro zur Verfügung, erklärte Scheuer.

Der Deutsche Computerspielpreis gilt als wichtigste Auszeichnung der Branche in Deutschland und wird vom Verband game gemeinsam mit der Bundesregierung verliehen. Preisgelder in Höhe von insgesamt 590.000 Euro stehen zur Verfügung. Die 32-köpfige Jury hatte aus 272 Einreichungen die Gewinner in insgesamt 13 Kategorien ermittelt. Kriterien sind Spielspaß, Unterhaltung, künstlerische Qualität, Innovationscharakter oder pädagogisch-didaktischer Wert.

Die 14. Kategorie ist der Publikumspreis, der diesmal an das Rollenspiel "Thronebreaker: The Witcher Tales" des polnischen Entwicklerstudios CD Projekt Red ging. Als "Bestes Kinderspiel" wurde "Laika" von den Berliner Entwicklern Mad About Pandas gekürt. "Bestes Jugendspiel" wurde "Unforseen Incidents" von Blackwoods Entertainment aus Bochum und Application Systems aus Heidelberg. Auch Spiele, die einen ernsten Hintergrund haben und nicht primär der Unterhaltung dienen, wurden bedacht. In der Kategorie "Bestes Serious Game" holte sich die Hamburger Spieleschmiede Daedalic Entertainment den Preis mit "State of Mind", einem dystopischen Game, in dem die Handlung in einem futuristischen Berlin im Jahr 2048 angesiedelt ist, in der es aufgrund der digitaler Überwachung keine Privatsphäre mehr gibt. "Bestes internationales Spiel" wurde das Action-Adventure "God of War" von Sony Interactive Entertainment, das in der griechischen Antike spielt.

Doppelt abgeräumt: "Trüberbrook" auch für "Beste Inszenierung" ausgezeichnet

"Trüberbrook" erhielt außerdem den Preis für die "Beste Inszenierung". Die Handlung des Adventure-Spiels führt den amerikanischen Studenten Hans Tannhauser in die deutsche Provinz. Nachdem ihm dort eine Abhandlung über Quantenphysik gestohlen wird und er auf die Paläoanthropologin Gretchen Lemke stößt, geht das Abenteuer los. Doch nicht nur die kuriose Geschichte zeichnet das Spiel aus, sondern auch der in der Branche eher ungewöhnliche Ansatz, sämtliche Miniaturkulissen in der Werkstatt zu bauen, mit echtem Licht zu inszenieren und anschließend mittels Fotogrammetrie in dreidimensionale Ansichten umzuwandeln, was für eine außergewöhnliche Atmosphäre sorgt.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 09. April 2019 | 06:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. April 2019, 23:00 Uhr

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