Nach Intervention von Grütters Der "Dresdner Mars" ist zurück in Sachsen

Fast 100 Jahre war die Bronzestatue "Dresdner Mars" in Privatbesitz - jetzt wird die geglückte Rückkehr nach Sachsen mit einer ersten Schau gefeiert. Nach Angaben der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist die von Giambologna (1529-1608) geschaffene Bronzestatuette ab dem 24. Januar bis Ende März 2019 im Stadt- und Bergbaumuseum in Freiberg zu sehen.

Das ist eine großartige Skulptur, sie gehört zum Besten der Renaissance!

Stephan Koja, Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister

Verschiedene Besitzer

Die knapp 40 Zentimeter große Statuette des Kriegsgottes war im Jahr 1924 im Zuge der Fürstenabfindungen nach der Novemberrevolution über die Herrscherfamilie der Wettiner in den Kunsthandel gelangt. Sie kam zunächst in Privatbesitz und wurde 1983 schließlich der Bayer AG geschenkt. Der Pharmakonzern aus Leverkusen schließlich wollte die Statuette im vergangenen Juli in einer Aktion bei Sotheby's in London höchstbietend verkaufen. Nach öffentlichem Protest in letzter Minute, unter anderem von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, ruderte Bayer jedoch zurück. Der "Mars" konnte sodann mit Hilfe des Bundes und mehrerer Stiftungen erworben werden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Auf Sachsen-Tour

In den kommenden Monaten soll der "Mars" an verschiedenen Orten im Freistaat gezeigt werden. Zu Beginn soll er dabei auch auf die von einem Giambologna-Schüler geschaffene Grabkapelle der Wettiner im Freiberger Dom aufmerksam machen. Im Dezember 2019 wird das Werk dann in der neu eingerichteten Sempergalerie am Dresdner Zwinger mit drei Kleinbronzen wiedervereint, die Giambologna 1587 Kurfürst Christian I. von Sachsen zum Regierungsantritt geschenkt hatte. Der "Mars" gilt als national wertvolles Kulturgut.

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2019, 08:46 Uhr