National Book Award Leipzigerin Anja Kampmann geht bei US-Literaturpreis leer aus

Anja Kampmann
Die Schriftstellerin Anja Kampmann Bildrechte: MDR/Stephan Flad

Mit ihrem Debütroman ist Anja Kampmann im Rennen um die National Book Awards der USA gewesen, am Ende aber leer ausgegangen. Kampmann war in der Kategorie für übersetzte Literatur mit ihrem Werk "Wie hoch die Wasser steigen" nominiert, musste sich bei der Online-Gala in der Nacht zum Donnerstag aber der Japanerin Yu Miri und ihrem Buch "Tokyo Ueno Station" geschlagen geben. Kampmanns 2018 im Carl Hanser Verlag erschienenes Werk kam 2020 unter dem Titel "High as the Waters Rise" und übersetzt von Anne Posten in den USA heraus. Die gebürtige Hamburgerin studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ihr Roman wurde bereits mit dem Lessing-Förderpreis und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet.

In der Kategorie Belletristik gewann Charles Yu mit seinem Roman "Interior Chinatown", in der Kategorie Sachbuch wurden Tamara und Les Payne für ihr Werk "The Dead are Arising. The Life of Malcom X" ausgezeichnet. Die Autorin Don Mee Choi bekam den Poesie-Preis für "DMZ Colony". Kacen Callender wurde für ihr Jugendbuch "King and the Dragonflies" geehrt.

Einer der höchste Würdigungen für Bücher in den USA

Die National Book Awards gelten neben den Pulitzer-Preisen als bedeutendste Buch-Ehrungen der USA. Die Preise gingen unter anderem schon an Autoren wie William Faulkner, John Updike, Thornton Wilder, Don DeLillo, Susan Sontag und Jonathan Franzen.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 19. November 2020 | 09:30 Uhr