Fünf Männer sitzen auf einer Bühne.
Am Dienstag haben die Organisatoren der Buchmesse im Leipziger "Kaiserbad" ihr Programm vorgestellt. Von links: Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung), Martin Krafl (Projektkoordinator Gastland Tschechien), Carsten Tesch (Moderator MDR KULTUR), Oliver Zille (Chef der Buchmesse Leipzig), Elmar Husmann (Generalsekretär European Learning Industry Group (ELIG)). Bildrechte: MDR/Ben Haenchen

Ausblick Leipziger Buchmesse erwartet rund 2.500 Aussteller

Fünf Männer sitzen auf einer Bühne.
Am Dienstag haben die Organisatoren der Buchmesse im Leipziger "Kaiserbad" ihr Programm vorgestellt. Von links: Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung), Martin Krafl (Projektkoordinator Gastland Tschechien), Carsten Tesch (Moderator MDR KULTUR), Oliver Zille (Chef der Buchmesse Leipzig), Elmar Husmann (Generalsekretär European Learning Industry Group (ELIG)). Bildrechte: MDR/Ben Haenchen

Die Leipziger Buchmesse hat am Donnerstag ihr Programm für die diesjährige Ausgabe vom 21. bis 24. März präsentiert. Die Veranstalter erwarten über 2.500 Aussteller. Beim begleitenden Lesefest "Leipzig liest" stehen rund 3.600 Veranstaltungen an 550 Orten auf dem Programm. Damit ist das Programm etwa so groß wie im Vorjahr. Buchmesse-Direktor Oliver Zille sagte, ein "höher schneller weiter" werde es nicht geben: "Ich bin ganz froh, dass wir nicht weiter durch die Decke gegangen sind." Leipzig sei voll.

Gastland Tschechien

Die Hauptthemen sind tschechische Literatur sowie Krise und Chancen in Europa. Zille sagte, man werde auf der Buchmesse über vieles reden, "aber am Ende soll alles wieder zur Literatur zurückkehren." Insbesondere das Gastland Tschechien wird der Buchmesse seinen Stempel aufdrücken. Bei mehr als 130 Veranstaltungen wird tschechische Literatur zu erleben sein.

Das Nachbarland präsentiert 70 Neuerscheinungen und 55 Autorinnen und Autoren. Zille sprach von einem "einzigartigen" Programm des Gastlandes: "Ich bin mir sicher, dass unsere Leser großartige Entdeckungen machen und unseren Nachbarn in Zukunft mehr Aufmerksamkeit schenken werden."

Nach Messe-Angaben wird am Eingang der Glashalle die Revolution von 1989 als zentraler Bezugspunkt des tschechischen Auftritts zu sehen sein. Der Besucher treffe dort auf die Skulptur "Quo Vadis" des Künstlers David Cerný, einen Trabi auf vier Beinen. Die Skulptur erinnert an die Grenzöffnung und die Ausreise der Botschaftsflüchtlinge aus Prag.

Diskussionsreihe zum Zusammenbruch des Ostblocks

Ein weiterer Schwerpunkt der Buchmesse ist die neue Diskussionsreihe "The Years of Change 1989–1991", die gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung startet. Darin sollen die gesellschaftlichen Umbrüche im Ostblock vor 30 Jahren und die Folgen beleuchtet werden. "Die Reihe geht den Herausforderungen nach, zeigt Stolpersteine, aber auch Erfolgsgeschichten auf", sagte Zille.

Bunt und abenteuerlich geht es auf der parallel zur Buchmesse startenden Manga-Comic-Con zu. Geschichten über Superhelden, Widerstandskämpfer und Zwerge sollen die Besucher in ihren Bann ziehen. Zeichner aus den USA, Japan und Spanien wollen mit ihren Fans, die wieder zu Tausenden in knallbunten und schrillen Kostümen erwartet werden, ins Gespräch kommen.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 21. Februar 2019 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 16:33 Uhr

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