Marion Poschmann
Die Schriftstellerin Marion Poschmann Bildrechte: imago/Hoffmann

Auszeichnung für neue Literatur Klopstock-Preis geht an Marion Poschmann

Marion Poschmann
Die Schriftstellerin Marion Poschmann Bildrechte: imago/Hoffmann

Der diesjährige Klopstock-Preis für neue Literatur geht an Marion Poschmann für ihr Werk "Die Kieferninseln". Das teilte Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra MDR KULTUR mit. Ihr sei damit ein "ebenso zartes wie humorvolles Plädoyer für die Kunst der Betrachtung" gelungen, so die Begründung der Jury.

Robra sagte MDR KULTUR vorab: "In ihrem bezaubernden Roman begibt sich ein desillusionierter deutscher Privatdozent ins fernöstliche Reich des Schattens und erlebt dort traumhafte Realitäten. Das hat die Jury begeistert." In der Jury für den Klopstock-Preis ist auch MDR KULTUR-Literaturredakteurin Katrin Schumacher: "Wir haben uns gerne auf Marion Poschmann geeinigt - der es tatsächlich gelingt, in jedem ihrer Werke eine unverwechselbare, von Eigenheiten durchzogene Welt zu schaffen. Poetische Reiche, die gelehrt, filigran, oft auch sehr komisch sind."

Marion Poschmanns Werke schaffen es immer, sowohl die Literaturkritik als auch die Leserschaft zu überzeugen.

Katrin Schumacher, MDR KULTUR-Literaturredakteurin und Jurymitglied

Die Schriftstellerin Marion Poschmann

Marion Poschmann
Die Autorin Marion Poschmann ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Bildrechte: dpa

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik und Slawistik und lebt heute in Berlin. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Preise, zuletzt den Deutschen Preis für Nature Writing, den Düsseldorfer Literaturpreis und 2018 den Berliner Literaturpreis, zusammen mit der Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik im Sommersemester 2018. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Ihr Roman "Die Kieferninseln" hatte es zuletzt auch auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft.

Klopstock-Preis für neue Literatur

Der Klopstock-Preis für neue Literatur wird seit 2015 vom Land Sachsen-Anhalt vergeben und ist mit 12.000 Euro die höchste Literaturauszeichnung des Landes. Der mit 3.000 Euro dotierte Klopstock-Förderpreis geht in diesem Jahr an eine hallesche Enthnologin für ihr Romandebüt: "Die Hoffnungsvollen" ist im Mitteldeutschen Verlag unter dem Pseudonym Anna Sperk erschienen. "In ihrem Roman greift sie eindrucksvoll die Veränderungen der Bildungs- und Kulturlandschaft von der DDR ins vereinigte Deutschland auf", so die Jury. Die Preise werden am 3. September im Palais Salfeldt in Quedlinburg überreicht.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur Kompakt | 28. Mai 2018 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2018, 14:59 Uhr

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