Eine Vorzeichnung Gustav Klimts zum Bildnis der Marie Henneber
Es ist die dritte Skizze zum Bildnis der Marie Henneberg von Gustav Klimt, die im Besitz des Kunstmuseums Moritzburg Halle ist. Bildrechte: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Kunst Weitere Klimt-Zeichnung kommt nach Halle

Eine Vorzeichnung Gustav Klimts zum Bildnis der Marie Henneber
Es ist die dritte Skizze zum Bildnis der Marie Henneberg von Gustav Klimt, die im Besitz des Kunstmuseums Moritzburg Halle ist. Bildrechte: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle hat eine weitere Zeichnung des Jugendstilmalers Gustav Klimt (1862–1918) erworben. Wie Museumsdirektor Thomas Bauer-Friedrich am Dienstag sagte, handelt es sich um eine Skizze für das Bildnis der Marie Henneberg (1901/1902), das ebenfalls dem Museum gehört. Die Skizze war bereits in der Klimt-Schau des Museums von Oktober 2018 bis Januar 2019 zu sehen.

Die Zeichnung war bisher im Besitz einer Galerie in Wien. Zum Bestand der Moritzburg gehören damit nun drei Skizzen, die Klimt im Vorfeld des Henneberg-Porträts gezeichnet hat. Der Kaufpreis der Neuerwerbung bewegte sich nach Angaben des Museums im oberen fünfstelligen Bereich. Der Kauf wurde von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Stiftung der Saalesparkasse unterstützt.

Skizze veranschaulicht Klimts Arbeitsprozess

Thomas Bauer-Friedrich, Direktor des Kunstmuseums Moritzburg, präsentiert neben einer Reproduktion des Bildnisses der Marie Henneberg eine Vorzeichnung Gustav Klimts.
Thomas Bauer-Friedrich, Direktor des Kunstmuseums Moritzburg, präsentiert die Skizze neben einer Reproduktion des Bildnisses der Marie Henneberg. Bildrechte: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Der Kustos der Gemäldesammlung an der Moritzburg, Wolfgang Büche, sagte MDR KULTUR, das Besondere bei dem Bildnis der Marie Henneberg sei, dass es dafür nur wenige Skizzen gebe. Für andere Gemälde habe Klimt dagegen hunderte Zeichnungen angefertigt. Mit der dritten Skizze zu dem Werk "kann man sich so richtig diesen Arbeitsprozess von Klimt denken und auch nachvollziehen", so Büche.

Für die Klimt-Forschung sei es wichtig, dass man in Halle die Skizze jetzt im Zusammenhang mit dem Gemälde sehen könne. Büche zufolge soll die Zeichnung allerdings aus konservatorischen Gründen nicht dauerhaft ausgestellt werden, sondern zunächst nur für Fachleute zugänglich sein.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 12. Juni 2019 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2019, 10:02 Uhr

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