Pressekonferenz zur "musicpark" Leipzig
Präsentierten am Dienstag das Konzept für die "musicpark": Markus Geisenberger, Geschäftsführer Leipziger Messe GmbH (links), Projektdirektorin Stephanie Scholz (zweite von rechts), Creative Director Gerd Essl (rechts) und Gäste. Bildrechte: MDR/Felix Gebhardt

Vom 1. bis 3. November 2019 "musicpark": Leipzig bekommt neue Messe für Musiker

Die Musikmesse "musicpark" in Leipzig soll Anfang November eine Lücke in der deutschen Messe-Landschaft schließen: Die Veranstalter stellten am Dienstag ihr Konzept vor, das vor allem auf Mitmach-Angebote setzt.

Pressekonferenz zur "musicpark" Leipzig
Präsentierten am Dienstag das Konzept für die "musicpark": Markus Geisenberger, Geschäftsführer Leipziger Messe GmbH (links), Projektdirektorin Stephanie Scholz (zweite von rechts), Creative Director Gerd Essl (rechts) und Gäste. Bildrechte: MDR/Felix Gebhardt

Die Leipziger Messe hat am Dienstag das Konzept für ihre neue Musikmesse "musicpark" vorgestellt, die vom 1. bis 3. November 2019 erstmals ausgerichtet wird. Das Ziel ist laut den Veranstaltern, musikalische Anfänger und Profis gleichermaßen zum Ausprobieren und Mitmachen anzuregen. Einzigartig an dem Format sei, dass Musiker als Endkonsumenten im Fokus stünden. Vertreten seien die Bereiche Rock, Pop, elektronische und klassische Musik sowie Medienpädagogik.

Geplant sind Präsentationen von Instrumentenbauern, eine Verkaufsfläche für Musikalien und Zubehör, Bereiche zum Ausprobieren von Instrumenten und Gelegenheiten, sich Tipps von Profis geben zu lassen. Außerdem soll es bei der "musicpark" Live-Auftritte in Club-Atmosphäre geben. Dazu werden spezielle Sound-Kabinen aufgestellt, in denen bis zu 150 Besucher die Musik der Bands aus der Nähe erleben können. Angekündigt haben sich unter anderem Musiker der amerikanischen Rockband Evanescence oder der Keyboarder Zlatko Jimmy Kresic, der durch die Crossover-Konzertreihe "Rock Meets Classic" bekannt geworden ist.

Zusammen spielen und lernen

Kresic sagte am Dienstag in Leipzig, es gehe bei der "musicpark" um den Kerngedanken von Musik: "Ich kann auf neue Musiker zugehen, kann sie greifen, mit denen zusammenspielen und mich weiterbilden – alles auf einem Platz und ohne Barrieren, wie ein großes Orchester."

Auch Florian Speckhardt, Schlagzeuger der Mittelalter-Rock-Band In Extremo, warb für die Messe. Er sagte MDR KULTUR, was Musikmessen in Deutschland bisher fehle, seien das hautnahe Erlebnis und ein genreübergreifendes Zusammentreffen: "Begeisterung holt man sich heutzutage im Internet. Bei YouTube kann ich beispielsweise die besten Schlagzeuger der Welt 24 Stunden lang gucken." Dabei sei es viel schöner, die Leute zusammenbringen und sich nicht nur über Social Media zu verknüpfen. Bei der "musicpark" sollten sie "mal einen Tag zusammen spielen und merken, wie die Verbindung ist."

Leipziger Musikszene soll eingebunden werden

Auch die Leipziger Musikszene soll an der Messe beteiligt werden. Projektdirektorin Stephanie Scholz sagte MDR KULTUR, der Förderverein für die Kultur- und Kreativwirtschaft "Kreatives Sachsen" werde Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden organisieren. Geplant seien auch Gespräche über Leipziger Clubs und die Elektroszene. Außerdem gehe es um die Frage, wie man als Musiker im Alltag überleben könne.

Aus dem Klassik-Bereich werden unter anderem das Landesjugendorchester Sachsen und das tschechische Staatsorchester bei der "musicpark" vertreten sein.

Die Messe "musicpark" 1. bis 3. November 2019
Neue Messe Leipzig

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 14. Mai 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2019, 08:29 Uhr

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