Ein Banner mit der Aufschrift 'DOK Leipzig' hängt in einer Fußgängerpassage.
Der letzte Tag des DOK Leipzig hat begonnen. Bildrechte: dpa

DOK Leipzig-Ticker "Lord of the Toys"-Macher begründen Herangehensweise

Spannende Premieren, markante Statements von Filmemachern, kleine und große Preise des Festivals – hier erfahren Sie immer aktuell, was gerade auf dem DOK Leipzig 2018 passiert:

Ein Banner mit der Aufschrift 'DOK Leipzig' hängt in einer Fußgängerpassage.
Der letzte Tag des DOK Leipzig hat begonnen. Bildrechte: dpa

Montag, 17:30 Uhr | Interview mit "Lord of the Toys"-Filmemachern

Der DOK Leipzig Gewinnerfilm "Lord of the Toys" hat eine starke Kontroverse ausgelöst. Regisseur Pablo Ben-Yakov und sein Kameramann André Krummel haben mit MDR KULTUR über die Vorwürfe und die Gefahr ungewollter Propaganda gesprochen.

Montag, 13:44 Uhr | Mehr Besucher als 2017

Das DOK 2018 hat mehr Besucher angezogen als das Festival im Vorjahr. Wie die Veranstalter am Montag mitteilten, kamen knapp 47.200 Besucher zu dem Dokumentarfilmfestival, 2.000 mehr als 2017. Allein bei den sechs kostenlosen Vorführungen in der Osthalle des Hauptbahnhofes wurden 3.600 Besucher gezählt, zur interaktiven Ausstellung DOK Neuland kamen etwa 3.000 Besucher.

Sonntag, 16:54 Uhr | Letzte Screenings um 20 Uhr

Langsam neigt sich die 61. Ausgabe der DOK Leipzig dem Ende entgegen. Insgesamt gab es in diesem Jahr an den sieben Festival-Tagen 306 Filme aus 50 Ländern zu sehen.

Die letzten offiziellen Vorführungen laufen heute um 20 Uhr – unter anderem wird auch noch einmal der Eröffnungsfilm "Meeting Gorbachev" von Werner Herzog zu sehen sein.

Sonntag, 14:40 Uhr | Beitrag vom MDR KULTUR - Filmmagazin zu "Lord of the Toys"

Gestern haben wir Ihnen die ganze Spezial-Sendung vom MDR KULTUR - Filmmagazin zum DOK Leipzig ans Herz gelegt. Da "Lord of the Toys" nun einen der Hauptpreise gewonnen hat, möchten wir Ihnen den Beitrag zum Film noch einmal gesondert präsentieren.

Sonntag, 11:54 Uhr | Meinungen zum Gewinn von "Lord of the Toys"

Schon während der Vorführung von "Lord of the Toys" auf dem DOK Leipzig kam es zu Protesten und Diskussionen, ob der Film gezeigt werden sollte. Nachdem das Werk jetzt den Preis als bester deutscher Film gewonnen hat, gehen die Meinungen darüber weiter auseinander. Auf Twitter haben verschiedene Nutzer auf die Preisvergabe reagiert.

Der Nutzer Marcel Nowicki sieht in dem Film Beihilfe für rechte Propaganda:

René Loch hat den Film zwar noch nicht gesehen, warnt aber davor, das Festival nur auf diesen Film zu reduzieren:

Ein weiterer Twitter-Nutzer versteht die Kritik an dem Film, weist aber auf einen besonderen Funktion hin, den Dokumentarfilme einnehmen:

Sonntag, 10:43 Uhr | Stimmen zur Preisverleihung

MDR KULTUR-Redakteurin Mareike Wiemann war bei der gestrigen Preisverleihung anwesend und stellt hier einzelne Gewinnerfilme des DOK Leipzig noch einmal vor. Dazu konnte Sie auch Stimmen der Schriftstellerin Helene Hegemann, die in diesem Jahr Mitglied der Jury gewesen ist, und Ralph Eue, dem Leiter der Auswahlkommission des Festivals, einfangen.

Sonntag, 10:15 Uhr | Zusätzliche Preisträgerscreenings

Vier der gestern Abend ausgezeichneten Filme können Besucher heute noch einmal in speziellen Preisträgerscreenings anschauen. So werden die Filme "I had a Dream", "Lord of the Toys", "Der zweite Anschlag" und "Exit" im Verlauf des Tages im CineStar Leipzig erneut aufgeführt.

Uhrzeiten der Preisträgerscreenings 10:00 Uhr | I had a Dream

12:30 Uhr | Lord of the Toys

15:30 Uhr | Der zweite Anschlag

19:00 Uhr | Exit

Sonntag, 09:46 Uhr | Umstrittener "Lord of the Toys" als bester deutscher Film ausgezeichnet

Am Samstagabend wurden die Preise des diesjährigen DOK Leipzig verliehen. Dabei gewann "Lord of the Toys" von Regisseur Pablo Ben Yakov die Goldene Taube für den besten deutschen Langfilm. Der Beitrag hat während des Festivals für Kontroversen gesorgt. Die Goldene Taube für den besten internationalen Langfilm ging an die italienische Regisseurin Claudia Tosi und "I had a dream".

Jurybegründung zum Preis für "Lord of the Toys" Weil er smart, differenziert, extrem mutig und von einer schmerzhaften politischen Brisanz ist. Und den Anspruch erfüllt, den man an einen guten Dokumentarfilm haben muss: Er hilft Leuten, zu kapieren, was woanders los ist. Gezeigt wird der Alltag einer Gruppe von Dresdener Youtubern, Jungs, paar Mädchen, weit und breit keine Erwachsenen, die aus Langeweile und Verlorenheit auf der Grenze zu rechtsradikal unterwegs sind; und dabei mehrere hunderttausend Follower in den sozialen Medien haben. Sie stricken an einer Welt, in der sie was bedeuten, die ihnen aber gleichzeitig die Erfüllung ihrer Bedürfnisse verbauen wird: Vertrauen und Nähe. Die Filmemacher haben eine Grenzüberschreitung geleistet; sie lassen sich vollständig auf ein anderes Milieu, eine andere Generation, eine andere politische Haltung ein, um ernsthaft dem auf den Grund zu gehen, worüber man in Tageszeitungen als Gefahr für unsere Demokratie liest. Sie gehen so tief rein, wie man reingehen kann. Sie versuchen dabei, nicht nach vorgefertigten Schemata zu werten. Und verlieren dabei trotzdem an keiner Stelle ihre Haltung und ihre kritische Distanz. Sie wollen etwas begreifen, nämlich eine Dynamik, die junge Menschen gruppenweise in die Radikalität schlittern lässt. Der Film ist souverän, ohne zu routiniert oder zu abgeklärt zu sein. Er ist liebevoll, jenseits der Floskel. Und außerdem formal – ästhetisch und dramaturgisch – zutiefst beeindruckend. Ein in der Form noch nicht dagewesener Beitrag zum Verständnis dessen, was grade in unserer Welt passiert. Man sagt über Filme gerne mal, dass sie wehtun – dieser Film tut wirklich weh, teilweise physisch. Aber aus gutem Grund.

Alle 22 Preisträger des diesjährigen DOK Leipzig können Sie hier nachlesen.

Samstag, 15:18 Uhr | DOK Buster-Filme am Sonntag

Die DOK Buster-Filme für das Jahr 2018 stehen fest. Wie das Festival am Samstag mitteilte, handelt es sich bei ihnen um den Dokumentarfilm "Palace for the People", den Kurzfilm "Oro Blanco" und das Werk "Was kostet die Welt".

Bei den DOK Bustern handelt es sich um die Filme, die sich jedes Jahr im Verlauf des Festivals als Publikumslieblinge herausstellen und bei denen eine besonders hohe Nachfrage nach Karten herrschte. Daher werden sie nun noch einmal am Sonntag in einem Extra-Screening im Leipziger CineStar gezeigt. Beginn ist 13:30 Uhr.

Studenten sitzen 2011 in einem großen Kinosaal.
Wer will, hat am Sonntag noch einmal die Chance, sich die Filme auf großer Leinwand anzuschauen. Bildrechte: dpa

Infos zum Film "Palace for the People" beschäftigt sich mit der Architektur des Sozialismus und nimmt dabei fünf emblematische Gebäude unter die Lupe.

Der Kurzfilm "Oro Blanco" hat die Lithiumförderung in der Salzwüste Argentiniens zum Thema.

Der Dokumentarfilm "Was kostet die Welt" behandelt die Begebenheiten von Sark. Die kleine Insel liegt mitten im Ärmelkanal und wurde Dreh- und Angelpunkt eines Medien- und Finanzkrieges.

Samstag, 13:38 Uhr | Positives Echo zur Frauenquote

In diesem Jahr hatte sich das DOK für Beiträge von Regisseurinnen für den Deutschen Wettbewerb eine Quote von 40 Prozent zum Ziel gesetzt – und diese dann sogar übertroffen. Folgt man Reaktionen aus dem Internet, dann hat sich diese Quote bezahlt gemacht.

Samstag, 11:21 Uhr | MDR KULTUR-Filmmagazin mit einem DOK-Spezial

Das MDR KULTUR-Filmmagazin bietet jede Woche einen Überblick, was sich in der Kinolandschaft alles tut. Die aktuelle Ausgabe widmet sich nun komplett dem "DOK Leipzig" in einer Spezial-Sendung. Besprochen werden die Filme "Paläste für das Volk", in dem es um sozialistische Architektur geht, der Animationsfilm "About Us", der Dokumentarfilm "Symphony of the Ursus Factory - Inszenierung der Fabrik" und auch der kontrovers aufgenommene Streifen "Lord of the Toys".

Samstag, 10:34 Uhr | Das bringt der Samstag

Um 11 Uhr geht es im Museum der bildenden Künste mit der Gesprächsreihe "Meet the Filmmakers" weiter. Dabei sprechen die Filmemacher und Filmemacherinnen Barbara Bohr ("Escapar"), Thomas Hakim ("Hearths"), Christine Hürzeler ("Shooting Crows"), Julia Roesler ("Marina") und Friedrich Tiedtke ("Man on Blue") über das Thema "Definitely Hybrid?". Es geht dabei um die Frage, wie das Genre des Dokumentarfilms von den verschiedenen Künstler interpretiert und umgesetzt wird. Gerade im Hinblick, dass Dokumentarfilme immer wieder mit Hilfe von Animation und fiktionalen Szenen dargestellt werden.

Das Highlight des Tages bildet am Abend die offizielle Preisvergabe des Festivals. Ab 19:30 Uhr entscheidet sich im Leipziger Kupfersaal, wer eine "Goldene Taube" mit nach Hause nehmen darf.

Freitag, 14:23 Uhr | 60 Gäste bei Sonderdiskussionsrunde

Beim DOK Leipzig wird im Kupfersaal über den Film "Lord of the Toys" diskutiert.
Die Debatte am Freitag im Leipziger Kupfersaal Bildrechte: MDR KULTUR/Stefan Petraschewsky

Zur der nachgeholten Diskussion um den Film "Lord of the Toys" sind nach Angaben des MDR-Reporters rund 60 Besucher in denr Kupfersaal gekommen. Die Protagonisten des Films seien jedoch nicht eingeladen worden. Bereits am Donnerstagabend wurde nach der zweiten Aufführung des Films in der Schaubühne Lindenfels ausführlich über den Film diskutiert. Die Debatte dauerte etwa zwei Stunden und endete erst kurz vor 2 Uhr früh.

Freitag, 8:22 Uhr | Sonderdiskussion zu "Lord of the Toys"

Aufgrund der abgebrochenen Diskussionsrunde im Anschluss an die Weltpremiere von "Lord of the Toys" hat die DOK-Leitung nun eine Sonderdiskussionsrunde kurzfristig ins Programm genommen. Diese findet heute, 2.11., um 13 Uhr im Leipziger Kupfersaal statt. Mit dabei sind die Produzenten des Films und André Eckardt aus der Auswahlkommission des DOK.

Donnerstag, 13:05 Uhr | Festivalleitung verteidigt Aufnahme von "Lord of the Toys"

Nach der Premiere der umstrittenen Dokumentation "Lord of the Toys" hat sich die Festivalchefin Leena Pasanen zur Aufnahme des Films in das Festivalprogramm geäußert.

Erklärung von Leena Pasanen zu "Lord of the Toys" "Der Filmemacher Pablo Ben Yakov und sein Team begleiten in ihrem Film eine Clique von Dresdner Youtubern, die sich offen rassistisch, sexistisch und antisemitisch äußern. Wir teilen nicht die Haltung, dass dieser Film affirmativ ist. Mit seinen präzisen Beobachtungen und einer kritischen Einordnung legt er eine Jugendkultur und deren erschreckende Sprache offen, die das Internet bewusst nutzt – mit weit reichenden Folgen in den Alltag. Als im Osten Deutschlands verwurzeltes Festival sehen wir die Notwendigkeit, diese Themen und Realitäten in unserem Programm abzubilden und Debatten anhand einer filmischen Auseinandersetzung anzustoßen. Die Erfahrung zeigt, dass es gerade die Filme mit einem lokalen Bezug sind, die Wunden aufreißen. Und die Reaktionen aus den letzten Tagen verdeutlichen, dass hier dringender Gesprächsbedarf besteht."

Auch zur abgebrochenen Diskussion nach der Premiere am Mittwoch äußerte sich die Festivalleitung. Die Diskussion sei wegen der zeitlichen Abläufe des Festivals nicht länger möglich gewesen. Allerdings seien zwei weitere Vorführungen des Films in dieser Woche geplant (Donnerstag, 22 Uhr, Schaubühne Lindenfels und Freitag, 20 Uhr, naTo Leipzig), bei denen die Filmemacher anwesend seien und bei denen das Festival mehr Zeit für die anschließende Debatte eingeplant habe.

Donnerstag, 9:36 Uhr | Erste Preise vergeben

Inzwischen wurden außerdem die ersten Preise des diesjährigen DOK-Festivals vergeben. Der Film "Baikal Poach-Busters" von Anna Moiseenko wurde vom russischen TV-Sender Current Time als herausragendes Projekt aus Ost- oder Mitteleuropa ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2.000 US-Dollar dotiert.

Die Produktion "We are Inside" von Farah Kassem wurde als das beste Dokumentarfilmprojekt einer Regisseurin ausgezeichnet. Der Preis - eine finanzielle Unterstützung sowie die einjährige Betreuung bei der Weiterentwicklung des Projekts wurde bereits zum dritten Mal vom European Women’s Audiovisual Network gestiftet.

Der Talentpreis des Leipziger Zonta Club Elster wurde an Josef Gacutan für den Film "Miss Universe in Jail" vergeben. Der Preis ist mit einem Reisestipendium vergeben.

Donnerstag, 9:23 Uhr | "Lord of The Toys"-Aufführung verlief ruhig

Die umstrittene Aufführung des Films: "Lord of the Toys" verlief ohne Zwischenfälle. Sowohl während der Aufführung im Saal als auch bei der anschließenden Diskussionsrunde mit Regisseur Pablo Ben-Yakov und André Eckardt von der DOK-Auswahlkommission blieb es ruhig. Lediglich einige Buh-Rufe, aber auch Applaus vor Filmbeginn waren zu hören. Nach dem Film wurde nach Einschätzung von MDR KULTUR-Filmredakteur Stefan Petraschewsky "wohlwollend", aber nicht ekstatisch applaudiert. Die anschließende Diskussion wurde aber nach zehn Minuten vom Moderator mit dem Verweis auf anschließende Filme im Saal beendet.

Das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" hatte zu Protesten gegen den Film aufgerufen, weil der Streifen über den Youtuber Max Herzberg ein menschenverachtendes Weltbild zeige.

Mittwoch, 8:46 Uhr | Das bringt der Mittwoch

Um zehn Uhr wird in den Passage-Kinos die Animationsfilm-Reihe "Strictly Animated: About Us" gestartet. In vier Programmteilen geht es um die großen Fragen: Mensch und Natur, Leben und Tod und das Leben in Gemeinschaft. Technisch reichen die Filme von Knetmassen-Animation bis zu modernen Computersimulationen.

Um 19:45 Uhr läuft im CineStar erstmals der umstrittene Film "Lord of the Toys". Die Gruppierung "Leipzig nimmt Platz" hatte Proteste gegen die Vorführung angekündigt, weil der Film über den Youtuber Max Herzberg ein menschenverachtendes Weltbild zeige.

Im Deutschen Wettbewerb wird um 22:15 Uhr im CineStar der Film "Der zweite Anschlag" von Mala Reinhardt gezeigt über die Anschläge von Mölln, Rostock-Lichtenhagen und einen NSU-Angriff in Hamburg. Als "zweiten Anschlag" bezeichnen die Betroffenen das, was nach den eigentlichen Taten passiert ist: mediale, politische und gesellschaftliche Folgen – oder aber das Ausbleiben wünschenswerter Konsequenzen.

Dienstag, 15:34 | Linkes Netzwerk kritisiert Aufnahme von "Lord of the Toys" ins Programm

Gegen die Auswahl des Films "Lord of the Toys" ins Programm der DOK gibt es Proteste. Das linke Netzwerk "Leipzig nimmt Platz" rief zum Protest gegen die Vorführung auf und teilte mit, in dem Film über den Youtuber Max Herzberg werde wiederholt "ein klar menschenverachtendes Weltbild" deutlich. Herzberg habe mehrfach neonazistische Parolen geäußert und stehe in Verbindung mit der vom Verfassungsschutz beobachteten "Identitären Bewegung". Weiter hieß es in der Mitteilung, das DOK würde, ähnlich wie bei der Vorführung des umstrittenen "Pegida"-Filmes im Vorjahr in einem Streifen ohne jegliche kritische Einordnung extrem rechte Personen zu Wort kommen lassen. Die DOK-Veranstalter wollten sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern.

Dienstag, 9:32 Uhr | Das bringt der Dienstag

Nach der feierlichen Eröffnung am Montagabend beginnt am Dienstag das richtige Festivalgeschehen. Um 10 Uhr wird der "Deutsche Wettbewerb Kurzfilm" im Cinestar mit "Der Doppelgänger" von Michaela Taschek. Eine Stunde später, um 11 Uhr wird - ebenfalls im Cinestar - der "Deutsche Wettbewerb" gestartet. Als erster Film wird "Der Funktionär" gezeigt. Der Streifen von Andreas Goldstein über den DDR-Kulturfunktionär Klaus Gysi.

Montag, 21:05 Uhr | Herzog mischt sich ins Publikum

Werner Herzogs Eröffnungsfilm "Meeting Gorbachev" wurde am Montagabend auch in die Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs übertragen. Regisseur Werner Herzog eilte direkt nach seiner Eröffnungsrede in den Bahnhof und mischte sich hier überraschend unters Publikum. Herzog war sichtlich bewegt von den vielen Zuschauern, die in Decken gehüllt und auf dem Boden sitzend seinen Film anschauten.

Regisseur Werner Herzog steht im Leipziger Hauptbahnhof inmitten des Publikums und schaut sich die Premiere seines Filmes "Meeting Gorbachev" an.
Werner Herzog (Bildmitte) mischte sich bei der Premiere seines Films im Hauptbahnhof unter das Premierenpublikum. Bildrechte: Stefan Petraschewsky / MDR KULTUR

Montag, 20:13 Uhr | Frauenquote ein Erfolg

Festival-Chefin Leena Pasanen würdigte die beim DOK eingeführte Frauenquote als Erfolg. Zur Eröffnung des Festivals sagte Pasanen, das Ziel von mindestens 40 Prozent Filmen unter weiblicher Regie im Deutschen Wettbewerb sei sogar übertroffen worden. Das Festival hatte die Quote in diesem Jahr eingeführt um sich stärker für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen.

Montag, 19:40 Uhr | Stange würdigt DOK

Sachsens Kulturstaatsministerin Eva-Maria Stange würdigt die Bedeutung des DOK-Leipzig. Stange ließ in ihrem Grußwort ausrichten, das Programm des DOK sei durchzogen von der Offenheit für andere Sichtweisen, Neugier auf Fremdes und dem Wunsch, einander zu verstehen. Dies würde in einer Welt, deren Überleben von gemeinsamem Handeln und der Abkehr von Einzelinteressen abhängt, gebraucht. Die Filme des DOK trügen zu konstruktivem Streit und gewinnbringenden Dialogen bei.

Montag, 19:30 Uhr | Eröffnung mit Werner Herzog und "Meeting Gorbachev"

Im CineStar-Kino im Petersbogen wird das DOK Leipzig 2018 eröffnet. Das Festival startete vor 700 Zuschauern mit der Europapremiere des Films "Meeting Gorbachev" von Star-Regisseur Werner Herzog. Er hat mit Ko-Regisseur André Singer ein filmisches Porträt über den letzten Staats- und Parteichef der Sowjetunion produziert.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 29. Oktober 2018 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. November 2018, 18:08 Uhr