Matthias Brenner und Christoph Werner schauen vor einem schwarzen Hintergrund in die Kamera.
Christoph Werner und Matthias Brenner haben ihre Intendanten-Verträge verlängert. Bildrechte: MDR/Collage/dpa/Bühnen Halle/Yvonne Most

Intendanten Theater Halle: Verträge von Matthias Brenner und Christoph Werner verlängert

Die Verträge von Matthias Brenner und Christoph Werner als Intendanten des neuen theaters und des Puppentheaters in Halle sind bis Sommer 2026 verlängert worden. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Zerwürfnissen über die künstlerische Ausrichtung mit den Bühnen Halles.

Matthias Brenner und Christoph Werner schauen vor einem schwarzen Hintergrund in die Kamera.
Christoph Werner und Matthias Brenner haben ihre Intendanten-Verträge verlängert. Bildrechte: MDR/Collage/dpa/Bühnen Halle/Yvonne Most

Die Verträge von Matthias Brenner und Christoph Werner als Intendanten des neuen theaters/Thalia Theaters und Puppentheaters in Halle sind bis 31. Juli 2026 verlängert worden. Das teilten die Bühnen Halle am Dienstag in einer Pressemitteilung mit.

Brenner: "Froh, dass alles in trockenen Tüchern ist"

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, hat der Aufsichtsrat der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle (TOOH) der Verlängerung der beiden Intendantenverträge bereits Mitte November genehmigt.

Der Schauspieler Matthias Brenner posiert am 16.06.2015 in Bremen am Rande der Dreharbeiten zum neuen Bremer "Tatort"-Krimi "Der hundertste Affe" (AT).
Matthias Brenner ist seit 2011 Intendant des neuen theaters Halle. Bildrechte: dpa

Der Intendant des neuen theaters und des Jugendtheaters "Thalia", Matthias Brenner, sagte, er sei sehr froh, dass der Vertrag nun in trockenen Tüchern sei. " In den nächsten Jahren werden wir weiter an der Entwicklung des Angebots, im Sinne der gesellschaftlichen Anforderungen, der Bedürfnisse unserer Zuschauer und auch unserer Schauspieler*nnen arbeiten!", so Brenner.

Laut Pressemitteilung wolle er in Zukunft vermehrt ein multilinguales Angebot machen, auch in Hinblick auf ein internationales Publikum. Denn schließlich liege "Halle mitten in Europa". Matthias Brenner ist seit 2011 Intendant des neuen theaters.

Werner: "Fokus stärker auf Halle legen"

Auch der Intendant des Puppentheaters Halle, Christoph Werner, zeigte sich erfreut. Er dankte dem Aufsichtsrat für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. "Wir werden, nach den Jahren der internationalen Koproduktionen, den Fokus unserer Arbeit wieder stärker auf Halle richten und uns hier Partner suchen", so Werner. Sein Ziel sei es, die künstlerischen Möglichkeiten der Bühnen Halle stärker in den Vordergrund zu rücken.

Werner ist seit 1995 künstlerischer Leiter am Puppentheater Halles. Außerdem übernahm er zwischen 2005 und 2011 auch die Intendanz des neuen theaters. Seit der Spielzeit 2010/2011 ist er ausschließlich Intendant des Puppentheaters.

Theater- und Opernstreit

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Zerwürfnissen in der Theater- und Opernszene Halles. Gestritten wurde dabei über die künstlerische Autonomie und die Wirtschaftlichkeit der städtischen Bühnen. In dem Zusammenhang drohte auch Matthias Brenner mit seinem Rücktritt.

Vor allem der Intendant der Oper, Florian Lutz, stand im Fokus der Auseinandersetzungen. Sein Vertrag wurde vom TOOH-Aufsichtsrat letztendlich nicht verlängert und er wird die Bühnen Halle spätestens zum Ende der Spielzeit 2020/2021 verlassen.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 03. Dezember 2019 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Dezember 2019, 15:27 Uhr