Nachhaltigkeit Was man mit alten Weihnachtsplätzchen macht

Die Adventszeit liegt längst hinter uns, aber der Teller mit Plätzchen, Spekulatius und Stollen ist noch nicht leer. Wohin mit dem Weihnachtsgebäck, das man nicht mehr sehen kann? Wer Lebkuchen und Co. nicht einfach entsorgen möchte, der kann diese mit ein paar Tricks und Rezepten auch weiterverwenden. Felicitas Arndt von der Initiative "Zu gut für die Tonne!" verrät, wie das Gebäck-Upcycling geht.

Weihnachtsgebäck ist zwar lange Zeit haltbar, trotzdem schafft man es nur selten, alle Vorräte aufzubrauchen. Gerade der Spekulatius wellt sich im Januar weich auf den süßen Tellern und macht so keinen Appetit mehr. Das Weihnachtsgebäck einfach wegzuschmeißen, muss aber nicht sein, meint Felicitas Arndt von der Initiative "Zu gut für die Tonne!" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Sie empfiehlt, aus Spekulatius beispielsweise einen Frühstücksaufstrich zu machen: "Dazu die Gewürzkekse mit einem Mörser zu einem möglichst feinen Pulver verarbeiten, dann Kondensmilch und zerlassene Butter unterheben und das Ganze so lange verrühren, bis man eine streichfähige Masse hat." In Einweckgläser abgefüllt, würde sich dieser Aufstrich mehrere Wochen halten, so Arndt weiter.

Aus Plätzchen werden Streusel

Auch selbstgebackene Plätzchen oder Kekse könne man lange Zeit nachnutzen – auch in zerbröselter Form, rät die Lebensmittel-Expertin. Wer die Plätzchenbrösel einlagert, könne sie das ganze Jahr über beim Backen verwenden, als Kuchenboden oder Streusel für Kuchen, Joghurt oder Eis. Arndt sagt, Lebkuchen passten vom Geschmack auch zu herzhaften Gerichten: Man könne sie Rotkohl untermischen zum Beispiel.

Schokolade im Überfluss

Schokoladenweihnachtsmänner
Wohin mit der Weihnachtsschokolade? Bildrechte: Colourbox.de

An Weihnachten wird regelmäßig viel zu viel Schokolade verschenkt. Wer seine Vorräte nicht schnell genug verspeist, der hat es nach einiger Zeit mit einem unschönen Grauschleier auf der Schokolade zu tun. Das passiert, wenn die Schokolade warm wird und die Kakaobutter auskristallisiert, meint Felicitas Arndt. Das sei aber auch kein Grund, die Schokolade wegzuschmeißen. Man könne die Schokoladenweihnachtsmänner nach einem halben Jahr noch immer für Trinkschokolade oder beim Backen von Kuchen oder Muffins verwenden.

Was ich aus alter Schokolade mache, ist das mit Cornflakes und Müsli und Früchten zu knusprigen Schokoflocken umwandeln. Das kann man dann auch im Laufe des Jahres noch essen.

Felicitas Arndt

Aus Stollen wird "Armer Ritter"

Wenn Stollen gut verpackt und unangeschnitten ist, halte er sich mehrere Monate, meint Arndt. Schließlich reife ein guter Christstollen auch lange Zeit. Ist er aber angeschnitten, trocknet er schnell aus. Arndts Tipp für alten Stollen ist eine winterliche Version des "Armen Ritters": "Dazu die Stollenscheiben für fünf bis zehn Minuten in einer Mischung aus Eiern und Milch einweichen und dann mit etwas Butter von beiden Seiten goldbraun anbraten. Wenn man das dann mit Vanilleeis oder Fruchtkompott serviert, ist es ein leckerer Nachtisch."

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 05. Januar 2019 | 14:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Januar 2019, 11:23 Uhr