Konzerte Fünf Empfehlungen zum Festival "Women in Jazz" in Halle

"Women in Jazz" ist das größte europäische Treffen für Jazzmusikerinnen und findet in diesem Jahr vom 24. April bis 1. Mai 2019 in Halle an der Saale und im Saalekreis statt. MDR KULTUR ist auch bei der 14. Auflage des Festivals Medienpartner. Das Motto in diesem Jahr lautet: "Very British! Jazz From The United Kingdom". Musikredakteurin Heidi Eichenberg hat fünf Spielarten des britischen Jazz als Empfehlung ausgewählt.

  • Die neuen Rebellischen: Nérija

Die siebenköpfige All-Women-Band aus London wird vom britischen "Guardian" als die Soupergroup des jungen Jazz gefeiert, weil sie dem Jazz der ein "Facelifting" verpassen und elitäre Stereotypen des Genres einfach unbekümmert wegblasen und den Jazz für ein neues Publikum attraktiv machen. Nerija kombinieren die Einflüsse von Miles Davis, Pharoah Sanders oder Ornette Coleman mit modernen Clubsounds, Surf-Beat und Neo-Soul.

am Sonntag, 28. April 2019, 19.30 Uhr, Oper Halle

  • Die Traditionellen: Clare Teal und ihre Mini Big Band

Die Karriere der Sängerin aus North Yorkshire begann, nachdem sie in einem Konzert für Stacey Kent eingesprungen war. Nach drei produzierten Alben und Top-Chartplatzierungen ergatterte sie den höchstdotierten Plattenvertrag einer britischen Jazzsängerin. Seit 2009 hat sie ihre eigene Swing & Big Band-Show bei "BBC Radio 2".

Clare Teal
Clare Teal Bildrechte: Ulf Herden/Cultour Büro Herden/Women in Jazz 2019

am Donnerstag, 25. April 2019, 19.30 Uhr, Oper Halle

  • Die Klassischen: Das Zoe Rahman Trio

Die Tochter eines bengalischen Vaters und einer englischen Mutter studierte klassisches Klavier an der Royal Academy of Music bevor sie dann ein Stipendium am Berkeley College of Music in Boston gewann. Heute zählt sie zu den Stars der jungen britischen Jazzszene. 

Zoe Rahman
Zoe Rahman Bildrechte: Ulf Herden/Cultour Büro Herden/Women in Jazz 2019

am Donnerstag, 25. April 2019, 19.30 Uhr Oper Halle

  • Die Experimentelle: Kate Westbrook

Kate und Mike Westbrook zählen zu den wichtigsten Protagonisten eines eigenständigen, vom amerikanischen Vorbild emanzipierten britischen Jazz. Seit ihrer Arbeit in der Mike Westbrook Brass Band Mitte der siebziger Jahre verfolgt Kate Westbrook eine Doppelkarriere als Malerin, Sängerin und Musikerin. Ihr neuestes Projekt "Granit" erzählt von ihrer Liebe zu Dartmoor und seinen Granitsteinbrüchen. Diese mystische Gegend birgt die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung in Großbritannien und beflügelte schon immer auch die Phantasie von Literaten, Krimi-Autoren und Künstlern.

Women in Jazz 2019: Kate Westbrook
Kate Westbrook Bildrechte: Sergio Amadori

am Freitag, 26. April 2019, 20 Uhr, Georgenkirche Halle

  • Die Vielseitige: Barb Jungr

Die Briten haben nicht nur das interessanteste Kapitel Pop-und Rockgeschichte geschrieben, sondern sind auch Meister im Neu-Arrangieren leicht angestaubten musikalischen Materials, das sie nach allen Regeln der freien Kunst neu aufpolieren können. Altmeister Bob Dylan eignet sich hierfür besonders gut. Die im englischen Rochdale geborene Barb Jungr nutzt dazu ein musikalisches Spektrum, das vom Jazz bis zum Chanson und Kabarett reicht.

Barb Jungr
Barb Jungr Bildrechte: Steve Ulathorne

am Samstag, 27. April 2019, 20 Uhr, Oper Halle

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 24. April 2019 | 08:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. April 2019, 08:28 Uhr

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