Der Graus im Garten Kräuselkrankheit: Wenn Aprikose, Nektarine und Pfirsich befallen sind

So erkennen Sie die Kräuselkrankheit:

Von der Kräuselkrankheit werden erst die Blätter, im fortgeschrittenen Stadium auch die Früchte befallen. Die Blätter ziehen sich dabei zusammen, bilden Verdickungen aus, die an Blasen erinnern, und verfärben sich schließlich. Wer nichts dagegen unternimmt, hat die einmal ausgebrochene Kräuselkrankheit jedes Jahr aus Neue.

Die Kräuselkrankheit wird übertragen, wenn...

...die Witterung während des Austriebs feucht ist. Dann werden die Pilzsporen vom Regen direkt zwischen die jungen Blätter gespült. Die Erreger keimen schließlich dort aus. Noch bevor die befallenen Blätter abfallen, verbreiten sich die Sporen weiter. Auf Trieben, Rinde und Knospen überwintern sie schließlich. Die Sporen werden vom Wind übertragen - auch über große strecken. Der Pilz nennt sich Taphrina deformans.

Das hilft gegen die Kräuselkrankheit:

Ist das Bäumchen einmal von dem Pilz befallen, hilft Ackerschachtelhalmbrühe. Sie kann entweder selbst angesetzt werden oder als Extrakt gekauft werden. Entfernen Sie die befallenen Pflanzenteile. Ist die Pflanze von der Krankheit zu stark angegriffen, empfiehlt es sich die Sorte zu wechseln.

Die Kräuselkrankheit

Die Kräuselkrankheit ist auf Blättern und Früchten sichtbar.

Nahaufnahme einer Nektarine. Sie sieht deformiert aus. Im Hintergrund sind unscharf Blätter zu erkennen.
Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Nahaufnahme einer Nektarine. Sie sieht deformiert aus. Im Hintergrund sind unscharf Blätter zu erkennen.
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Nahaufnahme eines Blattes. Es sieht verschrumpelt aus. Im Vordergrund ist unscharf eine Frucht zu erkennen.
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Diese Pflanzen sind anfällig für die Kräuselkrankheit:

Häufig sind Aprikosen-, Nektarinen- und Pfirsichbäume von der Krankheit betroffen.

So können Sie vorbeugen:

Setzen Sie bei Neuanschaffungen auf alte Sorten der Aprikosen-, Nektarinen- und Pfirsichbäume. Sie sind in der Regel resistenter als Neuzüchtungen. Außerdem sollen weißfleischige oder rotfleischige Pfirsiche robuster gegen die Kräuselkrankheit sein. Bis Ende November kann vorbeugend eine Essigspritzung eingesetzt werden. Im Frühjahr ist es für sie jedoch zu spät, weil durch den scharfen Essig Blätter und Blütenanlagen geschädigt werden können. Außerdem schützt eine gute Rinden- und Baumscheibenpflege vor dem Befall.

zerknitterte Blätter eines Baumes
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So schädigt die Kräuselkrankheit die Pflanzen:

Den Früchten selbst schadet die Pilzerkrankung nicht, allerdings reduziert sich der Blüten- und Fruchtansatz. Im schlimmsten Fall schwächt der Befall die Pflanze nach und nach so stark, dass sie sich irgendwann nicht mehr wehren kann.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 04. März 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. März 2018, 08:30 Uhr