Sommerblumen stehen in Stiegen auf einer Wiese. Es ist ein Beet und eine Gießkanne zu sehen.
Schnecken mögen nicht alle Sommerpflanzen. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Gartenpraxis | Schneckenspecial Die Top 3 der schneckenfesten Sommerblumen

Schnecken können wahre Vielfraße sein. Still und heimlich knabbern sie sich mit Vorliebe durch die schönsten Sommerblüten. Darüber freut sich wohl kein Gärtner. Die einfachste Form gegen Schnecken im Garten ist das Pflanzen schneckenfester Blumen. Gartenexpertin Brigitte Goss war im MDR Garten zu Gast und hat uns ihre Top 3 der schneckenfesten Sommerblumen verraten.

Sommerblumen stehen in Stiegen auf einer Wiese. Es ist ein Beet und eine Gießkanne zu sehen.
Schnecken mögen nicht alle Sommerpflanzen. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Top 1: Begonie semperflorens - der "Allrounder"

Schnecken machen einen Bogen um sie: die Begonie semperflorens, auch Eisbegonie genannt. Sie fühlt sich bei Sonne und Halbschatten wohl. Als "Allrounder" verträgt sie sowohl nasse, als auch trockene Sommer und verschönert das Beet mit ihrer kompakten Blüte.

Ohne Schnecken durch den Sommer Schneckenfeste Sommerblumen: Eine Auswahl

Schneckenfeste Sommerblumen gibt es neben der Eisbergonie, der Cosmea und dem Fleißigen Lieschen eine ganze Menge. Hier haben wir eine kleine Auswahl in Bildern zusammengestellt.

Eine Blume mit rosa Blüten und grünen Blättern in einem Beet. Im Hintergrund sind kleine, blaue Blüten zu sehen.
Schnecken machen einen Bogen um sie: die Begonie semperflorens, auch Eisbegonie genannt. Sie fühlt sich bei Sonne und Halbschatten wohl. Als "Allrounder" verträgt sie sowohl nasse, als auch trockene Sommer und verschönert das Beet mit ihrer kompakten Blüte. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Eine Blume mit rosa Blüten und grünen Blättern in einem Beet. Im Hintergrund sind kleine, blaue Blüten zu sehen.
Schnecken machen einen Bogen um sie: die Begonie semperflorens, auch Eisbegonie genannt. Sie fühlt sich bei Sonne und Halbschatten wohl. Als "Allrounder" verträgt sie sowohl nasse, als auch trockene Sommer und verschönert das Beet mit ihrer kompakten Blüte. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Eine offene lilafarbene Blüte mit gelbem Stempel.
Die Bienen lieben sie, die Schnecken mögen sie eher weniger: die Cosmea. Das Schmuckkörbchen fühlt sich in der prallen Sonne wohl. Nicht ohne Grund gehört es zur Familie der Korbblütler: Mit ihren körbchenförmigen Blüten ist die Cosmea ein wahrer Blickfang im Sommergarten. Das Schmuckkörbchen mag wie die Eisbegonie lockeren, humosen Boden; auch bei ihm empfiehlt es sich, bei der Pflanzung Langzeitdünger oder Kompost bzw. Hornspäne zuzugeben. Eine Besonderheit der Cosmea ist, dass sie sich selbst aussät und im nächsten Jahr wiederkommt. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Lilafarbene Blüte mit Regentropfen in Nahaufnahme.
Auch um das Fleißige Lieschen machen Schnecken einen großen Bogen. Die Impatiens walleriana ist bei der Standortwahl recht unproblematisch. Sie kann sowohl in die Sonne als auch in den Halbschatten oder Schatten gepflanzt werden. Doch auch wenn das Fleißige Lieschen so anpassungsfähig ist: Bei (zu) großer Hitze sind Verbrennungen an den Blättern möglich. Daher sollte die Pflanzung an einem sonnigen Standort gut überlegt sein. Außerdem blüht sie im Schatten besonders fleißig. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Große, rot-gelbe Blüten in der Nahaufnahme.
Schnecken bleiben auch von Bidens fern. Sie wird auch Zweizahn genannt und bezaubert mit ihre umwerfenden Blüte. Bidens gehört zur Familie der Korbblütler. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Kleine, weiße Blüten in der Nahaufnahme.
Mit zarten Blüten bereichert das Eisenkraut den Sommergarten. Die Staude verträgt die Sonne gut und blüht von Juni bis Oktober. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Weiße Blüten einer Sternendolde in Nahaufnahme
Sternendolden fühlen sich im Schatten bis Halbschatten wohl. Ihre kugelförmige Blüte besteht eigentlich aus vielen einzelnen, kleinen Blütenständen. Sie blüht von Mai bis August und mag es warm. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Mangoldstengel sind vor Gras zu sehen.
Auch beim Gemüse sind Schnecken – zur Freude der Gärtner – wählerisch: Mangold gehört zu den bei Schnecken unbeliebten Pflanzen. Er lässt sich auch gut mit Blumen kombinieren. Ohnehin geht der Trend momentan weg von den ‚reinen’ Gemüse- oder Blumenbeeten. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
verschiedene, grüne Salatsorten in einer Holzstiege
Schnecken mögen Salat – aber nicht jeden: Beispielsweise ist Endivien-Salat eine Variante, die vor ihrer Gefräßigkeit verschont bleibt. Der Spätsommersalat lässt sich in der Salatschüssel und im Garten gut mit Tomaten kombinieren... Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Die Blätter einer Tomatenpflanze im Detail.
...denn auch die Tomaten zählen zu den Anti-Schnecken-Pflanzen. Tomaten haben von Juli bis Oktober Saison. Sie sollten vor Regen geschützt stehen um Pilzkrankheiten zu vermeiden. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 08. April 2018 | 08:30 Uhr

Bei der Begonie semperflorens sollte darauf geachtet werden, dass sie gleichmäßig feucht gehalten wird. Im Idealfall wird sie von unten gegossen und ab und zu ausgeputzt. Um Verbrennungen zu vermeiden, sollte die Begonie nicht bei Sonne gegossen werden; durch den Lichteinfall auf die nassen Wassertropfen entsteht sonst eine Art Brennglas-Effekt. Eisbegonien fühlen sich in lockerem, humosen Boden wohl. Bei der Pflanzung empfiehlt sich die Zugabe von Langzeitdünger oder Kompost bzw. Hornspänen.

Eine Blume mit rosa Blüten und grünen Blättern in einem Beet. Im Hintergrund sind kleine, blaue Blüten zu sehen.
Nicht nur in Kombination mit Männertreu – eine ebenfalls schneckenfeste Sommerblume – entfaltet die Eisbegonie ihre Schönheit. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Top 2: Cosmea - der Blickfang

Die Bienen lieben sie, die Schnecken mögen sie eher weniger: die Cosmea. Das Schmuckkörbchen fühlt sich in der prallen Sonne wohl. Nicht ohne Grund gehört es zur Familie der Korbblütler: Mit ihren körbchenförmigen Blüten ist die Cosmea ein wahrer Blickfang im Sommergarten.

Das Schmuckkörbchen mag wie die Eisbegonie lockeren, humosen Boden; auch bei ihm empfiehlt es sich, bei der Pflanzung Langzeitdünger oder Kompost bzw. Hornspäne zuzugeben. Eine Besonderheit der Cosmea ist, dass sie sich selbst aussät und im nächsten Jahr wiederkommt.

Eine offene lilafarbene Blüte mit gelbem Stempel.
Im Sommerbeet mutet die Cosmea mit ihrer Blüte elegant an. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Top 3: Fleißiges Lieschen - die Farbenfrohe

Auch um das Fleißige Lieschen machen Schnecken einen großen Bogen. Die Impatiens walleriana ist bei der Standortwahl recht unproblematisch. Sie kann sowohl in die Sonne als auch in den Halbschatten oder Schatten gepflanzt werden. Doch auch wenn das Fleißige Lieschen so anpassungsfähig ist: Bei (zu) großer Hitze sind Verbrennungen an den Blättern möglich. Daher sollte die Pflanzung an einem sonnigen Standort gut überlegt sein. Außerdem blüht sie im Schatten besonders fleißig.

Wie schon die Eisbegonie und die Cosmea bevorzugt das Fleißige Lieschen lockeren, humosen Boden und freut sich über Langzeitdünger oder Hornspäne bzw. Kompost bei der Pflanzung. Bei längerem Regenwetter sollten seine feinen, großen Blüten ausgeputzt werden. Sie faulen sonst. Die Blüten weisen ein großes Farbspektrum auf. Sie blüht in Weiß-, Lila-, Rosa- und auch Rottönen. Nur in Gelb und Blau das Fleißige Lieschen nicht zu haben. Durch die große Farbvielfalt lässt es sich gut mit anderen Pflanzen kombinieren.

Lilafarbene Blüte mit Regentropfen in Nahaufnahme.
Im Schatten blüht das farbenfrohe Fleißige Lieschen besonders fleißig. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Drei Tipps gegen Schnecken 1. Die Blumen immer am Morgen gießen.
2. Den Boden häufig lockern und hacken.
3. Angrenzende Wiesen kurzhalten.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 08. April 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Juni 2016, 11:17 Uhr