Aster, Eisenkraut & Blauraute Blaue Stauden im Herbstbeet

Viele Pflanzen blühen gelb, sagt Staudenfachmann Pascal Klenart. Deswegen ist er ständig bemüht, auch andersfarbige Sorten im Garten zu etablieren. Im MDR Garten gibt er Empfehlungen für blaue Herbststauden und erklärt, worauf beim Pflanzen und der Pflege zu achten ist

Blüten von lila blühenden Astern.
Blaue Blumen sehen in jedem Herbstbeet schön aus. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Blaue Herbststauden lassen sich gut mit gelb- oder weißblühenden Pflanzen kombinieren. Auch zu Heide oder hohen Gräsern passen sie gut. Ein Klassiker ist die Aster. Es gibt sie in unterschiedlichsten Wuchsformen: niedrig wachsend als Kissen oder hochwachsende Sorten, die Höhen bis zu 1,50 Meter erreichen. Eine schöne Blume auch für einen Herbststrauß ist die Scabiosa caucasica. Die Staude blüht vom Juni bis in den Herbst hinein. Ihre Blüten duften sehr intensiv und erinnern etwas an den zarten Duft von Maiglöckchen. Neben langen Rispen mit kleinen blauen Blüten wachsen Blaurauten heran. Die Dolden wirken leicht und verspielt, wenn sie vom Herbstwind bewegt werden. In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen eine schöne Auswahl blaublühender Stauden.

Attraktive Farben Aster, Eisenkraut und Blauraute: Stauden mit blauen Blüten

Wer blaue Farbe in den Garten bringen möchte, kann sich hier umschauen und Anregungen holen. Wir zeigen Ihnen die Blüten schöner Herbststauden mit violetten und blauen Blüten.

Blüten von lila blühenden Astern.
Eine klassische Herbststaude ist die Aster. Es gibt sie in unterschiedlichen Wuchshöhen. Die Sorte 'Augenweide' wird nur 20 Zentimeter hoch. Sie eignet sich deshalb gut für Balkonkästen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Blüten von lila blühenden Astern.
Eine klassische Herbststaude ist die Aster. Es gibt sie in unterschiedlichen Wuchshöhen. Die Sorte 'Augenweide' wird nur 20 Zentimeter hoch. Sie eignet sich deshalb gut für Balkonkästen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Lila Blüten auf langen Stielen.
Herbststauden müssen erst im März zurückgeschnitten werden. Auch im Winter sehen die Samenstände noch schön aus. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Blaue gefüllte runde Blüten der Scabiosa Caucasica
Eine schöne Schnittblume ist die Scabiosa caucasica 'Gudrun'. Sie ist eine Züchtung des Erfurters Blumenzüchters Bruske. Im Juni bilden sich die ersten halbgefüllten Blüten. Später öffnen sie sich vollständig und blühen bis in den Oktober hinein. Für Schnittblumen sollten die Blumen verwendet werden, wenn sie noch nicht vollständig aufgeblüht sind. Die Blüten duften nach Maiglöckchen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Lila blühende Aster mit schmalen Blättern.
Auch extreme Trockenheit macht der wilden Herbstaster (Aster sedifolius) mit den schmalen Laubblättern nichts aus. Sie wird etwa 20 bis 25 Zentimeter hoch. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Staudenbeet mit vielen verschiedenen bunten Stauden.
Je nach Sorte werden Astern bis zu 1,50 Meter hoch. Wichtig ist, die Blüten im Herbst zu entfernen, da sich sonst die Samen im Garten weit verbreiten. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Neben einer Pflanze wachsen kleine Triebe in einem Blumentopf.
Beim Kauf sollten Astern grundständige Triebe ausgebildet haben. Sie vertragen den Frost gut und blühen in der nächsten Saison. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Lila Blüten auf langen Stielen.
Das Patagonische Eisenkraut blüht vom Juni bis zum Frost. Es passt wunderbar in Gräsergärten. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Rautenartige lange Blüten der Blauraute.
Auch die Blauraute (Perovskia) eignet sich für sehr trockene
Standorte. Die Staude hat einen starken pelargonienartigen Eigenduft. Auch sie blüht den ganzen Sommer lang bis in den Oktober hinein.
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Blüten von lila blühenden Astern.
Empfohlen wird, die herbstblühenden Stauden im Frühling zu pflanzen. Dann hat die Pflanze noch ihre ganze Kraft und kann besser anwachsen. Aber auch im Herbst ist das kein Problem. Dann weiß man gleich, welche Blütenfarbe die Pflanze hat und welche Höhe sie erreichen kann. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 14. Oktober 2018 | 08:30 Uhr

Der richtige Standort

Die meisten blauen Herbststauden vertragen eher Trockenheit als Feuchtigkeit. Sie sollten deshalb an einem sonnigen Platz im Garten stehen. Auch ein halbschattiger Standort eignet sich, dann allerdings blühen die Stauden nicht so reich.

Staudenbeet mit vielen verschiedenen bunten Stauden.
Viele blaue Stauden bevorzugen trockene Standorte Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Eine Ausnahme unter den Blaublühern ist der Eisenhut. Er liebt eher einen kühlen, frischen Standort und kommt auch im Schatten zurecht. Einmal gut angewachsen brauchen die vorgestellten Herbststauden kaum Pflege. Es reicht aus, die meisten Stauden erst im zeitigen Frühjahr (März) zurück zu schneiden. Eine Ausnahme sind Astern. Lässt man die Blütenstände stehen, samen sie aus und breiten sich im ganzen Beet aus. Astern sollten deshalb noch im Herbst nach der Blüte bodennah zurückgeschnitten werden.

Ich bin ein eher fauler Gärtner und schneide fast alle Herbststauden erst im März zurück. Die Blütenstände sehen auch im Winter sehr attraktiv aus und die Singvögel haben etwas zu naschen.

Staudenfachmann Pascal Klenart

Die richte Pflanzzeit

Eine Frau und ein Mann hocken hinter einem Wagen auf dem viele verschiedene blaue Herbststauden stehen.
Als Studiogast zum Thema sprach Pascal Klenart mit Moderatorin Diana Fritzsche-Grimmig. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Idealerweise werden Herbststauden im Frühjahr gepflanzt. Dann sind die Stauden noch kompakt und haben keine Blüten entwickelt. Ihre ganze Kraft können sie dafür verwenden, gut anzuwachsen. Wer allerdings wissen möchte, wie die Herbststauden aussehen, kann auch im Herbst im Fachhandel einkaufen gehen. Jetzt sieht man genau, wie die Stauden aussehen, welche Blüten sie tragen und welche Größe sie erreichen können. Beim Kauf von Astern sollte darauf geachtet werden, dass sie grundständige Triebe ausgebildet haben. Das sind kleine Triebe, die im Topf neben der Pflanze aus dem Boden schauen. Diese Triebe sind besonders winterhart und blühen dann im nächsten Jahr. Im April sollten blühende Stauden gedüngt werden.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 14. Oktober 2018 | 08:30 Uhr