Einpflanzen von Blumenzwiebeln in Tontopf
Frühblüher mögen lockere, durchlässige Erde. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Vorfreude aufs Frühjahr Blumenzwiebeln fürs Frühjahr pflanzen

Sie lieben die leuchtenden Farben von Tulpen, Narzissen, Anemonen und Hyazinthen? Im September und Oktober wird es Zeit, die Blumenzwiebeln und -knollen einzubuddeln. Damit Sie in einigen Monaten Freude an Ihren Frühblühern haben, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt.

Einpflanzen von Blumenzwiebeln in Tontopf
Frühblüher mögen lockere, durchlässige Erde. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Blumenzwiebeln setzen: Die Faustregeln

  • Je später die Zwiebelblüher gepflanzt werden, desto besser müssen sie geschützt werden. Geben Sie am besten eine dünne Lage Kompost obenauf, wenn die Zwiebeln erst Ende November in die Erde kommen.
  • Die Zwiebel muss so tief eingepflanzt werden, dass ihr doppelter Durchmesser an Erde noch mal oben drauf kommt.
  • Je größer eine Zwiebel ist, umso mehr Platz braucht sie im Boden. Verwenden Sie also lieber weniger und pflanzen Sie niemals übereinander.
  • Bei großen Zwiebelgrößen, wie Kaiserkrone oder Zierlauch, sollten etwa 30 Zentimeter Platz zwischen den einzelnen Zwiebeln bleiben. Bei mittleren Zwiebelgrößen, wie Narzissen oder Tulpen, können Sie Gruppen von drei bis fünf Zwiebeln auf 30 Quadratzentimeter stecken. Bei kleinen Zwiebelgrößen, wie Krokusse oder Schneeglöckchen, können zehn bis 15 Zwiebeln auf engen Raum gepflanzt werden.

Frostschäden an Blumenzwiebeln vermeiden

Pflanztiefen von Zwiebelblumen im Frühjahr
Empfohlene Pflanztiefen von Zwiebelblumen im Frühjahr. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Beim Eingraben gibt es eine einfache Faustregel: Die Blumenzwiebel sollte so tief im Boden vergraben werden, dass darüber die doppelte bis dreifache Zwiebelhöhe Erde liegt. Bei Tulpen sollten es zum Beispiel acht bis zehn Zentimeter sein. Wenn Sie Blumenzwiebeln nicht tief genug eingraben, sind Frostschäden möglich. Beim Umgraben des Beetes ist außerdem das Risiko höher, die darin liegenden Zwiebeln zu verletzen. Grundsätzlich danken es Ihnen die Blumen, wenn die Erde wasserdurchlässig und nährstoffreich ist.

Es lohnt sich, einen Plan zu überlegen, bevor Sie die Zwiebeln und Knollen der Frühblüher in die Erde bringen. Andernfalls fehlt der rote Faden im Garten - und das Ergebnis im Frühjahr sieht möglicherweise chaotisch aus. Entscheiden Sie sich für bestimmte Farben und Formen, die Sie miteinander kombinieren möchten.

Pflanzen Sie die großen Frühblüher gruppenweise und stellen Sie Schilder auf, damit nicht in Vergessenheit gerät, wo welche Tulpe ihre Blüte zeigt. Liebhaber der naturnahen Gartengestaltung können mit mehr Willkür vorgehen. Wichtig ist trotzdem, Narzissen und Tulpen nicht zu eng nebeneinander zu pflanzen - so verhindern Sie die Ausbreitung von Pilzkrankheiten. Acht Zentimeter Mindestabstand sollten es schon sein. Bei kleineren Zwiebeln reichen etwa fünf Zentimeter aus. Der gewünschte Standort sollte außerdem zu den Ansprüchen des Frühblühers passen. Im Kübel können Sie die Zwiebeln enger setzen. Lockern Sie den Boden vor dem Einsetzen gut auf und bringen Sie eine Schicht Sand in das Pflanzloch ein, wenn der Boden in Ihrem Garten sehr lehmig sein sollte.

Alte Blumenzwiebeln ersetzen

Tulpenzwiebeln können im Garten drei bis fünf Jahre in der Erde bleiben. Zeigen sich aber schon im zweiten Jahr kaum noch Blüten oder gar keine mehr, ist es ratsam, die alten Zwiebeln auszugraben und durch neue zu ersetzen.

Wenn Sie Zwiebeln kaufen gehen, achten Sie auf deren Festigkeit. Die "Griffprobe" ist unerlässlich, denn Blumenzwiebeln dürfen nicht zu weich sein. Sie sollten unversehrt aussehen und keine braunen Flecken haben. Fallen dünne, äußerliche Schalen ab, liegt kein Qualitätsmangel vor: Vor allem bei Narzissenzwiebeln können sich zarte "Häutchen" lösen, wenn sie aus dem Beutel genommen werden. Lassen Sie Zwiebeln liegen, die bereits austreiben. Haben Sie die Einkäufe nach Hause gebracht, warten Sie lieber nicht zu lange oder bewahren die Zwiebeln und Knollen wenige Tage kühl und luftig auf.

Folgende Blumenzwiebeln und -knollen können Sie im Herbst eingraben: Traubenhyazinthen (Muscari)
Hyazinthen
Blausterne (Scilla)
Tulpen (bis November möglich)
Narzissen
Gartenkrokusse
Anemonen
Winterlinge

Einen Kübel mit Frühlingsblühern im Herbst vorbereiten

Wenn Tulpen und andere Frühblüher im Topf wachsen sollen, ist eine gute Drainage wichtig. Bei zu viel Nässe verfaulen die Zwiebeln. Zu dichte Erde sollte deshalb mit Sand abgemagert und wasserdurchlässiger gemacht werden. Wichtig ist auch, die Zwiebel immer richtig herum zu drehen, also mit der Spitze nach oben.

Etiketten verschiedener Blumenzwiebeln in einem Korb
Wer im Frühling frische Farben im Garten bewundern möchte, sollte im Herbst schon Blumenzwiebeln aussuchen und einsetzen. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Für den Frühlingstopf werden mehrere Zwiebeln in Schichten eingepflanzt. Die Tulpenzwiebeln kommen unten hin und werden mit einer Lage Erde abgedeckt. In die Schicht darüber kommen zum Beispiel Narzissen, die früher blühen als die Tulpen. Auch sie werden mit Erde abgedeckt. Auf der letzten Schicht im Kübel werden reichlich Krokuszwiebeln verteilt. Im Kübel darf es ruhig etwas mehr sein als auf dem Beet. Die letzte Schicht Erde kann mit Moos abgedeckt oder bis zum Frost mit Herbstblühern verschönert werden. 

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 20. Januar 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Oktober 2018, 08:30 Uhr