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Hecken im Garten

Wann darf ich meine Hecke schneiden?

Das Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 Abs. 5 BNatSchG) verbietet es, in der Zeit vom 1. März bis 30. September Hecken "abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen". Das heißt, ein radikaler Schnitt knapp über dem Boden ist nicht erlaubt. Das gilt auch für "Gebüsche" und "andere Gehölze". Das Pflegen und Formen einer Hecke ist ganzjährig möglich.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den richtigen Pflegeschnitt?

Pflegen und Formen lassen sich Hecken quasi das ganze Jahr, wenn es frostfrei ist. Und: Gartenfreunde sollten sensibel sein. Bevor sie die Schere ansetzen, ist es wichtig, nach eventuell nistenden Vögeln oder anderen Tieren Ausschau halten und im Zweifel ihren Schnitt um ein paar Wochen verschieben. Die beste Zeit, einen schonenden Pflegeschnitt durchzuführen, ist der Juni. Viele haben sich den Johannistag (24. Juni) als Heckenschnitt-Tag eingeprägt. "Ob es nun sinnvoll ist, wenn alle Gartenbesitzer am 24. Juni ihre Scheren aus den Kellern holen, sei dahin gestellt. In jedem Fall ist der Zeitraum ein Guter. Denn wird die Hecke im Juni beschnitten, wächst sie nicht mehr so stark nach und behält länger ihre gewünschte Form", so Bauhofchef Horstmann.

Wie sieht der richtige Pflegeschnitt aus?

"Beim Schnitt ist zu beachten: Ein Drittel des Neuaustriebs sollte stehen bleiben. Auch frisch gepflanzte, junge  Hecken sollten geschnitten werden, damit sie kräftig und dicht werden", sagt der Experte. Wie oft eine Hecke geschnitten werden muss, hängt vom jeweiligen Gehölz ab. Das Wichtigste beim Heckenschnitt ist die richtige Form. Eine Hecke sollte trapezförmig aufgebaut sein und nach oben hin schmal zulaufen. Auf diese Weise gelangt ausreichend Licht an die unteren Pflanzenteile und das Gehölz wird nicht kahl.

Was, wenn ich ein Loch in meine Hecke geschnitten habe?

Ein Loch am oberen Heckenrand ist nicht so tragisch. Entweder man gleicht die Welle sofort aus, oder aber man korrigiert den Fehler beim nächsten Schnitt. Anders sieht es aus, wenn das Loch mitten in der Hecke ist. Dann sind die Aussichten eher schlecht. Ein solches Loch zu reparieren, wird schwierig. Man könnte Nebenäste einbinden und hoffen, dass die dann in die richtige Richtung wachsen. Oder aber, man sieht es gelassen und nutzt das Loch für einen Plausch mit dem Nachbarn.

Welches Werkzeug wird benötigt?

Im heimischen Garten tut es die übliche Heckenschere. Eine Rosenschere für hartnäckige Äste und Zweige sollte auch ein Utensil sein. Zudem empfehlen Experten unbedingt das Tragen von Handschuhen und einer Schutzbrille. Äste und Zweige können wegfliegen und die Gartenfreunde dabei im Gesicht verletzen. Wichtig ist: Alle Scheren sollten scharf genug sein.

Wie pflege ich meine Hecke am besten?

Der richtige und regelmäßige Schnitt allein macht eine Hecke nicht schön. Damit sie besonders dicht wachsen, müssen sie regelmäßig gedüngt werden. Naturdünger oder Hornspäne sind Alternativen. Hecken benötigen außerdem viel Wasser.

Welche Hecke ist die beste?

Die Gehölzart ist Geschmackssache. Als Hecken eignen sich nahezu alle Gehölze. Selbst die Quitte und Apfelbaum können zur Hecke geschnitten werden. Allerdings muss man beachten: Diese Pflanzen tragen nicht ganzjährige Blätter und bieten im Herbst und Winter keinen Sichtschutz. Besonders beliebte Heckenarten sind die Eibe, die Thuja (Abendländischer Lebensbaum), der Kirschlorbeer, der Liguster, der Buchsbaum, die Hainbuche und Thunbergs Berberitze.

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