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Mit ihren langen Trieben bringen hängende Pflanzen Dschungel-Atmosphäre ins Wohnzimmer. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Trend für den ZimmergartenHängende Pflanzen - Dschungel auf der Fensterbank

Stand: 17. November 2019, 15:03 Uhr

Hängende Pflanzen, deren lange Triebe über den Blumentopf wallen, peppen jede Fensterbank auf. Ist dort kein Platz, können sie einfach in der Blumenampel aufgehängt werden. Hier finden Sie unsere Tipps für schöne Pflanzen und die richtige Pflege.

Hängepflanzen bringen Bewegung auf die Fensterbank. Mit langen, wallenden Trieben, die je nach Wuchs bis zum Boden hinabwachsen können, sind sie schöne Gestaltungselemente in Wohnräumen. "Um gut zur Geltung zu kommen, sollten sie in hohe Gefäße gepflanzt werden", sagt Floristin Kathrin Katt. "Wer wenig Platz auf der Fensterbank hat, kann die Pflanzen auch in Blumenampeln setzen und diese aufhängen". Die meisten Hängepflanzen bevorzugen einen hellen Fensterplatz, aber nicht alle vertragen direkte Sonne.

Hängepflanzen für verschiede Standorte

Die meisten Hängepflanzen fühlen sich an einem hellen Fensterplatz wohl und freuen sich über Sonne. Dazu gehören Schamblume, Leuchterblume, Wachsblume und Urnenpflanze. Die ansonsten unkomplizierte Tillandsie braucht es schön hell, verträgt aber keine direkte Sonne. Mit wenig Licht kommen Efeutute (Epiprendum aureum) und Efeu (Hedera helix) aus. "Efeu kann auch auf einem Regal in einem Raum stehen, aber nicht in der dunkelsten Ecke des Zimmers“ sagt Kathrin Katt und ergänzt, dass jede Zimmerpflanze Licht braucht. Der Geweihfarn ist zwar keine typische Hängepflanze, aber seine Blätter biegen sich bei großen Pflanzen über den Blumentopfrand nach unten. Die imposante Blattschmuckpflanze braucht ebenfalls nicht so viel Licht.

Hängende Pflanzen vorgestellt Schöne Hängepflanzen für die Stube

Hängende Pflanzen sind ein Blickfang auf der Fensterbank und eben mal etwas ganz anderes, wenn sie in Blumenampeln aufgehängt werden. Unsere Highlights: Schamblume, Leuchterblume, Wachsblume und Tillandsie. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Es gibt auch hängende Pflanzen, die wunderschön blühen. Floristin Kathrin Katt zeigt Moderatorin Diana Fritzsche-Grimmig die zarten Blüten der Wachsblume. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Die Wachsblume (Hoya linearis) blüht weiß, mag einen sonnigen Fensterplatz und benötigt nur wenig Wasser. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
In einer dekorativen Ampel aufgehängt, verschönert sie jedes Fenster. Die Universalpflanzen, mit denen die Floristin unschöne Lücken in Blumentöpfen füllt, sind die verholzten Triebe der Euphorbia Spinosa.   Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Pflegeleicht ist auch die Schamblume (Aeschynanthus speciosus).
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Die dickblättrige Pflanze ist genügsam, braucht wenig Wasser und blüht an einem sonnigen Standort immer wieder nach. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Noch eleganter wirken Hängepflanzen in schönen Töpfen wie dieser hängenden Pflanztüte aus Holz. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Eher zurückhaltend, aber wunderschön blüht die Leuchterblume (Ceropegia Woodii). Die herzförmigen Blätter kommen in einer Ampel gut zur Geltung. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Die Leuchterblume ist pflegeleicht, benötigt wenig Wasser und bevorzugt ebenfalls einen hellen Standort. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Auch Epiphyllum wächst hängend. Die Pflanze mit den skurrilen Blättern gehört zu den Blattkakteen und ist äußerst genügsam. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Rankfreudig ist auch die Urnenpflanze (Dischidia pectenoides), die eigentlich im Regenwald zu Hause ist und hoch oben in Baumwipfeln wächst. Die wulstigen hohlen Blätter speichern Wasser, deshalb sind Trockenzeiten kein Problem. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Die Tillandsie (Tillandsia usneoides) hat die MDR Gartenredaktion bei den Dreharbeiten zur Lieblingspflanze gewählt. Sie sollte immer mal besprüht werden, da sie das Wasser über die Blätter aufnimmt. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Die Tillandsie ist eine Aufsitzerpflanze und wurzelt nicht in der Erde. Sie kann einfach an einem Haken aufgehängt werden. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Moderatorin Diana Fritzsche-Grimmig hat noch eine andere Idee, wie sie die Hängepflanze in diesem Jahr einsetzen könnte… Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Hängepflanzen richtig gießen

Floristin Kathrin Katt braucht nicht lange, Moderatorin Diana Fritzsche Grimmig für Hängepflanzen zu begeistern. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Zum Glück sind viele Hängepflanzen pflegeleicht und kommen auch mit wenig Wasser zurecht. Floristin Kathrin Katt empfiehlt, die meisten Hängepflanzen alle zwei Wochen durchdringend zu wässern. Im Winter kann der Wasserbedarf der Pflanzen durch die trockene Heizungsluft etwas höher sein.

Beim Gießen kann aber ein Problem auftreten: Einige Hängepflanzen wachsen so üppig und dicht, dass es schwierig ist, das Wasser auf die Erde zu bringen. Floristin Kathrin Katt hilft ihren Pflanzen mit einem einfachen Trick und legt Eiswürfel in den Blumentopf, die langsam schmelzen und keine Überschwemmung anrichten.

Die Hängepflanzen sollten lieber einmal durchdringend gewässert werden, als ihnen jeden Tag ein kleines Schlückchen Wasser zu geben.

Floristin Kathrin Katt

Die Tillandsie wurzelt nicht in der Erde. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Eine Ausnahme ist die Tillandsie. Die Aufsitzerpflanze aus Südamerika wird nicht gegossen, sie nimmt das Wasser über kleine Saugschuppen auf den Blättern auf. Die Tillandsie braucht also eine hohe Luftfeuchtigkeit und sollte regelmäßig besprüht werden. Auch ein Schälchen Wasser in der Nähe der Pflanze hilft, sie zu versorgen.

In Blumentöpfen ohne Abflussloch ist eine Drainageschicht wichtig. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Ein größeres Problem als Trockenheit ist Staunässe. Da Blumenampeln dicht sind und keine Abflusslöcher haben, sollten Sie auf alle Fälle eine Drainageschicht im Topf anlegen. Als Material eignen sich einfacher Kies, Bimskies oder auch Blähton. "Die Drainageschicht sollte mindestens zwei Zentimeter dick sein", rät Kathrin Katt. Damit die Erde nicht in die Drainageschicht rutscht, kann ein wasser- und luftdurchlässiges Vlies über die Drainage gelegt werden. Aber auch für Pflanzen in Übertöpfen mit Abflusslöchern empfiehlt Kathrin Katt eine Drainageschicht. Verschließen sie das Abflussloch mit großen Tonscherben, damit Kies oder Blähton nicht ausgespült werden.

Hängepflanzen zurückschneiden und düngen

Wachsen Ihnen die Hängepflanzen zu schnell und üppig, können sie zurückgeschnitten werden. Dadurch verzweigen sich die Triebe und die Pflanze wird schön buschig. Je nachdem welche Zimmerpflanze sie haben, sollten sie alle zwei Wochen mit einem Flüssigdünger versorgt werden. Düngepause ist aber von Oktober bis zum Mai.

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 17. November 2019 | 08:30 Uhr

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