Balkonpflanzen für die Sinne Pelargonien (Geranien), die mit ihrem Duft Mücken vertreiben

(Pelargonium)

Bei den Duftpelargonien stehen die Blätter im Vordergrund. Sie sind meist kräftig und verströmen ganz unterschiedliche Gerüche. Auch die Blüten sehen hübsch aus. Sie sind aber oft sehr klein und zart und blühen nicht so reichlich, wie andere Pelargonien.

Pelargonie mit kleinen roten, zarten Blüten.
Die hübschen Blüten gehören der Heilpelargonie Pelargonium sidoides. Interessant ist bei dieser Pflanze aber die Wurzel, die für Arzneimittel verwendet wird. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Zum Schutz vor Fraßfeinden reichern viele Pelargonien ätherische Öle in den Blättern an. Bei Wind, Regen oder wenn sie berührt werden verströmen sie ganz unterschiedliche Gerüche, von Kiefern- und Rosenduft über Cola- bis hin zu Kokosnuss- oder Zitronenaroma. Unter den Duftpelargonien gibt es auch einige, die unangenehme Gerüche ausströmen. Alle sollen aber nicht nur Schädlinge fernhalten, sondern auch Mücken von Balkon und Terrasse vergraulen.

Duftpelargonien in der Küche verwenden

Grundsätzlich sind alle Pelargonienarten essbar, viele schmecken aber einfach nicht. Die süßlich duftenden Blätter finden aber Verwendung in der Küche, sie können wie Kräuter verwendet werden. Die Orangenduftpelargonie oder die Zitronenduftpelargonie schmecken beispielsweise in Salaten oder aromatisieren Wasser. Die Blätter können aber auch zum Aromatisieren von Zucker verwendet werden. Dafür werden sie einfach mit in die Zuckerdose gelegt. Das Aroma der Duftpelargonien ist aber auch in der Parfümindustrie gefragt.

Aromen der Duftpelargonien

Muskat:
Pelargonium fragrans 'Old Spice': zart weiße Blüte, samtige Blätter
Pelargonium 'Snowy Nutmeg': Blätter sind in verschiedenen Grüntönen gescheckt

Zitrusduft:
Pelargonium zonale 'Hurricane': Blätter sind dicht gekräuselt
Pelargonie 'Citronella': rosarote Blüten, üppiges, kräftiges Laub
Pelargonie 'Lemon Kiss': pinke Blüten, kleine, tief geschlitzte Blätter

Kokosnuss:
Pelargonie grossularioides 'Coconut': winzig, kleine zarte Blüten, stark gezacktes Laub

Minze:
Pelargonie 'Candy Dancer': weiße bis zartviolette Blüten, tief eingeschlitzte Blätter
Pelargonium tomentosum: kleine weiße Blüten, leicht behaarte Blätter

Rosenduft:
Pelargonium graveolens: wächst zu einem etwa ein Meter hohen Strauch, rosa Blüten, handförmige, behaarte Blättern

Aussehen und Wuchs

Duftpelargonien wachsen buschig und wirken oft kompakt. Vor allem das kräftige und duftende Laub steht im Vordergrund. Sie bilden zwar auch hübsche, zarte Blüten, diese sind aber meist sehr klein und blühen weniger reichlich. Auch unter den Duftpelargonien gibt es aufrecht wachsende und hängende Arten.

Zwei kleine rosarote Pelargonienblüten inmitten vieler gezackter Blätter.
Die Orangenduft-Pelargonie steckt ihre Kraft vor allem in duftende Blätter. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Duftpelargonie oder Duftgeranie?

Blaue Blüten des Geraniums Rozanne in Kombination mit weißen Rosen
Geranium, auch Storchschnabel genannt, ist eine mehrjährige winterharte Staude. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Die Duftpelargonien (Pelargonium) werden im Handel als Duftgeranien angeboten. Sie gehören zwar zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae), gehören aber zu einer anderen Gattung (Pelargonium). Der Name Geranien hat sich umgangssprachlich durchgesetzt, darf aber nicht mit dem Geranium verwechselt werden. Zur botanischen Bezeichnung (Geranium) gehören nur die mehrjährigen und winterharten Stauden, auch unter dem Namen Storchschnabel bekannt.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 29. August 2021 | 08:30 Uhr