Blick auf verschieden, grüne Zimmerpflanzen in Töpfen
Regel Nummer eins: Zimmerpflanzen nicht zu viel gießen! Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

FAQ - wichtige Fakten Zimmerpflanzen richtig pflegen

Mit bunten Blüten bringen Sie Farbe in Ihr Zuhause. Das A und O ist aber die richtige Pflege. Unsere Tipps für schöne Zimmerpflanzen und die richtige Pflege. Wieviel Licht brauchen Zimmerpflanzen, welche Arten verbessern das Raumklima? Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einem Blick.

Blick auf verschieden, grüne Zimmerpflanzen in Töpfen
Regel Nummer eins: Zimmerpflanzen nicht zu viel gießen! Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Woher weiß ich, welche Pflege meine Pflanzen brauchen?

Schauen Sie, wo Ihre Zimmerpflanzen ursprünglich Zuhause sind. Über die Herkunft lässt sich herleiten, ob sie es eher trocken oder nass, hell oder halbschattig mögen. Außerdem hilft es sich die Beschaffenheit der Pflanze anzuschauen: Ist es eine Sukkulente mit dicken Blättern? Dann braucht sie nicht so viel Wasser. Hat die Pflanze zarte Blätter? Dann ist es ratsam gut zu gießen.


Gibt es Unterschiede zwischen der Sommer- und der Herbstpflege?

Zimmerpflanzen brauchen das ganze Jahr über Pflege. Die Vegetationszeit der Zimmerpflanzen geht bis zum September, danach wachsen die Pflanzen kaum noch und sollten auch nicht mehr gedüngt werden. Erst im April ist das wieder notwendig. Außerdem kann im Winter trockene Heizungsluft für die Pflanzen zum Problem werden. In den Wohnungen ist es häufig wärmer als sonst. Das gilt vor allem für die Nähe zu Heizkörpern oder Kaminen. Bei großen Pflanzen kann es sich daher anbieten, sie umzustellen und sie so vor Trockenheit zu schützen. Der häufigste Fehlschluss beim Gießen von Zimmerpflanzen im Winter ist, dass man weniger gießen müsse. Doch durch die höhere Wärme, muss häufig sogar mehr gegossen werden.


Richtig gießen – was muss man beachten?

Die häufigste Ursache, dass Zimmerpflanzen eingehen, ist zu starkes Gießen und Staunässe. Viele Pflanzen vertragen keine nassen Füße, es gibt aber Ausnahmen. Eine allgemeingültige Regel, wie oft Pflanzen gegossen werden sollten, gibt es nicht. Jede Pflanze hat andere Ansprüche. Mit der Fingerprobe lässt sich leicht ermitteln, ob der Boden feucht genug ist oder nicht. Grundsätzlich gilt: Trockenheit stecken Pflanzen besser weg als wenn sie zu nass stehen.


Wie kann ich die Luftfeuchtigkeit regulieren?

Vor allem bei warmen Wohnräumen wird die Luftfeuchtigkeit unterschätzt. Dabei benötigen gerade subtropische Pflanzen einen hohen Luftfeuchtigkeitsgehalt. Kurzfristig kann mit einem Sprüher oder dem Abduschen der Pflanze Abhilfe geschaffen werden. Auch Schalen mit Wasser können im Raum aufgestellt werden. Durch das Verdunsten des Wassers wird die Luftfeuchtigkeit erhöht. Luftbefeuchter sind ebenfalls für das Raumklima förderlich. Mit ihnen lässt sich die Luftfeuchtigkeit besonders gut regulieren.

Übrigens: Die Luftfeuchtigkeit ist nicht nur für die Pflanzen von Vorteil. Auch die menschlichen Schleimhäute profitieren von einem guten Raumklima.


Gibt es im Winter mehr Schädlingsbefall? Wie kann ich vorbeugen?

Im Winter sind Zimmerpflanzen anfälliger für Schädlinge. Das liegt daran, dass sich mit den schlechteren Wachstumsbedingungen (also dem Lichtmangel, den Temperaturveränderungen sowie der nicht ganz so optimale Luftfeuchte) die Voraussetzungen für die Schädlinge verbessern. Daher sollte die Pflanze im Winter einmal die Woche auf Schädlinge überprüft werden. Häufig sind Woll- und Schildläuse ein Problem. Zunächst kann der Zimmergärtner versuchen, die Schädlinge abzuwischen. Klappt das nicht, muss doch auf Schädlingsvernichtungsmittel zurückgegriffen werden. Hierbei ist die Beratung durch einen Fachmann empfehlenswert.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 11. November 2018 | 08:30 Uhr