Richtig zubereiten Gemüse und Beeren: Diese Pflanzen können giftig sein

Wussten Sie, dass Maniok vor dem Verzehr gewässert und getrocknet werden sollte? Dass der Giftgehalt vom Spinat vom Erntezeitpunkt abhängt? Und dass Grüne Bohnen roh giftig sind? – Was Sie bei der Zubereitung von Maniok, Grünen Bohnen, Spinat und Vogelbeeren wissen sollten.

Grüne Bohnen, Maniok, Spinat und Vogelbeeren können giftig sein. Dabei sind Erntezeitpunkt und Zubereitung entscheidend. Mit diesen Tipps können Sie das Gemüse und die Früchte der Eberesche unproblematisch genießen:

Zubereitung Giftpflanzen: Das sollten Sie vor dem Essen wissen

Maniok, Grüne Bohnen, Spinat, Vogelbeeren und Kaffee können giftig sein. Das ist alles eine Frage der Dosis - und der Zubereitung.

Maniok Frucht
Maniok enthält Blausäure. Damit diese vor dem Essen entweicht, muss die Stärkepflanze vor der Zubereitung gewässert und getrocknet werden. Bildrechte: imago images / blickwinkel
Maniok Frucht
Maniok enthält Blausäure. Damit diese vor dem Essen entweicht, muss die Stärkepflanze vor der Zubereitung gewässert und getrocknet werden. Bildrechte: imago images / blickwinkel
Blatt einer Maniok-Pflanze
So sieht übrigens das Blatt einer Maniok-Pflanze aus. Maniok stammt ursprünglich aus den Tropen und wird gern ähnlich wie Süßkartoffeln verarbeitet. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Grüne Bohnen
Bohnen sollten auf keinen Fall roh gegessen werden! Kochen Sie sie vor dem Essen mindestens zehn Minuten lang, dann entweicht das in ihnen enthaltene Phasin. Bildrechte: Colourbox
Spinatblätter in einer Schüssel.
Beim Spinat entscheidet der Erntezeitpunkt über den Nitrat- und Oxalsäuregehalt. Spinat sollte möglichst jung und spät am Tag geerntet werden. Bildrechte: PantherMedia/olhaafanasieva
Vogelbeeren - Beeren der Eberesche
Vogelbeeren sind zwar giftig, doch um eine kritische Dosis zu erreichen, braucht es richtig viele Beeren: Bei einem Körpergewicht von 50 Kilogramm müssten Sie 90 Kilogramm frische Vogelbeeren essen. Gekocht und getrocknet verliert das Gift ohnehin seine Wirkung. Bildrechte: imago images / Peter Widmann
Zwischen Blättern wachsen an einer Pflanze zwei Kaffeekirschen, eine ist rot, die andere noch grün.
Auch beim Kaffee gilt: Die Dosis macht das Gift. Um den Tod herbei zu führen, müsste ein ausgewachsener Mann etwa 30 Tassen Kaffee in kurzen Abständen trinken. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 01. November 2020 | 08:30 Uhr

Prof. Frank Hellwig in einem Gewächshaus
Prof. Frank Hellwig (im Bild) leitet den Botanischen Garten in Jena und stand uns als Gesprächsgast zum Thema Giftpflanzen zur Verfügung. Er ist Professor für Spezielle Botanik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und als dieser für die Artenvielfalt zuständig. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 29. August 2021 | 08:30 Uhr