Fragen und Antworten Präriestauden: Blühende Pflanzen für sonnige Standorte

Präriestauden bringen einen Hauch von Amerika ins Beet. Wer die Stauden aus dem Mittleren Westen einmal gepflanzt hat, braucht sich kaum noch um sie zu kümmern.

Lila Blüten vom Eisenkraut.
Das Eisenkraut ist eine pflegeleichte Staude, die bis in den Herbst blüht. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Was sind Präriestauden?

Präriestauden stammen aus Nordamerika. Sie mögen sonnige Standorte und durchlässigen Boden. Meist handelt es sich bei ihnen um Tiefwurzler, das heißt dass ihre Wurzeln tief ins Erdreich reichen. Das hilft bei der Wasserversorgung. Präriestauden gelten als robuster als andere Staudengruppen.


Was ist ein Präriegarten?

Ein Präriegarten ähnelt der baumlosen Landschaft, wie sie im Mittleren Westen der USA vorkommt. Dort wachsen Präriestauden gemeinsam mit vielen Gräsern. Aufgrund der vielen Gewitter gibt es dort keine Bäume. Immer wieder lösen Gewitter dort Brände aus, die Pflanzen brennen dabei nieder. Die Asche düngt die Landschaft anschließend.


Was sind die Vorteile von Präriestauden?

Präriestauden sind sehr pflegearm. Normalerweise müssen sie nicht zusätzlich gewässert werden, höchstens in extremen Hitzeperioden.

Beete, in denen Präriestauden wachsen, werden gewöhnlich mit einer sechs bis acht Zentimeter hohen Mulchschicht versehen. Das schützt die ohnehin pflegearmen Stauden zusätzlich vorm Austrocknen. Außerdem dient der Mulch als Schutz vor kleinen Unkräutern.


Was sind die Nachteile von Präriestauden?

Einige der Präriestauden säen sich selbst aus. Das ist beispielsweise bei der Prachtscharte (Liatris) der Fall. Wenn ich nicht möchte, dass sie sich selbstständig in meinem Beet ausbreiten, muss ich eingreifen und die Samenstände entfernen, bevor sie aufspringen. Und sie vertragen keine Staunässe.


Was muss ich beachten, wenn ich meinen Garten mit Präriestauden gestalten will?

Wer Präriestauden in den Garten setzen möchte, sollte sich zunächst einmal einen sonnigen Standort suchen. Bereiten Sie anschließend den Boden gut vor. Lockern Sie die Erde und achten Sie darauf, dass sie frei von Wildkräutern ist. Ist der Boden schwer, zum Beispiel lehmig, empfiehlt es sich, Sand einzuarbeiten.


Welche Präriestaude eignet sich für welche Jahreszeit?

Die meisten Präriestauden blühen im Sommer oder Herbst. Beispielsweise gehören der Wiesensalbei, die Prachtscharte, die Seidenblume, der Schein-Sonnenhut, die Blauraute und der Türkische Mohn zu den sommerblühenden Präriestauden. Fetthenne, Indianernessel, Sonnenbraut, Eisenkraut und Gaura blühen bis in den Herbst. Wer schon im Frühjahr Blüten im Präriestauden-Beet haben möchte, kann auf Begleitpflanzen wie die Bergenie zurückgreifen.

Rot-violette Blüten einer Indianernessel der Sorte 'Saxon Purple'
Indianernesseln gehören zu den Stauden, die Sonne mögen und im Kiesgarten wachsen können. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Mit welchen Pflanzen lassen sich Präriestauden gut kombinieren?

Präriepflanzen lassen sich gut mit Zwiebelblumen kombinierten. So lässt sich das Frühlingsbeet beispielsweise mit Wildtulpen, Präriekerzen oder Allium aufpeppen. Das ganze Jahr über passen Gräser gut zu Präriestauden.

Der Samenstand einer Allium-Pflanze.
Allium sieht auch nach dem Blühen interessant aus. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Quelle: Staudenexperte Uwe Schachschal vom egapark in Erfurt.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 15. Mai 2022 | 08:30 Uhr