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Blaue Pflanzen eignen sich gut zur Beipflanzung zu Rosen. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Edle Blumen im Topf kultivieren

Rosen im Kübel: Zehn Fragen und Antworten

Stand: 19. Mai 2019, 08:30 Uhr

Rosenliebhaber ohne Garten müssen nicht auf sie verzichten: Auch im Kübel fühlt sich die Königin der Blumen richtig wohl. Was dabei wichtig ist, hat Rosenexperte Volker Rönigk vom Rosenhof Rönigk in Bad Langensalza im MDR Garten verraten. Wir haben alle Fakten in zehn Fragen und Antworten gebündelt.

Welche Rosensorten eignen sich für den Kübel?

Für den Kübel eignen sich grundsätzlich Beet- und Strauchrosen, weil sie blühfreudiger als andere Sorten sind. Einige der modernen Sorten blühen sogar mehrfach. Neben einer steten Blüte ist bei einer Kübelrose in der Regel auch ein buschiger Wuchs gewünscht. Das schließt Edelrosen bei der Wahl der passenden Rose aus. Hübsch sehen im Kübel auch Stammrosen aus. Mit ihrer Krone sind sie im Topf ein echter Hingucker. Kletterrosen eignen sich ebenfalls.

Worauf sollte bei der Wahl des Kübels geachtet werden?

Das Wichtigste ist zunächst einmal - unabhängig vom Material - ein Loch im Topf, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Fehlt dieses Abzugsloch, sammelt sich die Feuchtigkeit im Kübel und schadet den Wurzeln. Ein Rosenkübel sollte etwas größer sein und mindestens 15 Liter Inhalt fassen können. Außerdem ist es wichtig, dass er nicht zu flach und lieber etwas tiefer geschnitten ist, da Rosen Tiefwurzler sind. Weiterhin sollte auf eine konische Form geachtet werden, sonst geht der Topf im Winter kaputt. Die konische Form ermöglicht es dem Erdballen, sich bei Kälte nach oben zu drücken. Zudem sollte beim Material auf Winterhärte geachtet werden; es empfiehlt sich Kunststoff oder frostharte Terracotta.

Eine Kletterrose im Kübel: Achten Sie beim Pflanzen auf hochwertige Erde. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Was ist beim Eintopfen wichtig?

Beim Eintopfen in den Kübel sollte sehr gutes Substrat verwendet werden. Es gib spezielle Kübelpflanzenerde, deren Struktur so stabil ist, dass sie durch die Nässe nicht zu sehr zusammensackt. Außerdem können der Erde Hornspäne für eine bessere Struktur beigemischt werden.

Wieviel Wasser brauchen Rosen im Kübel?

Trockenstress mögen Rosen überhaupt nicht. Deshalb ist eine regelmäßige Feuchtigkeit wichtig. Um Staunässe zu vermeiden (denn die mögen Rosen ebenfalls nicht), sollte eine Drainageschicht im unteren Teil des Kübels angelegt werden. Dafür eignen sich beispielsweise Tonscherben.

Tonscherben sind als Drainageschicht empfehlenswert. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Worauf kommt es bei der Düngung an?

Ab dem Frühjahr bis in den Juni empfiehlt es sich, Kübelrosen mit speziellem Rosendünger zu versorgen. Das ist eine mineralisch-organische Mischung. Bei Rosendüngern wird die Salz- und damit Mineralienempfindlichkeit der Pflanze berücksichtigt.

Rosen im Kübel - Unsere Top 3 und einige Begleitpflanzen

"Die schöne Koblenzerin" heißt diese Beetrose. Diese Schönheit bezaubert auch ganz ohne Augenaufschlag. Ihre Vorzüge: Sie wächst kompakt und dicht, ist blattgesund und blüht sauber ab. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Märchenhaft sieht auch die "Lionsrose" aus. Sie gehört ebenfalls zu den Beetrosen. Auch sie wächst kompakt und ist äußerst blühfreudig. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Hier ist der Name Programm: "Heidetraum" heißt diese Bodendeckerrose. Sie wächst buschig ausgebreitet und hängt etwas über. Mit ihrer karminrosafarbenen Blüte wird sie im Kübel zum echten Hingucker. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Auch im Kübel können die Rosen gut mit Begleitpflanzen kombiniert werden. Dabei eignen sich einjährige Unterpflanzungen gut. Salbei etwa bildet mit seiner lilafarbenen Blüte einen spannenden Kontrast. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Eine ähnliche Wirkung erzeugt die Veronika in Kombination mit Rosen. Auch sie blüht in violett. Sie gilt als pflegeleicht. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Doch auch Frauenmantel sorgt für einen farbigen Akzent im Rosenkübel. Die grün-gelbe Blüte der Heilpflanze hebt sich von den Rot- und Rosatönen der Rosenblüten ab. Der Frauenmantel gehört auch zur Familie der Rosengewächse. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Für Schneezauber im Sommer sorgt der sogenannte Zauberschnee. Seine feinen weißen Blüten erinnern an Schneegestöber und bilden eine elegante Ergänzung zur Rosenblüte. Er gilt als robust und pflegeleicht. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius
Hier scheiden sich die Geister: Passt Lavendel zur Rose oder nicht? Rosenexperte Volker Rönigk sagt: Lavendel passt ausgepflanzt gut zur Rose, im Topf allerdings könnte es wegen der unterschiedlichen Bewässerungsbedürfnisse schwierig werden. Lavendel mag es trocken, die Rose braucht das Wasser. Ausgepflanzt hingegen hat die Rose so tiefe Wurzeln, dass sie sich ausreichend versorgen kann. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Muss ich Kübelrosen umtopfen?

Wenn ein gutes Substrat verwendet und die Rose regelmäßig gut gedüngt wird, kann sie auch mehrere Jahre in einem Kübel bleiben, ohne umgetopft zu werden. Von Zeit zu Zeit ist Umtopfen dennoch empfehlenswert. Wenn Sie eine Rose in einer Ampel gekauft haben, dann sollte diese Rose nach der Saison ins Beet gepflanzt werden. Die Ampelgröße reicht nur für den Blütentraum einer Saison.

Wann sollte ich Kübelrosen zurückschneiden?

Kübelrosen werden wie Gartenrosen im Frühjahr zurückgeschnitten. Günstig ist dafür die Zeit zwischen Forsythien- und Kirschblüte.

Welcher Standort ist der Richtige?

Kübelrosen fühlen sich in der Sonne am wohlsten. Hitzestau sollte jedoch vermieden werden. Der kommt beispielsweise in sonnigen, windgeschützten Ecken vor, deshalb empfiehlt sich ein freier, luftdurchlässiger Standort.

Wann sollte meine Kübelrose ins Winterquartier?

Die Rose sollte erst ab November ins Winterquartier. Sie kann ruhig lange draußen bleiben. Allerdings sollte sie nicht vor März aus ihrem Winterschutz raus. Warme, sonnige Tage, manchmal bis zu 20 Grad Celsius und kalte Nächte mit bis zu minus 10 Grad Celsius im Februar machen der Rose sonst wie vielen anderen Pflanzen zu schaffen.

Welchen Schutz braucht die Kübelrose im Winter?

Rosen können im Kübel draußen, aber etwas geschützter, absonniger und kühl etwa in einer Garage oder unter einem Dachvorsprung, überwintern. Sie dürfen und sollten Frost bekommen. Warme Keller sind als Winterstandort nicht geeignet. Die Pflanze als solche kann durch das Anhäufeln von Erde und das Abdecken mit Reißig geschützt werden. Bei Stammrosen sollte die Krone beispielweise mit einem Jutesack speziell geschützt werden.

Noppenfolie dient als Winterschutz Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Um den Kübel vor Frost zu schützen, kann er in Noppenfolie oder einen Jutesack eingepackt werden. Alternativ eignet sich auch ein großer, alter Maurerkübel, in den der Rosenkübel für den Winter gesetzt wird. Der Zwischenraum zwischen den beiden Kübeln wird zur Isolation mit Laub ausgefüllt und das Ganze mit Reißig abgedeckt. Für welche Variante man sich im Winter auch entscheidet: Die Isolierung ist das A und O.

MDR Garten-Moderatorin Diana Fritzsche-Grimmig und Volker Rönigk topfen eine Rosen ein. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Radiogarten | 30. Juni 2021 | 09:05 Uhr

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