Die weiße ungefüllte Blüte einer Wildrose
Wildrosen blühen nur einmal im Jahr, sind aber ein Paradies für Bienen. Bildrechte: MDR/Teresa Herlizuis

Rosen mit Mehrwert Wildrosen - Die pflegeleichte Schönheit

Rosaceae

Üppig gefüllte Rosenblüten sind eine Augenweide. Doch deren einfach blühende Schwester ist nicht weniger spannend. Die Wildrose ist zudem äußerst robust und pflegeleicht. Außerdem bietet sie Bienen und Vögel Nahrung und Unterschlupf.

Die weiße ungefüllte Blüte einer Wildrose
Wildrosen blühen nur einmal im Jahr, sind aber ein Paradies für Bienen. Bildrechte: MDR/Teresa Herlizuis

Alle Wildrosenarten sind Ausgangspunkt für die Züchtung heutiger Gartenrosen.

Und sie sind genau richtig für einen naturnahen Garten, da ihre ungefüllten Blüten den heimischen Bienen viel Nahrung bieten. Alle Wildrosen blühen nur einmal im Jahr. Die typische Wildrosenblüte ist einfach gefüllt mit fünf Blütenblättern. Im Herbst bilden sie Hagebutten aus, die Vögeln als Nahrung dienen. Und in ihrem dichten, dornigen Zweigwerk können Vögel geschützt brüten.

Ob Sand, Ton oder Lehm - Wildrosen sind nicht sehr anspruchsvoll und gedeihen so gut wie auf jedem Boden. Allerdings möchten sie ein sonniges Plätzchen im Garten, einige Sorten tolerieren auch Halbschatten. Auch brauchen die Sträucher viel Platz, da sie bis zu 3 Meter in die Breite und die Höhe wachsen können. Ein Abstand von 1 bis 2 Metern ist empfehlenswert, wenn man eine dichte Wildrosenhecke pflanzen möchte. Gute Pflanzenpartner sind Gräser.

Wenn die Biene an den Stempel kommt, gibt’s im Herbst auch Früchte.

Rosenexpertin Anita Kühr
Auf einen Blick
Heimat Ganz Europa, China und Asien
Pflanzenfamilie Rosaceae
Wuchs Strauchig-buschig, bis 2 Meter breit, kletternde Rosen (z.B. 'rosa hugonis') bis zu 3 Meter Höhe
Blüte ungefüllt blühend, weiß bis rosa. Die Fuchsrose 'rosa foetida' hat tiefgelbe, die 'rosa moyesii' dunkelrote Blüten
Blütezeit Mai bis Juni
Früchte Im September reifen vitaminreiche Hagebutten am Strauch, die Vögeln Nahrung bieten oder zu Konfitüre verarbeitet werden können
Standort Sonnig bis lichtschattig
Boden mäßig trocken, anpassungsfähig. Wildrosen wachsen auf Sand, Lehm, Ton. Die Arten 'rosa multiflora' und 'rosa rogosa' mögen nahrhafte, leicht feuchte Böden
Winterhart ja
Mehrjährig ja
Besonderheiten Die Blüten bieten Bienen reichlich Pollen, duften aber nur leicht.

Vermehrung und Pflege

Wildrose Rosa Moyesii Granium - Pinke ungefüllte Wildrose
Die Wildrose 'moyesii granium' hat dunkelrote Blüten. Bildrechte: MDR/ Daniela Dufft

Am besten pflanzt man Wildrosen im Frühjahr oder im Herbst. Da sie genügsam sind, müssen sie lediglich in den ersten Monaten nach der Pflanzung oder in Perioden großer Trockenheit gewässert werden. Generell brauchen Wildrosen kaum Pflege und benötigen keinen Dünger. Wuchern sie zu stark, bietet sich ein Rückschnitt im zeitigen Frühjahr an. Wildrosen lassen sich sehr unkompliziert über Stecklinge vermehren. Da sie zu den robustesten Pflanzen zählen, sind sie nicht anfällig für die "typischen" Rosenkranheiten wie Sternrußtau oder Mehltau.

Tipp Die Arten 'rosa gallica', 'rosa jundzillii‘ und 'rosa rubiginosa' bilden wohlschmeckende Hagebutten aus, die zu Konfitüren verarbeitet werden können.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 10. Juni 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Juni 2018, 13:59 Uhr