Ein Kameramann filmt Moderatorin Diana Fritzsche-Grimmig, die mit dem Weihnachtsbaumexperten Hermann Stuckart spricht. Sie stehen an einer Tanne.
Hermann Stuckatz verkauft in der Weihnachtszeit etwa 3.000 Weihnachtsbäume. Am beliebtesten ist die Nordmanntanne. Bildrechte: MDR/ Daniela Dufft

Der perfekte Weihnachtsbaum zum Fest Nordmanntanne oder Fichte - welcher Weihnachtsbaum soll's sein?

Eine Nordmanntanne wächst im Jahr etwa zehn bis zwölf Zentimeter. Eine lange Zeit also, bevor der Baum in der guten Stube steht. Bei der Fichte geht es schneller. Sie wächst im Jahr stolze 60 bis 80 Zentimeter und kann so schon nach zwei Jahren geerntet werden. Aber egal für welchen Baum Sie sich entschieden – beim Kauf, Transport und Pflege ist einiges zu beachten, damit der Baum lange schön aussieht.

Ein Kameramann filmt Moderatorin Diana Fritzsche-Grimmig, die mit dem Weihnachtsbaumexperten Hermann Stuckart spricht. Sie stehen an einer Tanne.
Hermann Stuckatz verkauft in der Weihnachtszeit etwa 3.000 Weihnachtsbäume. Am beliebtesten ist die Nordmanntanne. Bildrechte: MDR/ Daniela Dufft

Der beliebteste Baum der Deutschen ist die Nordmanntanne, sagt Hermann Stuckatz. Er ist Weihnachtsbaumexperte und verkauft in Bad Berka jedes Jahr etwa 3.000 Weihnachtsbäume. Die Nordmanntanne hat feste Nadeln, die lange am Baum bleiben. Auch stacheln sie nicht so sehr wie die der Blautanne (Blaufichte), die übrigens nicht immer nur blaue Nadeln trägt – wie der Name verheißt – sondern auch grüne. Ein großer Vorteil der Blautanne: sie ist günstiger als die Nordmanntanne, weil sie schneller wächst. Außerdem verbreitet sie im Wohnzimmer einen herrlichen Tannenduft. Die Rotfichte ist im Thüringer Wald heimisch. Sie trägt kleine, kurze Nadeln, die Äste sind stabil und brechen auch beim Transport im Auto nicht so schnell ab. Viele verwenden die recht günstige Fichte als Zweitbaum für Balkon, Terrasse oder Garten, wo sie ihre Nadeln dann recht lange behält.

Baumart Nordmanntanne (Abies nordmanniana) Blaufichte; Stechfichte (Picea pungens) Gemeine Fichte; Rotfichte (Picea abies)
Verwendung Der Klassiker unter den Weihnachtsbäumen. Die Tanne kann bis zu 500 Jahren alt werden. Nach der Nordmanntanne auf Platz zwei der beliebtesten Weihnachtsbäume. Kommt in Deutschland als einzige Fichtenart natürlich vor und war vor dem Siegeszug der Nordmanntanne der klassische Weihnachtsbaum. Die Fichte kann bis zu 600 Jahre alt werden.
Herkunft; Heimat Türkei, Kaukasus Nordamerika Mittel-/ Nordeuropa

Wächst in den Alpen bis 2.000m Höhe, in Lappland und im Norden Russlands.
Nadeln intensives, dunkles Grün

kräftige, weiche Nadeln mit abgerundeter Spitze, am Zweig bürstenförmig angeordnet
trägt bläuliche oder grüne Nadeln, die vorne scharf zugespitzt sind und  nach allen Seiten abstehen satt schimmernde hellgrüne Nadeln,  kurz und stechend, sehr steif, zugespitzt, stehen  nach zwei Seiten ab
Haltbarkeit lange lange kurz, verliert in warmen Räumen schnell Nadeln
Duft sehr zurückhaltend dezent, angenehm sehr angenehmer, intensiver Duft sehr angenehmer intensiver Duft
Preis ca. 18 - 24 Euro pro laufendem Meter ca. 15 Euro pro Meter preiswert, 6 bis 10 Euro pro laufendem Meter

Weihnachtsbäume im Topf

Bei Weihnachtsbäumen im Topf gibt es einen entscheidenden Unterschied. Es gibt solche, die schon als Steckling in den Topf gepflanzt werden und jene, die im Herbst mit Wurzel in einer Plantage geerntet werden. Beim Ausgraben kann das Wurzelwerk beschädigt werden und der Baum wächst später im Garten nicht mehr an. Deswegen empfiehlt Hermann Stuckatz einen Baum zu besorgen, der gleich im Topf gewachsen ist.

Kleine Bäume können ohne Probleme gut zwei Jahre im Topf bleiben und jedes Jahr wieder als Weihnachtsbaum verwendet werden. Wird der Baum zu groß, sollte er in einen größeren Kübel mit Koniferenerde, oder am besten gleich in den Garten gepflanzt werden. Bedenken Sie aber, dass Tannen sehr groß werden und einen weiträumigen Platz im Garten brauchen. Lassen Sie den Baum nicht zu lange in der warmen Stube stehen, eine Tanne im Topf gehört nach Draußen. Wichtig für die Pflege: Auch der Weihnachtsbaum im Topf muss regelmäßig gegossen werden, auch im Winter.

Die Geschichte des Weihnachtsbaums

Eine große Donar-Eiche stand in Geismar und war dem Gott Thor gewidmet. Ende jeden Jahres wurde ihm zu Ehren ein junges Mädchen geopfert. Der Bischof von Deutschland - Bischof Bonifacius - wollte das nicht mehr hinnehmen und den Heiden das Christentum näherbringen. Also fällte er die Eiche in Geismar. Unter der Eiche kam ein Nadelbaum zum Vorschein, eine junge Fichte. Dieser immergrüne Baum sollte von nun an immerwährenden Frieden symbolisieren. Bonifacius baute aus seinem Holz eine Kirche und stellte von da an jedes Jahr einen Weihnachtsbaum in der Kirche auf. Auch den Christen legte er diese Tradition ans Herz. Seither schmückte der Weihnachtsbaum die Wohnzimmer.

Vorher-Nachher-Bild Macht bitte mal einer den Weihnachtsbaum an!

Weihnachtsbaum vorher ungeschmückter Weihnachtsbaum in einem gemütlichen Raum.
Bildrechte: MDR/ Daniela Dufft
Weihnachtsbaum vorher ungeschmückter Weihnachtsbaum in einem gemütlichen Raum.
Bildrechte: MDR/ Daniela Dufft
Geschmückter Weihnachtsbaum in einem gemütlichen Raum.
Bildrechte: MDR/ Daniela Dufft
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 02. Dezember 2018 | 08:30 Uhr

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 16. Dezember 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2018, 15:10 Uhr