Pflanzen von A bis Z | Küchengarten Kornelkirsche - Wildobst für Feinschmecker

Die Kornelkirsche ist mehr als nur ein pflegeleichtes Ziergehölz: im Frühjahr spendet sie Bienen Nahrung, im Spätsommer den Vögeln. Ihre Vitamin-C-haltigen Früchte, die Kornellen, werden aber auch in der Küche geschätzt.

kleine gelbe Kornellkirschblüten die gerade leicht aufgegangen sind
Die Kornelkirsche blüht im März. Bildrechte: MDR/Uta-Marie Reichert

Die Kornelkirsche gehört zu den ersten Gehölzen, die im Februar und März blühen. Für Bienen ist sie damit eine wichtige Nahrungsquelle. Die leicht eiförmigen Blätter erscheinen erst mehrere Wochen nach den leuchtend gelben Blüten. Mit botanischem Namen heißt der Frühblüher "Cornus mas", zu finden ist er vor allem in Parks, an Straßen und in Gärten. Das stark ausgeprägte Wurzelsystem kann Böden, die durch Abtragung gefährdet sind, gut befestigen. Bis zu acht Meter hoch wird die Kornelkirsche. Im Gegensatz zu ihrem einzigen Verwandten aus der Gattung in Mitteleuropa, dem Roten Hartriegel (Cornus sanguinea), kann sie sich zu einem kleinen Baum entwickeln. Das Zier- und Obstgehölz ist wärmeliebend, kommt mit geringer Wasserversorgung aus und gedeiht vor allem auf lockeren, kalkhaltigen Böden. Ursprünglich stammt die Art aus der Gattung der Hartriegel aus den wärmeren Regionen Ost- und Südeuropas.

Früchte enthalten viel Vitamin C

Ein Zweig mit Blättern und roten Früchten der Wildobst-Sorte Kornelkirsche
Kornellen schmecken roh oder als Marmelade. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Im September ist Erntezeit: Der Baum trägt längliche, kirsch- bis schwarzrote Früchte, in denen sich jeweils zwei Steine verbergen. Sind die Kornellen reif, schmecken sie roh säuerlich-süß. Sie enthalten viel Vitamin C. Verwenden lassen sie sich zum Beispiel für Mus, Chutney oder Marmelade. Die Früchte können außerdem in Rum eingelegt oder zu Likör verarbeitet werden. Auf den Verzehr der Steine sollte allerdings verzichtet werden, da sie so hart sind, dass sie einst sogar als Zahnersatz genutzt wurden. Das Holz der langsam wachsenden Kornelkirsche ist ebenfalls sehr hart und schwer.

Es empfiehlt sich, für eine gute Ernte mehr als eine Kornelkirsche zu pflanzen. Besondere Pflegemaßnahmen benötigt die Kornelkirsche nicht. Wer sie als Hecke nutzen will, sollte die Pflanze gleich nach der Blüte im Frühling zurückschneiden. Um Früchte ernten zu können, müssen jedoch genug verblühte Blüten an dem sonst schnittfesten Strauch bleiben. Die Vermehrung ist über Wurzelschnittlinge oder Stecklinge möglich.